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Madonna lästert über Ex-Mann Seit heute gibt es das neue Album, die ersten Kritiken sind euphorisch

Von ms - 03.07.2026 - 09:00 Uhr
Madonna lästert über Ex-Ehemann
Foto: IMAGO / Runway Manhattan
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Die wichtigste Nachricht zuerst: Madonnas neues Album ist out now! Mit ihrem neuen Song „Bizarre“, der Teil ihres Albums „Confessions II“ ist, sorgt Madonna jetzt für viele Diskussionen. Zahlreiche Fans vermuten, dass die Sängerin in dem Titel ihre frühere Ehe mit Schauspieler Sean Penn verarbeitet. Einen Namen nennt die 67-Jährige in dem Lied allerdings nicht. Auch andere Songs befassen sich derweil mit ihrer Vergangenheit, die ersten Kritiker feiern bereits das neue Werk. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Madonna veröffentlicht ihr neues Studioalbum „Confessions II“.
  • Viele ihrer Songs befassen sich mit der Vergangenheit der Künstlerin.
  • Darauf auch der besondere Song „Bizarre“ mit Anspielungen auf Ex-Ehemann Sean Penn.
  • Trotz ihrer turbulenten Vergangenheit verbindet sie heute ein freundschaftliches Verhältnis.
  • Erste Kritiken attestierten Madonna, das beste Album seit 20 Jahren veröffentlicht zu haben. 

Song Spekulationen über Ex-Ehemann 

Madonna beschreibt in dem Song einen Hollywood-Star mit „tiefblauen Augen“, der zunächst der „perfekte Fang“ gewesen sei. Später heißt es: „Er fuhr viel zu schnell, Shelby Cobra, das konnte nicht von Dauer sein.“ Fans sehen darin eine Anspielung auf einen Shelby-Sportwagen, den Madonna Sean Penn Berichten zufolge zur Hochzeit im Jahr 1985 geschenkt haben soll. Jahre später versteigerte Penn außerdem einen Shelby Mustang für einen guten Zweck.

Weitere Songzeilen werden ebenfalls als Hinweis auf die Beziehung der beiden interpretiert. Darin wirft Madonna ihrem Gegenüber vor, ihren Erfolg nicht akzeptiert zu haben: „Man rollt uns den roten Teppich aus, aber du willst ihn nicht mit mir teilen. Ich schätze, du fühltest dich von mir bedroht, willst es aber nicht zugeben.“ An anderer Stelle beschreibt sie die Beziehung als widersprüchlich. Die Liebe sei „bizarr“ gewesen. Trotz der Trennung fühle sie sich manchmal leer. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass sie die Beziehung hinter sich gelassen habe und vermutet, dass ihr früherer Partner ihr das übelnehme. Ob sich „Bizarre“ tatsächlich auf Sean Penn bezieht, bleibt offen. Die zahlreichen Anspielungen im Text haben jedoch Spekulationen ausgelöst, dass Madonna mit dem Lied ein persönliches Kapitel ihrer Vergangenheit aufgreift.

Erst Ehebruch, dann Freundschaft

Madonna und Sean Penn heirateten 1985. Die Beziehung galt als leidenschaftlich, zugleich aber auch als konfliktreich. Bereits 1987 reichte die Sängerin erstmals die Scheidung ein. Zwei Jahre später, 1989, wurde die Ehe offiziell geschieden. Trotz ihrer bewegten Vergangenheit verbindet die beiden seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis. In einer eidesstattlichen Erklärung aus dem Jahr 2015 stellte Madonna klar, dass Sean Penn sie niemals körperlich misshandelt habe. Sie widersprach damit öffentlichen Missbrauchsvorwürfen gegen ihren Ex-Ehemann und bezeichnete ihn als einen „fürsorglichen und mitfühlenden Menschen“. Gemeinsame Auftritte, unter anderem 2016 bei einer Benefizveranstaltung für Haiti, bei der sie Hand in Hand erschienen, sorgten immer wieder für Spekulationen über ein Liebes-Comeback. Eine erneute Beziehung bestätigten beide jedoch nie.

Nach ihrer Ehe mit Sean Penn war Madonna von 2000 bis 2008 mit Regisseur Guy Ritchie verheiratet. Gemeinsam haben sie die Söhne Rocco (25) und David (20). Aus einer früheren Beziehung mit Carlos Leon stammt Tochter Lourdes (29). Außerdem adoptierte die Sängerin Tochter Mercy James (20) sowie die Zwillinge Stella und Estere (13). In diesen Tagen steht aber für die Queen of Pop weniger die Familie im Vordergrund, sondern die Promotion für ihr neues Studioalbum, morgen wird sie dafür auch einen Auftritt beim Pride in London absolvieren. 

Euphorisches Presse-Echo

Die ersten Reaktionen in der Presse sind so auch extrem positiv, mehrfach ist zu lesen, Madonna kehre musikalisch zu ihren Wurzeln zurück und liefere das beste Album seit 20 Jahren. Über Jahrzehnte hinweg galt Madonna als Künstlerin, die sich konsequent neu erfand. Mit „Confessions II“ richtet die Sängerin den Blick nun auf ihre eigene Vergangenheit. Das Album versteht sich dabei nicht als reine Nostalgie, sondern als musikalische und erzählerische Auseinandersetzung mit ihrer Biografie. Wie bereits beim Vorgänger gehen die einzelnen Titel nahezu nahtlos ineinander über und orientieren sich damit am Aufbau eines DJ-Sets.

Musikalisch greift Madonna unterschiedliche Stationen ihrer Karriere auf. So finden sich Anklänge an die introspektive Atmosphäre von „Bedtime Stories“ ebenso wie an die spirituellen Elemente von „Ray of Light“. Auch ihre Anfangszeit in New York spielt eine Rolle. In den Texten erinnert sie an die ehrgeizige junge Frau, die Anfang der 1980er-Jahre nach Manhattan zog und in einer Filiale der Modemarke Fiorucci arbeitete. 

Rückkehr zu den Wurzeln und doch neu 

Nach dem kommerziellen Erfolg von „Confessions on a Dance Floor“ gingen die Verkaufszahlen ihrer Alben zurück. Umso naheliegender erscheint die Rückkehr zu einem vertrauten musikalischen Stil. Dennoch wirkt „Confessions II“ nicht wie ein Versuch, frühere Erfolge zu kopieren. Stattdessen setzt Madonna auf Klangwelten, die ihre Karriere seit Langem prägen. Das Fundament des Albums bilden klassische Spielarten elektronischer Tanzmusik. House, Chicago-Sounds, Acid House und Deep House stehen im Mittelpunkt. Zeitgenössische Einflüsse wie UK Garage oder moderne Bass-Elemente spielen dagegen nur eine untergeordnete Rolle. 

Der Song „Danceteria“ zeichnet so beispielsweise ein detailreiches Bild des New Yorker Nachtlebens früherer Zeiten. Mit „Fragile“ widmet sie ihrem verstorbenen schwulen Bruder Christopher ein musikalisches Denkmal. „The Test“ ist ein Duett mit ihrer Tochter Lourdes und beschäftigt sich mit den Belastungen eines Lebens in der Öffentlichkeit. Auf „Confessions II“ verzichtet Madonna weitgehend auf die Suche nach einer erneuten stilistischen Neuerfindung. Stattdessen konzentriert sie sich auf jene Stärken, die ihre Karriere über Jahrzehnte geprägt haben: persönliche Erfahrungen in universelle Popmusik zu übersetzen. 

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