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Ricky Martin in Venedig Neuer Film bei den Filmfestspielen vorgestellt

Von ms - 08.09.2026 - 12:00 Uhr
Ricky Martin in Venedig
Foto: IMAGO / Avalon.red
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Ricky Martin ist in Venedig einmal nicht in erster Linie als Popstar aufgetreten. Bei den Filmfestspielen stellte der 54 Jahre alte Sänger aus Puerto Rico nun seinen neuen Film „Overboard“ vor. Das Werk trägt im Original den Titel „Hombre al agua“ und wurde von Gael García Bernal (Y tu mamá también – Lust for Life) inszeniert. Martin übernimmt in dem Film die Rolle des Roby. Darüber hinaus ist er als ausführender Produzent an dem Projekt beteiligt. Mit seinem Auftritt in Venedig präsentierte sich der Sänger damit auch als Schauspieler.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ricky Martin hat bei den Filmfestspielen von Venedig den Film „Overboard“ („Hombre al agua“) vorgestellt.
  • Der 54-jährige Sänger aus Puerto Rico spielt darin die Figur Roby und ist zugleich ausführender Produzent.
  • Regie bei dem Film führte der mexikanische Schauspieler und Regisseur Gael García Bernal.
  • Für Martin ist es die erste Rolle seit mehr als zwei Jahrzehnten, die er vollständig auf Spanisch spielt.
  • Seine Beteiligung an dem Projekt wurde lange geheim gehalten und erst mit dem Trailer vor rund zwei Wochen öffentlich.
  • Bernal hatte Martin schon früh für die Rolle vorgesehen, hielt die Idee aber zunächst für kaum umsetzbar.
  • Aus Martins Begeisterung für das Projekt entwickelte sich zusätzlich sein Engagement als ausführender Produzent.
  • Parallel zu seiner Filmarbeit setzt Martin seine internationale Konzerttournee fort.

Überraschung auf dem roten Teppich

Eine Besonderheit des Films ist die Sprache. Martin spielt seine Rolle vollständig auf Spanisch. Es ist damit seine erste entsprechende Rolle seit mehr als 20 Jahren. Dass der Musiker überhaupt Teil der Besetzung sein würde, war lange nicht bekannt. Seine Mitwirkung wurde zunächst geheim gehalten. Erst der vor rund zwei Wochen veröffentlichte Trailer machte seine Beteiligung öffentlich. Wie es zu der Zusammenarbeit kam, hatte Gael García Bernal zuvor dem US-Branchenmagazin Deadline erzählt. Martin sei für ihn ein besonders glücklicher Zufall gewesen, erklärte der mexikanische Regisseur. Er habe den Sänger von Beginn an für die Rolle im Kopf gehabt.

Gleichzeitig sei ihm die Idee zunächst so ungewöhnlich und nahezu unmöglich erschienen, dass er Martins Namen während eines großen Teils der Entwicklungsphase des Films nicht öffentlich gemacht habe. Erst kurz vor Beginn der Dreharbeiten im mexikanischen Mérida nahm das Vorhaben konkrete Gestalt an. Die Rolle habe lediglich einen einzigen Drehtag umfasst, sagte Bernal. Deshalb habe sich das Team immer wieder damit beruhigt, dass man schon jemanden dafür finden werde. Schließlich besorgte sich der Regisseur Martins Telefonnummer und rief ihn an. Noch bevor er das gesamte Filmprojekt habe erklären können, habe der Sänger spontan zugesagt. Martins Antwort laut Bernal: „Was immer du willst.“

Begeisterung führt zu weiterer Aufgabe

Bernal berichtete zugleich positiv über Martins Verhalten während der Dreharbeiten. Der Sänger sei mit großer Offenheit und Großzügigkeit zum Set gekommen und habe sich vollständig auf die Atmosphäre des Films eingelassen. Auch den Humor seiner Figur habe Martin verstanden, so Bernal. Am Ende sei der Sänger zu einem der wichtigsten Unterstützer des Projekts geworden. Seine zusätzliche Funktion als ausführender Produzent habe sich nach Bernals Darstellung daraus beinahe automatisch entwickelt. Martins Begeisterung für den Film habe dazu geführt, dass er sich über seine Schauspielrolle hinaus in das Projekt einbrachte.

Martin selbst äußerte sich gegenüber Deadline dankbar über die Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Er betonte dabei insbesondere Bernals Fähigkeiten als Schauspieler, Autor und Regisseur: „Es ist stets eine Ehre, die Gelegenheit zu haben, an der Seite von Gael García Bernal zu arbeiten – einem der talentiertesten Schauspieler, Autoren und Regisseure seiner Generation. Ich bin hier, um in einer kleinen Rolle mein Bestes zu geben, doch mit Gael erreicht alles ein ganz neues Niveau.“

Filmprojekt neben der Konzerttournee

Für Martin fällt der Kinofilm in eine ohnehin arbeitsreiche Zeit. Während „Overboard“ in Venedig vorgestellt wurde, läuft auch seine internationale Tournee weiter. Weitere Konzerte des Sängers stehen bereits auf dem Programm. Martin war zuletzt auch bei einem Streamingdienst zu sehen. Er gehörte zum Ensemble der mit einem Emmy ausgezeichneten Apple-TV-Serie „Palm Royale“. Mit „Overboard“ kehrt er nun zu einer spanischsprachigen Schauspielrolle zurück – und verbindet diese zugleich mit einer neuen Aufgabe hinter der Kamera als ausführender Produzent.

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