St. Pauli hat eine neue Attraktion für alle, die beim Kiezbummel nach oben schauen: Olivia Jones hat am 6. November eine digitale Kuckucksuhr an der Fassade des Klubhauses St. Pauli vorgestellt. Die Installation nutzt die großflächige LED-Fassade am Spielbudenplatz und verbindet den vertrauten Kuckucksruf mit guten Nachrichten.
Ein Klassiker bekommt ein digitales Format
Die Idee überträgt ein bekanntes Motiv aus der Wohnstube in den öffentlichen Raum. Statt eines kleinen Holzgehäuses dient eine rund 530 Quadratmeter große Medienfassade als Bühne. Zur vollen Stunde soll die sogenannte „Good-Kucksuhr“ positive Meldungen präsentieren. Die Gestaltung arbeitet mit einem räumlichen Bildeffekt auf der flachen Fassade.
Die Bezeichnung als größte Kuckucksuhr Europas stammt von den Beteiligten. Ein unabhängig belegter Größenrekord ist damit nicht verbunden. Für Besucher ist vor allem der Standort entscheidend: Das Schauspiel findet am Spielbudenplatz statt und lässt sich von außen betrachten.
Warum Olivia Jones zum Ort passt
Mit der Dragqueen wird eine Persönlichkeit sichtbar, die viele Menschen mit St. Pauli verbinden. Das Projekt setzt auf den Wiedererkennungswert des Kiezes: Theater, Nachtleben und eine auffällige Inszenierung im Straßenraum kommen an einem Ort zusammen.
Dass ausdrücklich gute Nachrichten im Mittelpunkt stehen sollen, ist zugleich ein leicht verständliches Konzept. Ein kurzer Moment auf dem Platz kann genügen, um die Idee zu erfassen. Welche Meldungen wann erscheinen und wie sich das Programm weiterentwickelt, liegt bei den Betreibern. Aus der Enthüllung lässt sich kein dauerhaft unverändertes Programm ableiten.
So lässt sich der Besuch einplanen
Wer ohnehin über den Spielbudenplatz geht, kann die nächste volle Stunde für einen Blick auf die Fassade nutzen. Für eine Anreise allein wegen der Uhr empfiehlt sich vorher eine Prüfung der aktuellen Informationen des Klubhauses: Technische Anlagen können ausfallen, Programme und Betriebszeiten können sich ändern.
Beim Fotografieren hilft etwas Abstand, damit die ganze Fassade ins Bild passt. Auf dem belebten Platz sollten Durchgänge frei bleiben. Gruppen finden ihren Treffpunkt am besten abseits der Laufwege und verständigen sich vorher auf eine genaue Uhrzeit. Die Installation eignet sich als kurzer Zwischenstopp; daraus muss kein vollständig durchgetakteter Abend werden.