Direkt zum Inhalt

Diskriminierung in Indonesien Schwuler Ex-Polizist zieht wegen Entlassung vor Gericht

Von co - 10.12.2020 - 12:00 Uhr
Schwuler Ex-Polizist zieht wegen Entlassung vor Gericht
Foto: © Ulf Wittrock
ANZEIGE
Loading audio player...

Der ehemalige indonesische Polizist Tri Teguh Pujianto (31) wurde 2018 nach zehn Jahren im Dienst entlassen, weil er schwul ist und damit den „ethischen Kodex der nationalen Polizei“ verletzt habe. Damals verhaftete man ihn und seinen Partner am Valentinstag in einer anderen Stadt. Jetzt zieht Teguh erneut vor Gericht. Der Fall wurde letztes Jahr zunächst abgewiesen, weil man zuerst die internen Polizei-Ermittlungen abwarten müsse.

„Das ist mein Kampf, mein letzter verzweifelter Versuch“, so Teguh gegenüber Reuters. „Warum beurteilen sie meine Leistung nicht für all diese Jahre [im Dienst]? Warum meine Fehler übertreiben, die meiner Meinung nach ohnehin keine Fehler waren?“ Mit dem Verfahren kämpft er nicht nur für sich, sondern für grundlegende Menschenrechte, um willkürliche Aktionen gegen Minderheiten zu beenden.

Indonesien ist das größte Land der Welt mit muslimischer Mehrheit. Mit Ausnahme der Provinz Aceh ist Homosexualität jedoch nirgendwo verboten. Dennoch ist sie ein Tabu – und die Gesellschaft wird immer intoleranter.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

rbb24Razzia in Zentrum für queere Menschen in BerlinDER STANDARDSiebte Staffel von "Temptation Island VIP" auf RTL+: No-Go MikrobikiniRheinische PostWie sicher schwule Paare sich fühlen: „Wir fallen als Familie im Alltag auf“Frankfurter Allgemeine ZeitungGriechenland: Zwölf Migranten bei zwei Bootsunglücken ums Leben gekommenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.
Regenbogen-Steine für alle

Dragqueen rettet LGBTIQ+-Symbol

Nach dem Abriss eines Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach verkauft eine Dragqueen dessen Pflastersteine nun für den guten Zweck.
Razzia in queerem Zentrum

Protest nach Einsatz in Berlin

Eine Polizeidurchsuchung im queeren Zentrum Casa Kuà in Berlin-Kreuzberg löst Proteste aus. Die Linke kritisiert den Einsatz scharf.
LGBTIQ+-Schutz in der Ukraine

Queere Community bleibt skeptisch

Die Ukraine plant einen besseren Schutz von LGBTIQ+-Menschen. Doch frühere Gesetzesvorhaben und fehlende Partnerschaftsrechte sorgen für Zweifel.
Israel wählt neue Knesset

LGBTIQ+-Rechte unter Druck

Vor der Parlamentswahl in Israel stehen die Zukunft Netanjahus, der Krieg in Gaza und der Schutz von LGBTIQ+-Menschen im Mittelpunkt.
Scharfe Kritik von UN-Experten

Angriffe auf LGBTIQ+ in der Türkei

18 UN-Menschenrechtsexperten verlangen ein Ende der Maßnahmen gegen LGBTIQ+-Aktivisten in der Türkei und warnen vor Einschränkungen der Grundrechte.
Urteil gegen Moldau

EU-Gerichtshof verhängt Geldstrafe

Moldau muss eine LGBTIQ+-Organisation entschädigen, weil Behörden einen Pride-Marsch nach Drohungen von Gegnern eingeschränkt hatten.
Viel Widerstand in Berlin

Rot-Grün-Rote Koalitionspläne

In Berlin wollen Linke, Grüne und SPD gemeinsam regieren. Doch Kritik aus der Bundes-SPD belastet die Gespräche über das Bündnis.
Triumph in Roanne

Mika Brunold dreht das Finale

Mika Brunold gewinnt in Roanne nach Satzrückstand. Für den offen schwulen Schweizer ist es der zweite Challenger-Titel in gut einem Monat.