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Kolumbien schickt Rains Over Babel ins Oscar-Rennen
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"Rains Over Babel" Kolumbien schickt queeren Fantasyfilm ins Oscar-Rennen

kw - 26.08.2026 - 17:30 Uhr
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Kolumbien hat am 24. August 2026 mit „Rains Over Babel“ von Gala del Sol seinen offiziellen Beitrag für den Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Film“ bekannt gegeben. Der mehrfach preisgekrönte queere Fantasyfilm wurde zuvor bereits ausgewählt, Kolumbien bei den spanischen Premios Goya 2027 zu vertreten. Für Cineasten mit Interesse an queeren Perspektiven und ästhetischem Experiment markiert die Entscheidung einen bemerkenswerten Moment im internationalen Festivalzirkus.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Kolumbien nominiert „Rains Over Babel“ für den Auslands-Oscar 2027.
  • Der Film stammt von Regisseurin Gala del Sol und feierte 2025 beim Sundance Festival Premiere.
  • Das Werk lief bereits auf Festivals in Rotterdam, Málaga und San Francisco.
  • Im Mittelpunkt steht ein Seelenfänger, dessen Wege sich mit diversen Figuren aus der queeren Community kreuzen.
  • In Deutschland kam der Film im Februar 2026 in die Kinos.

 

Exzentrische Odyssee einer queeren Seelenlandschaft

Das Rennen um den wichtigsten internationalen Filmpreis erfährt mit Gala del Sols Debüt aus Kolumbien einen frischen Impuls. „Rains Over Babel“ entfaltet eine Bilderwelt, die auf Dantes „Göttlicher Komödie“ zurückgreift, jedoch sämtliche altbekannten Pfade verlässt. Verstörend wild und voller Fantasie folgen Zuschauerinnen und Zuschauer einem Seelenfänger, der am Rande seiner Existenz Vertragsfristen, Schuld und Erlösung verhandelt. In einer atemberaubenden cineastischen Geisterwelt stößt er auf eine Dragqueen, die mit ihrer streng religiösen Herkunft ringt, und einen Geist, der nach seinem Körper sucht. Die Figurenkonstellation hebt gängige Genregrenzen auf und setzt queere Identitäten ins Zentrum des existenziellen Dramas.

 

Festivalerfolge, Kritikerlob und Symbolkraft

Seit seiner Premiere 2025 beim Sundance Film Festival hat „Rains Over Babel“ eine breite internationale Resonanz ausgelöst. Nach Angaben des Verleihs Cinemien, der die Auswahl der kolumbianischen Filmakademie kommunizierte, war der Film bereits auf renommierten Festivals in Rotterdam, Málaga und San Francisco zu sehen. In Deutschland startete das Werk im Februar 2026 regulär im Kino und entwickelte sich rasch zum Geheimtipp der queeren Filmszene. Auf Bewertungsplattformen wie Rotten Tomatoes summieren sich laut dort aufgeführten Kritiken rund 92 Prozent Zustimmung. Der von starken Farben, surrealer Ausstattung und dunklen Humor getragene Film wurde wiederholt für sein innovatives Storytelling ausgezeichnet.

 

Queeres Kino im globalen Rampenlicht

Die Entscheidung, „Rains Over Babel“ ins Oscar-Rennen zu schicken, steht für den festen Willen, queere Stoffe und innovative Erzählformen international sichtbar zu machen. Kolumbien unterstreicht damit seine Ambition, mit Kunstwerken jenseits klassischer Narrative Präsenz zu zeigen. Regisseurin Gala del Sol gelingt dabei etwas Seltenes: Sie verbindet symbolträchtige Motive mit einer schonungslosen Abbildung marginalisierter Lebensrealität. Konkrete Wirkung dürfte die Sichtbarkeit solch eigenwilliger Filme gerade im lateinamerikanischen Raum entfalten, nicht zuletzt als Zeichen für mehr Diversität im kommerziellen Kino.

Wann die Academy of Motion Picture Arts and Sciences das offizielle Bewerberfeld veröffentlicht und ob „Rains Over Babel“ in die engere Oscar-Auswahl gelangt, wird im Herbst 2026 erwartet. Bis dahin bleibt das Werk einer der spannendsten Beiträge der kommenden Saison, der seine Wirkung bereits auf Leinwänden weltweit entfaltet hat.

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