Elternglück für Jens Spahn Debatte um Leihmutterschaft erneut im Fokus
Unions-Fraktionschef Jens Spahn (46) und sein Ehemann Daniel Funke (44) sind Eltern geworden. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf das Paar. Demnach wurde ihr Sohn Georg in den Vereinigten Staaten geboren. Ausgetragen wurde das Kind von einer Leihmutter.
Das Wichtigste im Überblick
- Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke sind Eltern eines Sohnes geworden.
- Der Junge mit dem Namen Georg wurde in den USA von einer Leihmutter ausgetragen.
- Das Paar bestätigte die Geburt laut Bild-Zeitung und veröffentlichte ein Familienfoto.
- Bis Anfang August wollen Spahn und Funke mit ihrem Sohn in den USA bleiben.
- Leihmutterschaften sind in Deutschland verboten, in Teilen der USA jedoch unter bestimmten Bedingungen erlaubt.
Spahn und Ehemann freuen sich
Spahn erklärte: „Mein Mann ist Papa geworden, und ich mit ihm. Georg ist unser ganzes Glück. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen.“ Sein Ehemann Daniel Funke sagte: „Uns ist bewusst, dass beim Thema Leihmutterschaft oft Unsicherheit herrscht und auch manches Vorurteil besteht. Aber wie sagte der große Franz Beckenbauer: ,Der liebe Gott freut sich über jedes Kind.‘“ Funke veröffentlichte zudem auf Instagram ein Familienfoto.
Wie die Zeitung weiter berichtet, informierten Spahn und Funke enge Freunde sowie politische Weggefährten am gestrigen Mittwoch mit einer persönlichen Nachricht über die Geburt ihres Sohnes. Darin heißt es unter anderem: „Willkommen auf der Welt, kleiner Mensch. Möge dein Leben voller Liebe, Gesundheit und Wunder sein und Gottes reicher Segen dich auf deinem Weg beschützen.“ Der Junge träge demnach den Namen Georg – eine Erinnerung an Spahns Vater. Dieser war im April 2024 im Alter von 77 Jahren gestorben. In ihrer Mitteilung schreiben Spahn und Funke der Zeitung zufolge außerdem, ihr Sohn sei in den USA „von einer wunderbaren Leihmutter“ zur Welt gebracht worden. Die Frau werde auch künftig eine Rolle im Leben des Kindes spielen. Den Informationen zufolge wollen die beiden Väter bis Anfang August gemeinsam mit ihrem Sohn in den Vereinigten Staaten bleiben. Bundeskanzler Friedrich Merz soll nach Angaben der Zeitung bereits einige Tage vor der Geburt von Spahn persönlich über den bevorstehenden Familienzuwachs informiert worden sein.
Debatte über Leihmutterschaft
Leihmutterschaften sind in Deutschland seit Jahren Gegenstand politischer Debatten. Die Vermittlung von Leihmüttern sowie die ärztliche Mitwirkung an einer Leihmutterschaft sind hierzulande gesetzlich untersagt. In mehreren Bundesstaaten der USA ist das Verfahren dagegen unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Der Bundesgerichtshof hatte bereits 2014 entschieden, dass eine in den Vereinigten Staaten gerichtlich festgestellte Elternschaft in Deutschland anerkannt werden kann, sofern einer der Wunscheltern genetischer Elternteil des Kindes ist.
Nach Informationen der Bild-Zeitung ist Daniel Funke der genetische Vater des Jungen. Das Ehepaar lebt seit mehreren Jahren sowohl in Berlin als auch im Münsterland und ist seit 2017 verheiratet. Den Wunsch nach einer eigenen Familie hatte Spahn bereits kurz nach der Hochzeit öffentlich geäußert. In der Sendung „Pinar Atalay“ sagte der CDU-Politiker im November 2025 erneut, dass er sich gut vorstellen könne, Kinder zu haben. Das nun geborene Kind dürfte zu diesem Zeitpunkt bereits entstanden gewesen sein.