Rebecca Blacks neues Album „Von schwulen Menschen gemacht“
Die US-Sängerin Rebecca Black meldet sich mit einem neuen Album zurück. Mit „Age of the Exhibitionist“ veröffentlichte sie in diesen Tagen ihr zweites Studioalbum und setzt dabei auf eine Mischung verschiedener Genres und eine deutlich homosexuelle Ausrichtung.
Das Wichtigste im Überblick
- Rebecca Black veröffentlichte soeben ihr zweites Album „Age of the Exhibitionist“.
- Die Sängerin verbindet darauf unterschiedliche Musikrichtungen mit einer offen queeren Ausrichtung.
- Black sagt, große Teile ihres musikalischen Umfelds seien „von schwulen Menschen für schwule Menschen gemacht“.
- Seit ihrem Coming-Out im Jahr 2020 spricht sie offen über ihre Sexualität, Beziehungen und ihre Wahlfamilie.
- Mit „Exhibitionism on Tour – Rebecca Black as: Miss Delicious“ geht Black auf Nordamerika-Tournee.
- Sie will mit ihren Konzerten einen Raum schaffen, in dem sich Menschen willkommen und nicht fehl am Platz fühlen.
- Black weist Kritik zurück, wonach offen queere Musik Künstler auf eine bestimmte Zielgruppe festlege.
Unabhängige Künstlerin
Black wurde bereits als Jugendliche durch ihren Song „Friday“ weltweit bekannt. Das Lied entwickelte sich zu einer viralen Sensation, als soziale Medien noch vergleichsweise neu waren. Inzwischen hat sich die Sängerin als Künstlerin weiterentwickelt und ihre queere Identität zu einem offenen Bestandteil ihrer Arbeit gemacht. Zum neuen Album gehören auch begleitende Musikvideos, in denen unter anderem Männer zu sehen sind, die sich küssen. Black betonte, dass sie als unabhängige Künstlerin großen Wert darauf legt, dass ihre Projekte persönlich und eigenständig umgesetzt werden.
„Ich möchte, dass wirklich jedes einzelne Teil von allem eine Bedeutung hat, besonders als unabhängige Künstlerin. Ich finanziere alles selbst! Es basiert auf vielen Gefälligkeiten und wird aus ganz viel Liebe für das Handwerk finanziert – nicht nur aus Liebe zu mir, sondern zu allen, die daran beteiligt sind. Es ist wichtig, dass ich das Beste daraus mache“, so Black. Seit ihrem Coming-Out im Jahr 2020 spricht sie öffentlich über ihre Sexualität, ihre Beziehungen und die Wahlfamilie, die sie nach eigenen Angaben dabei unterstützt, sich in der Musikindustrie zurechtzufinden.
„Von Schwulen für Schwule gemacht“
Black beschreibt auch die Bedeutung homosexueller Menschen für ihre Arbeit. Dabei geht es ihr nicht nur um persönliche Beziehungen, sondern auch um die Menschen, die an ihren musikalischen Projekten beteiligt sind. „So viel von dem, was ich mache, wird von Gays für Gays gemacht. Jede Entscheidung, die getroffen wird! Sie wird von Menschen getroffen, die diese Branche lieben und das lieben, was wir tun. Ich möchte, dass Menschen eine Show betreten und das Gefühl haben, dass ich ihnen die Türen geöffnet habe. Deshalb mache ich, was ich mache. Ich würde niemals wollen, dass jemand hereinkommt und sich fehl am Platz fühlt.“ Dieses Konzept soll sich auch auf ihre bevorstehende Tournee durch Nordamerika übertragen. Die Konzertreise trägt den Titel „Exhibitionism on Tour – Rebecca Black as: Miss Delicious“.
Black wehrt sich gegen Vorwurf
Dass offen queere und homosexuelle Musik automatisch eine Künstlerin auf ein bestimmtes Publikum festlegt, weist Black zurück. Sie sieht gerade in der eigenen queeren Ausdrucksweise eine Möglichkeit, einen individuellen Stil zu entwickeln. „Ich glaube, dass es diesen Widerstand gibt, den jeder Künstler erlebt, der unverblümt queere Dinge macht – den Vorwurf, dass man dadurch in eine Schublade gesteckt wird. Nein! Du brauchst Farbe, um dein Eigenes zu erschaffen. Genau das bedeutet dieses Album für mich.“ Black verbindet damit auch konkrete Erwartungen an ihr Publikum. „Ich hoffe, die Menschen genießen es. Ich hoffe, sie schwitzen, ich hoffe, sie ficken, ich hoffe, sie tun alles, was sie tun müssen. Auf dieser Platte gibt es wirklich einen Song für alles.“ Damit versteht Black ihr neues Album nicht nur als musikalische Veröffentlichung, sondern auch als Ausdruck ihrer persönlichen und queeren Identität.