Protest niedergeschlagen LGBTI*-Demonstranten von Polizei verprügelt
Am Dienstag (2. Juni) demonstrierten LGBTI* am Stonewall Inn friedlich gegen Polizei-Brutalität. Der Protest endete blutig, nachdem die Polizei die Demonstrierenden attackierte und ihnen teilweise schwere Verletzungen zufügte. Zu den Verhafteten gehörten auch Jason Rosenberg, der Social-Media-Manager von ACT UP NY, und Marti Gould Cummings, der für den Stadtrat kandidiert. Rosenberg trug einen gebrochenen Arm davon; seine Kopfverletzung musste im Krankenhaus getackert werden. Rosenberg, Cummings und zahlreiche weitere Demonstranten verblieben 11 Stunden lang in Polizeigewahrsam – ohne medizinische Versorgung oder Corona-gerechte Schutzausrüstung.
Tausende hatten sich um 17 Uhr zur Protestaktion versammelt. Die meisten verließen den Platz vor der von Bürgermeister Bill De Blasio (Demokraten) verhängten Ausgangssperre ab 20 Uhr. Kurz nach der Sperrstunde griff die Polizei an: Zeugen berichten von Fausthieben, Tritten und Schlagstock-Schlägen. „So etwas habe ich noch nie in meinem Leben gesehen“, so Demonstrant Evan Catlett gegenüber Gay City News über den Protest einen Tag zuvor, der ebenfalls niedergeschlagen wurde.