„Ich bin schwul, und ich habe kein Problem damit, das zu sagen“, so Clément Beaune, der französische Minister für europäische Angelegenheiten. In einem Interview mit dem französischen LGBTI*-Magazin Têtu versprach er, die queere Community in Polen und Ungarn zu unterstützen.
Homosexualität sei „kein Hindernis“ für einen Minister-Posten. Das klinge zwar heutzutage abgedroschen, sei aber keineswegs offensichtlich: „Die Prügeleien, die Gewalt, die Ablehnung, all das gibt es [auch] 2020. Heute zu meiner sexuellen Orientierung zu stehen, ist nicht unanständig oder inszenierte Intimität“, so Beaune weiter. Als Staatssekretär für Europa-Angelegenheiten sei es seine Aufgabe, für mehr Toleranz zu sorgen.
Dazu möchte Beaune Anfang 2021 auch eine der polnischen „LGBTI*-freien Zonen“ besuchen, die er schon kurz nach seiner Amtseinführung vor drei Monaten kritisierte, und sich für das Abtreibungsrecht engagieren. Er kämpfe jedoch nicht gegen die LGBTI*-Hass an, weil er selbst zur Community gehöre: „Es wäre beleidigend zu sagen, dass ich diesen Kampf für mich selbst führe.“