Queerer Kultklassiker "Priscilla"-Sequel mit verstorbenem Terence Stamp per CGI
Die Nachricht kam in der Art einer filmreifen Wendung im späten Sommer 2026: Stephan Elliott wird das Sequel zum Kultklassiker „Priscilla, Königin der Wüste“ drehen. Der Start der Dreharbeiten wurde für 2027 angekündigt. Besonders bewegend: Die 2025 verstorbene Trans-Figur Bernadette, gespielt von Terence Stamp, wird dank bereits gedrehter Szenen und moderner CGI zum letzten Mal zurückkehren. Das Sequel nimmt den Generationendialog im queeren Kino beim Wort und geht neue Wege im Umgang mit ikonischem Vermächtnis.
Das Wichtigste im Überblick
- Stephan Elliott plant für 2027 die Dreharbeiten zu „Priscilla 2, Königin der Wüste“
- Terence Stamp hat vor seinem Tod 2025 noch Szenen als Bernadette abgedreht
- Die Fertigstellung erfolgt mithilfe digitaler Technologie und CGI
- Guy Pearce und Hugo Weaving kehren in ihren Originalrollen zurück
- Der Film thematisiert das Älterwerden im queeren Kontext und setzt Stamp ein einzigartiges Denkmal
Dreharbeiten bestätigt: Priscilla fährt wieder los
Seit Jahren rankten sich Gerüchte um eine Rückkehr der legendären Drag-Queens in den australischen Outback. Nun ist es Gewissheit, wie Guy Pearce bei einem Fernsehauftritt bekannt gab. Im Jahr 2027 sollen die Kameras rollen. Hugo Weaving und Pearce selbst werden neben Stephan Elliott nochmals vor der Kamera stehen und das queere Roadmovie-Genre aufs Neue interpretieren. Für die Fans eröffnet sich damit ein seltener Kino-Moment: Die Verschmelzung von Nostalgie und technischer Innovation.
Letzter Auftritt: Bernadette lebt digital weiter
Der Verlust von Terence Stamp im Jahr 2025 schien dem Projekt zunächst den Stecker zu ziehen. Doch nach Informationen des US-Branchenblatts Deadline hatte Stamp bereits Schlüsselszenen als Bernadette Bassenger abgedreht. Die restlichen Einstellungen werden über CGI und sogenannten Deepfake-Technologien ergänzt. Elliott erklärte dazu, er plane, Stamps Gesicht auf den Körper einer sorgfältig gecasteten Doppelgängerin zu projizieren. Für die Filmwelt bedeutet dies einen Pionierschritt im Umgang mit Abschied und Vermächtnis.
Generationenwechsel und neue Themen auf der Leinwand
Regisseur Elliott betonte, dass das Sequel nicht nur von Glitzer, schrillen Outfits und scharfen Pointen erzählen werde. Der Film widmet sich erstmals dem Altern und den Erfahrungen älterer queerer Menschen. Elliott verarbeitet laut eigenen Angaben persönliche Erlebnisse mit Terence Stamp und verleiht so einem Tabu im Mainstream-Kino Stimme und Sichtbarkeit. Damit rückt „Priscilla 2“ weit über die queere Community hinaus in einen universellen Kontext von Erinnern, Altern und Weitergeben.
Offene Frage: Wann kommt das Comeback ins Kino?
Mit Drehbeginn 2027 und einer geplanten Veröffentlichung im Folgejahr bleibt für Cineasten noch ein wenig Geduld gefragt. Produktionsfirma und Verleih machten deutlich, dass Qualität und Respekt gegenüber den Stars an erster Stelle stehen. Das konkrete Veröffentlichungdatum steht noch aus. Sicher ist: Der queere Kultfilm „Priscilla, Königin der Wüste“ schreibt Filmgeschichte neu.