AFL-Star zeigt schwule Seite Mitch Brown küsst Mann in neuem Musikvideo
Mitch Brown, der erste öffentlich bisexuelle Star der Australian Football League (AFL), steht erneut im Zeichen schwuler Sichtbarkeit im Sport. Der 37-Jährige übernahm eine zentrale und äußerst freizügige Rolle im neuen Musikvideo „Can’t Wait“ des australischen Popkünstlers ANDY.
Das Wichtigste im Überblick
- Mitch Brown wurde 2025 als erster AFL-Star öffentlich als bisexuell bekannt.
- Der 37-Jährige ist nun im neuen Musikvideo zur Single „Can’t Wait“ des australischen Popkünstlers ANDY zu sehen.
- Brown spielt darin den Liebespartner von ANDY.
- Gemeinsam mit ihm tritt der frühere Rugby-League-Spieler Ian Roberts auf.
- Roberts hatte sich 1995 als erster hochkarätiger australischer Sportler öffentlich als schwul geoutet.
- Brown sagt, der Kuss mit einem anderen Mann auf einem Footballfeld habe für ihn eine „schöne Kreisbewegung“ dargestellt.
Küsse auf dem Spielfeld
Das Video verbindet Sport und Popmusik. Brown steht dabei gemeinsam mit dem ehemaligen Rugby-League-Spieler Ian Roberts im Mittelpunkt. Roberts hatte bereits 1995 Geschichte geschrieben: Er war der erste hochkarätige australische Sportler, der sich öffentlich als schwul outete. Brown spielt in dem Video den Liebespartner von ANDY. Für den ehemaligen AFL-Spieler bedeutet die Szene auch eine Verbindung zu seiner eigenen Vergangenheit. Gegenüber Rolling Stone Australia sagte Brown: „Während eines großen Teils meiner Karriere war ich mir sehr bewusst darüber, was ich sagte, wie ich mich verhielt und was die Leute über mich annehmen könnten. Und jetzt stehe ich auf einem Footballfeld – allerdings bei einer anderen Sportart – und küsse für ein Musikvideo einen anderen Mann. Es fühlt sich schön an, als würde sich damit ein Kreis schließen.“
Vorreiter im Sport Down Under
Brown hatte 2025 öffentlich gemacht, dass er bisexuell ist. Damit wurde er zum ersten AFL-Star, der sich öffentlich zu seiner Bisexualität bekannte. Auch für ANDY hatte die Produktion des Videos eine besondere Wirkung. Der Popkünstler sagte: „Ehrlich gesagt, als wir die Szenen drehten und sie uns zum ersten Mal angesehen haben, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. „Ich glaube, jeder konnte spüren, dass wir etwas sehr Reales, sehr Rohes und sehr Schönes kommentierten.“ Das Video setzt damit nicht nur auf eine freizügige Inszenierung, sondern rückt zugleich die Darstellung schwuler Beziehungen im australischen Sportumfeld in den Mittelpunkt. Brown nutzt seinen Auftritt erneut für sichtbare schwule Vielfalt in einer Sportwelt, in der sexuelle Orientierung lange nur selten öffentlich thematisiert wurde – und bis heute vielerorts noch immer ein Tabu darstellt.