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Niederlande sichert Förderung
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Niederlande sichert Förderung Wichtiger Schutz von LGBTIQ+ über Landesgrenzen hinaus

ms - 24.07.2026 - 11:30 Uhr
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Die niederländische Regierung unterstützt die internationale Menschenrechtsarbeit der LGBTIQ+-Organisation COC Netherlands für weitere fünf Jahre. Eine erneuerte Förderzusage soll sicherstellen, dass wichtige Unterstützung für queere Gemeinschaften in einigen der schwierigsten Regionen der Welt fortgesetzt werden kann.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die niederländische Regierung setzt die Förderung der LGBTIQ+-Organisation COC Netherlands für weitere fünf Jahre fort.
  • Die Mittel ermöglichen Menschenrechtsarbeit in mehr als 30 Ländern in Afrika, Asien und Osteuropa.
  • Die Finanzierung war wegen geplanter Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit zunächst unsicher.
  • Die Unterstützung umfasst unter anderem Schutzunterkünfte, Rechtshilfe und den Aufbau lokaler Organisationen.
  • Die COC setzt auf lokale Partner, die eigene Schwerpunkte und Strategien entwickeln.

Niederlande verlängern Förderung

Die Entscheidung wurde von Entwicklungsminister Sjoerdsma für Entwicklungszusammenarbeit bestätigt. Die Finanzierung ermöglicht es der COC, ihre Arbeit in mehr als 30 Ländern in Afrika, Asien und Osteuropa weiterzuführen. Die Fortsetzung der Förderung war allerdings zunächst nicht sicher. Die frühere Regierung unter Ministerpräsident Schoof hatte erhebliche Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit vorgeschlagen. Der ehemalige Minister Klever von der PVV hatte die niederländische Unterstützung für internationale LGBTIQ+-Rechte offen infrage gestellt. Eine parteiübergreifende Initiative unter Beteiligung von VVD, D66, NSC und weiteren Parteien konnte die Mittel jedoch sichern. 

Unterstützung für Aktivisten 

Die Niederlande gehören seit Jahrzehnten zu den wichtigen internationalen Unterstützern der weltweiten Bewegung für LGBTIQ+-Gleichberechtigung. Die Förderung ermöglicht es der COC, ihre Arbeit in Ländern fortzusetzen, in denen queere Menschen häufig Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt sind. „LGBTIQ+-Menschen können in mehr als sechzig Ländern weltweit noch immer strafrechtlich verfolgt werden, und in vielen weiteren Ländern sind wir weiterhin Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt“, sagte COC-Direktorin Marie Ricardo. Sie bezeichnete die Entscheidung der Regierung als entscheidend für „all jene Menschen weltweit, die verfolgt werden und für ihre Menschenrechte kämpfen.“

Von Schutz bis Rechtsberatung

Die Unterstützung der COC richtet sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Regionen und umfasst verschiedene Bereiche. Dazu gehören die Finanzierung von Schutzräumen für Menschen, die wegen Bedrohungen um ihre Sicherheit untertauchen müssen, Unterstützung für Menschen, die aufgrund diskriminierender Gesetze verfolgt werden oder mit Haftstrafen rechnen müssen und der Aufbau lokaler Bewegungsmöglichkeiten. Zudem wird Beratung bei der Finanzierung und Unterstützung lokaler Gruppen auf dem Weg zu langfristiger Eigenständigkeit angeboten. Die COC betont, dass ihre internationale Arbeit auf dem Grundsatz der lokalen Verantwortung basiert. Partnerorganisationen und Aktivisten vor Ort bestimmen demnach selbst, welche Schwerpunkte und Maßnahmen für ihre jeweilige gesellschaftliche und politische Situation notwendig sind.

Dieser Ansatz habe nach Angaben der Organisation zu wichtigen Erfolgen im Bereich der Menschenrechte beigetragen. Von der COC unterstützte lokale Partner waren unter anderem an erfolgreichen Kampagnen beteiligt, die zur Entkriminalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen in Ländern wie Botswana, Rumänien und Bhutan führten. Die erneuerte Finanzierung soll es ermöglichen, diese Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren fortzusetzen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz, gleiche Chancen sowie die Bekämpfung von Gewalt und Ausgrenzung.

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