Sonne ohne Grenzen Urlaub ganz ohne Stoff, Paradiese für schwule Reisende
Sonnencreme statt Badehose: Für viele schwule Urlauber gehört FKK zum perfekten Strandtag einfach dazu. Das US-Magazin Out hat in einer Umfrage unter schwulen US-Männern insgesamt 29 Strände rund um den Globus zusammengestellt, die bei schwulen Reisenden besonders beliebt sind. Manche sind legendäre Treffpunkte der Community, andere begeistern mit spektakulären Landschaften oder einer entspannten Atmosphäre – oft kommt alles zusammen.
Das Wichtigste im Überblick
- Das US-Magazin Out empfiehlt 29 FKK-Strände für schwule Reisende.
- Die Auswahl reicht von Europa über Nord- und Südamerika bis nach Australien, Afrika und in die Karibik.
- Einige Strände sind klassische Gay-Hotspots, andere zeichnen sich durch eine besonders schwulenfreundliche Atmosphäre aus.
- Landschaft, Freiheit und Community stehen bei allen Reisezielen im Mittelpunkt.
Europa bietet die größte Auswahl
Besonders viele Empfehlungen finden sich rund ums Mittelmeer und an Europas Atlantikküste. Auf der spanischen Insel Gran Canaria zählt der Dünenstrand von Maspalomas seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Gay-Hotspots überhaupt. Der abgelegene FKK-Bereich zwischen den Strandkiosken fünf und sechs ist nicht nur zum Sonnenbaden beliebt, sondern auch für seine Cruising-Szene bekannt.
Auch Mykonos gehört mit dem Strand Elia zu den Klassikern. Hinter einer Felsformation mit Regenbogenflagge beginnt der FKK-Bereich, der überwiegend von schwulen Gästen genutzt wird. Wer lieber nach Ibiza reist, findet am Platja des Cavallet sogar einen eigenen textilfreien Abschnitt speziell für schwule Männer.
Nicht fehlen darf Sitges südlich von Barcelona. Der Küstenort gilt seit Jahrzehnten als eines der beliebtesten schwulen Urlaubsziele Europas. Mit Balmins Beach besitzt er zudem seinen bekanntesten FKK-Strand. Ebenfalls in Spanien empfiehlt das Magazin Es Trenc auf Mallorca sowie Mar Bella in Barcelona, das besonders während des Circuit Festivals im August zum Treffpunkt tausender Besucher wird. Portugal ist mit Praia 19 vertreten. Der Strand an der Costa da Caparica ist nur mit einer kleinen Strandbahn erreichbar und gilt unter Kennern als einer der schönsten Gay-FKK-Strände Europas.
Das größte FKK-Resort der Welt
In Frankreich finden sich gleich zwei Empfehlungen: St. Laurent d'Eze an der Côte d'Azur beeindruckt mit seiner spektakulären Felskulisse und einem bekannten Cruising-Bereich. Noch außergewöhnlicher ist Cap d'Agde, das größte FKK-Resort der Welt. Dort gehört Nacktheit praktisch zum Alltag – nicht nur am Strand, sondern auch beim Restaurantbesuch oder auf dem Weg zur Bank. Auch Griechenland schafft es mehrfach auf die Liste. Neben Elia auf Mykonos zählt der abgelegene Red Beach auf Kreta zu den schönsten Orten für textilfreies Sonnenbaden. Wer lieber in den Norden reist, findet in den Niederlanden den Strand von Zandvoort, dessen FKK-Bereich westlich von Amsterdam liegt. Deutschland ist mit Buhne 16 auf Sylt vertreten. Obwohl auf der Nordseeinsel viele Strände FKK erlauben, gilt dieser Abschnitt als Ursprung der dortigen Freikörperkultur.
Nordamerika lockt mit legendären Gay-Stränden
In den USA und Kanada gehören mehrere Strände seit Jahrzehnten zur schwulen Urlaubskultur. Fire Island vor New York ist mit Pines Beach einer der berühmtesten Treffpunkte der Community. Nicht weit von Manhattan entfernt liegt außerdem Gunnison Beach in New Jersey. An der US-Westküste gilt Black's Beach bei San Diego als einer der bekanntesten Gay-FKK-Strände der Welt. In San Francisco empfehlen schwule Amerikaner zudem Baker Beach, während in Florida Haulover Beach nahe Miami zu den wenigen offiziell ausgewiesenen FKK-Stränden zählt. Kanada ist mit Hanlan's Point in Toronto und Wreck Beach in Vancouver vertreten – beide gelten als beliebte Treffpunkte für schwule Reisende.
Traumkulissen rund um den Globus
Auch außerhalb Europas und Nordamerikas finden sich außergewöhnliche Ziele. In Mexiko ist Zipolite Beach der einzige offiziell anerkannte FKK-Strand des Landes und seit Jahren für seine offene, schwulenfreundliche Atmosphäre bekannt. Brasilien ist mit Praia do Abricó bei Rio de Janeiro vertreten. Der etwas abgelegenere Strand verbindet spektakuläre Ausblicke mit einer entspannten FKK-Kultur. In Australien empfiehlt das Magazin gleich zwei Ziele: North Bondi Beach und Lady Jane Beach bei Sydney. Beide zählen zu den beliebtesten Stränden für schwule Naturisten.
Wer das Besondere sucht, findet am Toten Meer in Israel mit Neve Midbar einen der wenigen Orte im Nahen Osten, an denen Nacktbaden legal möglich ist. In Südafrika lockt Sandy Bay bei Kapstadt mit Ruhe und Natur statt Partystimmung. Hawaii ist mit Little Beach auf Maui vertreten. Die kleine Bucht gilt als Paradies für alle, die tropisches Inselgefühl mit einer lockeren FKK-Atmosphäre verbinden möchten. Komplettiert wird die Auswahl durch Orient Bay auf Saint Martin in der Karibik. Das dortige Club Orient Beach Resort bietet Gästen die Möglichkeit, den Urlaub nahezu vollständig ohne Kleidung zu verbringen.
Mehr als nur ein Strandtag
Was alle 29 Reiseziele verbindet, ist nicht allein das textilfreie Sonnenbaden. Viele der Strände sind über Jahrzehnte zu wichtigen Treffpunkten der schwulen Community geworden – Orte, an denen Offenheit, Freiheit und Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Für viele Reisende sind sie deshalb weit mehr als nur schöne Urlaubsziele.