Keine Lizenz zum Adoptieren Trump will weitere LGBTI*-Diskriminierung
Das US-amerikanische Justiz-Ministerium überreichte kürzlich eine 35-seitige Kurzdarstellung an den Obersten Gerichtshof. Diese sollte das Gericht davon überzeugen, zugunsten der Catholic Social Services (CSS) zu entscheiden. Diese in Philadelphia angesiedelte Adoptionsagentur besteht darauf, dass es ihr nach dem Ersten Zusatzartikel der Verfassung erlaubt sein sollte, gleichgeschlechtliche Paare abzulehnen. Bereits zwei untere Gerichtshöfe entschieden laut der Washington Blade gegen CSS. Die Regierung ist an dem Fall nicht beteiligt – das heißt also, dass man die Stellungnahme aus freien Stücken einreichte.
Das Justizministerium erklärt, dass man ein „erhebliches Interesse“ am dem Fall habe. Die Regierung glaube nämlich daran, dass die „Religionsfreiheit“ als höchstes Gut bewahrt werden solle. CSS arbeite nur mit verheirateten heterosexuellen Paaren oder Singles, weil die Agentur daran glaube, dass die Ehe nur zwischen Mann und Frau besteht – alle gleichgeschlechtlichen Paare gelten für sie als unverheiratet. Die Stadt Philadelphia habe gegen die Verfassung verstoßen, weil sie die Religionsfreiheit von CSS missachtet und gezielt christliche Einrichtungen ins Visier genommen habe.