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TikTok sperrt Erotik-Star Streit um LGBTIQ+-Aussagen rund um Jake Andrich

Von ms - 07.09.2026 - 16:00 Uhr
TikTok sperrt Erotik-Star
Foto: X / jakipz
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Der kanadische OnlyFans-Creator Jake Andrich (29) ist nach kontroversen Äußerungen über die LGBTIQ+-Community jetzt von TikTok gesperrt worden. Andrich, der im Internet vor allem unter dem Namen „jakipz“ bekannt ist, hatte mehr als 14 Millionen Follower auf der Plattform, bevor sein Account nun entfernt wurde. Der gutgebaute Kreative gehört zu den erfolgreichsten bisexuellen Online-Stars, die sich zumindest bisher in der schwulen Community besonderer Beliebtheit erfreuen. Sehr gerne präsentiert er dabei seine körperliche Vorzüge. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Der OnlyFans-Creator Jake Andrich ist von TikTok gesperrt worden.
  • Sein Account hatte zuvor mehr als 14 Millionen Follower.
  • Vorausgegangen waren kontroverse Äußerungen über die LGBTIQ+-Community in einem Livestream.
  • Andrich weist den Vorwurf zurück, homophob zu sein.
  • Er sagt, Menschen sollten unabhängig von Sexualität, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit als Individuen beurteilt werden.

Kritik an mangelnder Unterstützung

Der Sperre waren Äußerungen Andrichs während eines Livestreams vorausgegangen. Ein Zuschauer hatte ihn gefragt, ob er LGBTIQ+-Menschen unterstütze. Andrich antwortete: „Nicht besonders.“ Anschließend stellte er infrage, ob LGBTIQ+-Menschen einen großen Teil seiner Zuschauerschaft ausmachten. Ausschnitte des Gesprächs wurden anschließend im Internet verbreitet. Der ebenfalls im Erotikbereich tätige Content-Creator Timothy Champagne reagierte darauf und verwies auf die schwule Anhängerschaft Andrichs. „Wenn du dir den Kommentarbereich unter irgendeinem seiner Beiträge ansiehst, sind es größtenteils schwule Männer. Ich habe zu diesem Typen aufgeschaut. Wir haben wahrscheinlich einen großen Teil derselben Zielgruppe. Mein Publikum besteht zu 99 Prozent aus schwulen Männern. Wenn du die LGBTIQ+-Community also nicht unterstützt und in diesem Beruf tätig bist, ist das absolut verrückt.“

Andrich reagierte später mit einem Video auf die Kritik. Er wies den Vorwurf zurück, homophob zu sein, und erklärte, er habe lediglich seine ursprüngliche Aussage in einen größeren Zusammenhang stellen wollen: „Natürlich bin ich verdammt noch mal nicht homophob, das ist der dümmste Scheiß überhaupt. Hast du gesehen, was ich in den letzten zehn Jahren als Nummer-eins-Persönlichkeit im Bereich der männlichen Erotik gemacht habe? Wenn du das wirklich glaubst, hast du nur eine einzige Gehirnzelle.“  Auch auf X äußerte sich Andrich zu dem verbreiteten Ausschnitt. Er behauptete, dieser sei „bis zum Gehtnichtmehr bearbeitet und zusammengeschnitten“.

Menschen als Individuen beurteilen

Andrich erklärte anschließend, er lehne es grundsätzlich ab, Menschen allein aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe zu unterstützen oder abzulehnen. Entscheidend sei für ihn der einzelne Mensch und nicht dessen Sexualität, Religion oder ethnische Zugehörigkeit. „Ich habe erklärt, dass es mir persönlich egal ist, welcher Religion, ethnischen Gruppe, welchem Geschlecht oder welcher Sexualität jemand angehört. Ich unterstütze einen Menschen nicht automatisch aufgrund der Gruppe, der er angehört, sondern aufgrund der Person, die er als Individuum ist.“ Andrich verwies zudem auf seine eigene sexuelle Orientierung: „Ich selbst fühle mich zu beiden Geschlechtern hingezogen, aber ich würde von niemandem erwarten, dass er mich aufgrund dessen unterstützt, was mich erregt.“ Auf X folgen dem Kanadier über 2,5 Millionen Menschen, auf YouTube weitere 560.000 Follower. 

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