Historischer Kinoerfolg Biopic über Michael Jackson knackt Milliardenmarke
Das Biopic „Michael“ über den 2009 gestorbenen Popstar Michael Jackson hat einen historischen Erfolg an den Kinokassen erzielt. Nach Angaben des Branchenmagazins Variety überschritt der Film als erste Filmbiografie überhaupt jetzt die Marke von einer Milliarde US-Dollar weltweiter Einnahmen.
Das Wichtigste im Überblick
- Das Biopic „Michael“ hat weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar an den Kinokassen eingespielt.
- Damit ist es die erste Filmbiografie überhaupt, die diese Marke erreicht.
- Das Porträt über Michael Jackson übertrifft den bisherigen Rekordhalter „Oppenheimer“.
- Trotz verhaltener Kritiken entwickelte sich der Film zu einem der größten Kinoerfolge des Jahres.
Ein Biopic mit neuen Maßstäben
Seit seinem Kinostart Ende April setzte „Michael“ demnach rund 1,1 Milliarden US-Dollar um. Davon entfielen etwa 371 Millionen US-Dollar auf den US-Markt. International kamen rund 630 Millionen US-Dollar hinzu. Bereits zuvor hatte das Werk den Film „Bohemian Rhapsody“ über Freddie Mercury und die Band Queen als erfolgreichste Musikerbiografie der Kinogeschichte abgelöst. Nun übertraf „Michael“ auch den bisherigen Spitzenreiter unter den Filmen über historische Persönlichkeiten. Diesen Rekord hielt bislang Christopher Nolans „Oppenheimer“. Das Porträt des Physikers Robert Oppenheimer, des sogenannten „Vaters der Atombombe“, spielte im Jahr 2023 weltweit 975 Millionen US-Dollar ein und verfehlte damit knapp die Milliardenmarke.
Im laufenden Kinojahr 2026 ist „Michael“ erst der zweite Film mit einem weltweiten Einspielergebnis von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Zuvor war dies lediglich dem „Super Mario Galaxy Film“ gelungen, der bislang rund 1,8 Milliarden US-Dollar umgesetzt hat. Schon bald könnte ein weiterer Film diese Marke erreichen. „Toy Story 5“ kommt derzeit auf ein weltweites Einspielergebnis von 875 Millionen US-Dollar, obwohl der Animationsfilm noch nicht in allen Ländern gestartet ist. In Deutschland läuft er am 23. Juli in den Kinos an.
Menschen liebe den „King of Pop“
Trotz des kommerziellen Erfolgs war „Michael“ nicht ohne Kontroversen gestartet. Der Film von Regisseur Antoine Fuqua erhielt zunächst eher verhaltene Kritiken. Zudem sorgte bereits im Vorfeld für Diskussionen, dass die Missbrauchsvorwürfe gegen den „King of Pop“ im Film ausgeklammert wurden. Die Fans und Millionen Kinoliebhaber sahen das aber wohl anders: Bereits am ersten Kinowochenende hatte das Biopic einen Rekord aufgestellt. Mit einem US-Einspielergebnis von 97 Millionen US-Dollar erzielte der Film den bislang erfolgreichsten Start einer Musikerbiografie. Den bisherigen Bestwert hielt seit 2015 „Straight Outta Compton“ über die Hip-Hop-Gruppe NWA mit 60 Millionen US-Dollar. In „Michael“ übernimmt Jaafar Jackson die Rolle seines Onkels Michael Jackson. Zum weiteren Ensemble gehören unter anderem Miles Teller als John Branca sowie Colman Domingo als Joe Jackson. Ein möglicher zweiter Teil ist aktuell bereits in Planung.