Direkt zum Inhalt

"Lächerlich" laut Sage Steele Ex-Moderatorin verspottet Torontos nicht binäres Maskottchen

Von mr - 25.08.2026 - 12:00 Uhr
News-Sprecherin verspottet Torontos nicht binäres Maskottchen
Foto: © IMAGO / ZUMA Press
ANZEIGE
Loading audio player...

Die frühere Moderatorin Sage  Steele des Sportsenders ESPN hat die Vorstellung des neuen nicht-binären Maskottchens des Damen-Basketball-Teams Toronto Tempo als "lächerlich" verurteilt. Die Vorstellung des Maskottchens namens Dez fand am Abend des 18. August 2026 bei einem Heimspiel gegen Indiana Fever statt und hat eine Debatte über Inklusion, Marketingstrategie und politische Statements im Sport neu entfacht. Steele nahm das Maskottchen als Symbol einer selbstgerechten Darstellung von Vielfalt wahr und bezeichnete die Inszenierung als "verzweifelten Versuch", inklusive Werte zu beweisen.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Ex-ESPN-Moderatorin Sage  Steele kritisierte das Toronto-Tempo‑Maskottchen Dez öffentlich auf der Plattform X als „lächerlich“ und „verzweifelten Versuch, inklusiv zu wirken“.
  • Toronto Tempo hatten am 18. August 2026 am Scotiabank Arena bei einem Spiel gegen die Indiana Fever zwei Maskottchen vorgestellt – Dez, eine nicht-binäre Schildkröte mit she/they‑Pronomen, sowie Dot, ein Hase mit she/her‑Pronomen.
  • Die Enthüllung erfolgte zeitgleich mit dem Auftritt von Indiana-Spielerin Sophie Cunningham, die zuvor kontrovers in der Debatte um trans* Athletinnen Stellung bezogen hatte.
  • Toronto Tempo verteidigt das Konzept als Ausdruck kanadischen Identität und gewollter Balance aus Ruhe (Dez) und Energie (Dot).

 

Steiniger Empfang im Netz

Steele postete am 22. August 2026 auf X: „Wenn euer Maskottchen eine ‚maskuline, nicht-binäre Borealis-Blauschildkröte ist, die die Pronomen sie/they verwendet und eine Vorliebe für Softshell-Tacos hat‘ … dann verdient ihr es, ausgelacht zu werden … einfach für euren verzweifelten Versuch, eure Inklusivität zu beweisen. Lächerlich @TempoBasketball @WNBA.“ Damit reagierte sie unmittelbar auf die offiziellen Beschreibungen des Maskottchens. Die Wortwahl lenkt die Aufmerksamkeit unmittelbar auf die Frage, ob die Marketinginszenierung Inklusivität oder Provokation darstellt.

 

Kontext der Enthüllung

Die Vorstellung von Dez und Dot fand am selben Abend statt, an dem Sophie Cunningham mit den Indiana Fever in Toronto zu Gast war. Cunningham war zuvor durch Aussagen aufgefallen, trans* Frauen aus Frauenligen ausschließen zu wollen – dies hatte eine breite Kontroverse innerhalb der WNBA ausgelöst. Die zeitgleiche Einführung des Maskottchens erschien vielen Beobachterinnen und Beobachtern als bewusste Positionierung des Tempo Teams im aktuellen trans* Athletinnen-Konflikt.

 

Aussage der Tempo‑Macherin

Whitney  Bell, Marketingchefin der Tempo Mannschaft, erklärte unterdessen, die Figuren sollten „unverkennbar Tempo" darstellen und ihre Botschaften - Ruhe und Energie in Balance - seien tief verwurzelt in der  Identität als kanadisches Team. Dez und Dot verkörperten somit unterschiedliche Herangehensweisen: Dez als ruhige und bedachte, Dot als energiegeladene Sportlerin. Dieser Kontrast wurde bewusst als Spiegel des Teamnamens gewählt. Damit betont Toronto Tempo, dass es sich um eine kulturell bewusste Inszenierung handelt – nicht um einen gezielten Angriff.

 

Breitere Reaktionen

Neben Steele äußerten auch andere medial einflussreiche Stimmen Kritik. Einige sahen in der Vorstellung eine politische Provokation, die über die eigentliche Funktion eines Maskottchens hinausgehe. Toronto Tempo wiederum hält an der beabsichtigten Symbolik fest und präsentiert das Duo weiterhin bei Spielen und in sozialen Medien.

Die weitere Wirkung dieses Markenzeichens wird sich in der Resonanz bei Fans, Sponsoren und weiteren Beobachtenden zeigen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

tazNeue ZDF-Serie: Das Geisterhaus im SchwarzwaldhessenschauTanzen gegen die Einsamkeit: Ein Ort, an dem sich queere Menschen nicht erklären müssenBerliner MorgenpostDie Sehnsucht im Italien der bleiernen Jahre: „Buch der Träume“WDRComing-Out-Days: Queeres Leben auf dem LandAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Frankreich verbietet Dickpics

Hohe Strafen für Penisfotos

Frankreich will ungefragt verschickte Penisfotos unter Strafe stellen. Schon ein einziges Bild könnte künftig 15.000 Euro kosten, auch bei Dating-Apps
Schuluniformen in Pornos

Verbot in Großbritannien gefordert

In England wird über eine Petition debattiert, die Schuluniformen aus Pornofilmen verbannen und damit Jugendliche vor Sexualisierung schützen soll.
Justin Lui zieht Bilanz

Schwuler Olympionike hört auf

Der offen schwule Volleyball-Olympionike Justin Lui beendet seine Nationalmannschaftskarriere und blickt stolz auf sein Coming-Out zurück.
Coming-Out im Wandel

Schwul sein ohne Versteckspiel

Zwischen Angst und Selbstverständlichkeit: Das Coming-Out schwuler Männer hat sich in 30 Jahren grundlegend verändert.
Krise unter US-Jugendlichen

Queere Jugendliche ohne Zuhause

Junge LGBTIQ+-Menschen in den USA sind mehr als doppelt so häufig von Wohnungslosigkeit betroffen. Experten fordern jetzt bessere Hilfen.
Nackt durch Vice City

GTA 6 zeigt nackten Helden

Ein neuer GTA-6-Leak zeigt Hauptfigur Jason völlig nackt in Vice City. Rockstar bestätigt jetzt Nacktszenen für das kommende Spiel.
Heiratsantrag am Leuchtturm

Schwule Volleyballstars sagen Ja

Die schwulen Beachvolleyballer Tim Brewster und Kyle Friend haben sich verlobt. Der Heiratsantrag fand an einem Leuchtturm in Maine statt.
Gen Z altert schneller

Studie zeigt beschleunigtes Altern

Neue Studien deuten darauf hin, dass die queer-affine Gen-Z biologisch schneller altert. Die Hintergründe dafür sind noch nicht final erklärt.
Proteste gegen Harry Potter

Aktion gegen Lichter-Show in London

Aktivisten fordern ein Verbot der Harry-Potter-Weihnachtsbeleuchtung in London. Grund ist die Kritik an J. K. Rowlings Haltung zu trans* Rechten.