Krisenjahre bei O’Donnell Neues Lebensglück in Irland
Die Komikerin und Schauspielerin Rosie O’Donnell (64) spricht über die psychischen Folgen ihrer jahrzehntelangen öffentlichen Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump – und ihrem neuen Leben in Irland.
Das Wichtigste im Überblick
- Rosie O’Donnell sagt, der langjährige öffentliche Konflikt mit Donald Trump habe traumatische Folgen für sie gehabt.
- Die Auseinandersetzung zwischen der Komikerin und Trump begann 2006.
- O’Donnell lebt seit 2025 in Irland und beschreibt den Abstand als hilfreich.
- Die Schauspielerin tritt weiterhin auf und arbeitet auch in den USA.
Verrückte Fehde mit Trump
„Es ist für mich wie eine posttraumatische Belastungsstörung“, sagte O’Donnell dem People Magazin. „Wenn man bedenkt, dass er mich seit 20 Jahren als Pointe benutzt.“ Der Streit zwischen beiden begann 2006, als O’Donnell während ihrer Zeit als Moderatorin der US-Talkshow „The View“ Trumps „moralischen Kompass“ kritisierte. Trump reagierte darauf und bezeichnete O’Donnell unter anderem als „Frau außer Kontrolle“. Danach entwickelte sich eine öffentliche Fehde, die über Jahre anhielt. Im vergangenen Jahr drohte Trump zudem damit, O’Donnell die US-Staatsbürgerschaft zu entziehen, weil sie „nicht im besten Interesse unseres großartigen Landes“ sei.
O’Donnell sagte, die Geschichte ihrer Beziehung zu Trump würde selbst als Film kaum glaubwürdig wirken. „Wenn man das als Film geschrieben hätte, eine Stand-up-Komikerin macht sich über einen Reality-Show-Moderator lustig, der ein großspuriger Idiot ist, und er wird am Ende Präsident, und dann hört er 20 Jahre lang nicht auf, über sie zu reden, wäre es unglaublich. Und die Tatsache, dass es mein Leben ist, ist sehr verrückt.“
Umzug nach Irland
O’Donnell zog im Januar 2025 nach Irland, nachdem Trump seine zweite Amtszeit begonnen hatte. Dort habe sie nach eigenen Angaben ein ruhigeres Leben gefunden. Sie sagte, sie genieße Spaziergänge durch die Stadt und freue sich darüber, dass ihr nicht-binäres Kind Clay, eines ihrer fünf Kinder, sich gut entwickle. Zudem habe sie Arbeit im irischen Fernsehen in Aussicht. Clay habe zudem Veränderungen an der eigenen Mutter bemerkt: „Ich bin weicher geworden, denke ich, als Ergebnis davon, dort zu sein, wegen der Begrüßung, die wir erhalten haben, und weil ich nicht ständig mit Nachrichten über den aktuellen Präsidenten bombardiert werde.“ Der Abstand habe ihr geholfen, „mich selbst zurückzugewinnen, wer ich war, bevor all das passiert ist“, so O’Donnell. Gleichzeitig sei es „sehr seltsam“, dass „angeblich der mächtigste Mann der Welt“ ihr größter Gegner sei.
Weitere Auftritte geplant
Diesen Sommer hält sich O’Donnell wieder in New York auf. Dort tritt sie mit ihrer Ein-Personen-Show „Common Knowledge“ auf. Außerdem wird sie ab dem 17. August als Gastmoderatorin bei „Jimmy Kimmel Live!“ auftreten. Anfang des Monats bezeichnete O’Donnell Trump als „immer noch verrückt – und es wird jeden Tag schlimmer“, nachdem er ein KI-generiertes Video veröffentlicht hatte, das sie als Patientin mit dem von Trump-Anhängern verwendeten Begriff „Trump Derangement Syndrome“ darstellte. „Der 25. Zusatzartikel existiert genau aus diesem Grund“, sagte O’Donnell dem britischen Guardian. „Entfernen. Amtsentheben. Verurteilen.“