Bärbel Bas bedankt sich persönlich bei Julian F. M. Stoeckel für dessen Zuspruch nach ihrem Rücktritt. Der Entertainer veröffentlichte am Mittwoch ein älteres gemeinsames Foto auf Instagram und würdigte die SPD-Politikerin. Bas antwortete mit einem herzlichen Dank – und erinnerte an ihre Begegnungen.
Ein Dank auf Instagram
Stoeckel lobte Bas als zugänglich und sympathisch. Gerade angesichts von Hass und Bösartigkeit bedauere er ihren Rückzug. Wie BILD berichtet, reagierte die frühere Arbeitsministerin direkt unter dem Beitrag: „Herzlichen Dank. Es hat mich immer sehr gefreut, wenn wir uns getroffen haben.“ Ihre kurzen Gespräche seien stets angenehm gewesen.
Die beiden kennen sich von mehreren Begegnungen in Berlin. Bereits im Mai hatte Stoeckel ein Foto mit Bas vom Flughafen BER geteilt und sie sogar als mögliche nächste Kanzlerkandidatin der SPD ins Gespräch gebracht. Seine aktuelle Würdigung knüpft an diese persönliche Wertschätzung an.
Lob über Parteigrenzen hinweg
Bemerkenswert ist der politische Hintergrund des Entertainers: SCHWULISSIMO berichtete im April 2024 über Stoeckels Eintritt in die Berliner CDU. Schon zuvor hatte er öffentlich für Kai Wegner geworben und Veranstaltungen des CDU-Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf besucht. Seine damalige Parteientscheidung stand damit bereits länger im Raum.
Nun gilt sein Zuspruch einer Sozialdemokratin, deren Abschied einen Streit zwischen den Koalitionspartnern ausgelöst hat. Bas hatte bei ihrem Rücktritt auch öffentliche Angriffe aus Unionsreihen kritisiert. Bundeskanzler Friedrich Merz wies diesen Vorwurf zurück. Stoeckels persönliche Würdigung ist allerdings keine Erklärung zu diesem Koalitionskonflikt.
Eine Verbündete der Community
Bas hat sich wiederholt für die Rechte und Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Menschen eingesetzt. Im Interview mit SCHWULISSIMO erklärte sie 2024 als damalige Bundestagspräsidentin: „Mein Engagement für die queere Community ist ein Engagement für Gleichberechtigung.“ Sie verwies auf die Charta der Vielfalt für den Bundestag, Regenbogenfahnen am Reichstagsgebäude und ihre Teilnahme an CSDs in Berlin, Köln und Duisburg.
Auch den zunehmenden Anfeindungen im Netz widmete sie sich. Bas forderte, queere Menschen zu schützen, und warnte davor, die Demokratie als selbstverständlich anzusehen. Für sie gehörten Respekt und Begegnungen auf Augenhöhe zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Das Mandat bleibt
Am 12. Oktober hatte Bas ihren Rücktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Co-Vorsitzende erklärt. Nach dem Tod ihrer Stieftochter brauche sie Zeit für ihre Trauer. Ihr Bundestagsmandat für Duisburg behält sie. Der Rückzug aus Regierung und Parteispitze bedeutet damit keinen vollständigen Abschied aus der Politik.
Das Wichtigste im Überblick
- Julian F. M. Stoeckel würdigt Bas auf Instagram; sie bedankt sich persönlich.
- Der Entertainer war 2024 in die CDU eingetreten.
- Bas hat Ministeramt und SPD-Co-Vorsitz abgegeben, behält aber ihr Bundestagsmandat.
- Die Politikerin engagierte sich als Bundestagspräsidentin für die LGBTIQ+-Community.