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Aus der Traum

Aus der Traum Was tun nach dem WM-Ende? Jetzt wird international geschwärmt!

ms - 30.06.2026 - 08:30 Uhr
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Deutschland ist raus. Einfach so. Eben noch wurden Aufstellungen analysiert, Glücksbringer geschniegelt und Chipsvorräte angelegt – jetzt herrscht kollektive Trauer. Der Traum vom Titel ist vorbei, und plötzlich fühlt sich selbst der Kühlschrank leerer an als vorher.

Das Wichtigste im Überblick

  • Deutschland ist bei der diesjährigen WM ausgeschieden – der Titeltraum ist geplatzt.
  • Besonders schwule Fans trauern gleich doppelt: sportlich und ästhetisch.
  • Die gute Nachricht: Auch andere Nationalteams laufen nicht gerade unter dem Motto „Augen zu und durch“ auf.
  • Jetzt heißt es: Trikotfarben wechseln, Lieblingsspieler ergänzen und den Fußballsommer mit Humor genießen.

Männer und Trikots 

Während Fußballfans aller Couleur den Schock verdauen, trifft das WM-Aus einen Teil der Fangemeinde besonders hart: die schwule Community. Denn seien wir ehrlich – für viele bestand ein WM-Abend schon immer aus einer gesunden Mischung aus Taktikanalyse, Nervenkitzel und dem gelegentlichen Gedanken: „Dieses Trikot steht ihm aber wirklich ausgezeichnet.“ Und der Hoffnung, dass die Kicker kurz ihr Trikot lüpfen, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. Das frühe Aus bedeutet deshalb nicht nur das Ende der deutschen Titelhoffnungen. Es bedeutet auch: deutlich weniger vertraute Gesichter auf dem Bildschirm. Die emotionale Bindung zu einem Nationalteam lässt sich schließlich nicht einfach per Fernbedienung auf ein anderes Land umschalten. Das Herz braucht eben manchmal etwas länger als der Spielplan. Selbst bei schnelllebigen schwulen Dating-Experten. 

Boybands auf dem grünen Rasen

Doch bevor jetzt kollektiv Taschentücher in Regenbogenfarben verteilt werden, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand – oder besser gesagt über die Landesgrenzen. Die WM ist schließlich noch längst nicht vorbei. Und der internationale Fußball hat bekanntlich mehr zu bieten als spannende Spiele. Da wären die Teams, bei denen Frisuren aussehen, als hätten sie einen eigenen Sponsorenvertrag. Mannschaften, die gemeinsam einlaufen wie eine perfekt choreografierte Boyband. Torhüter mit Modelausstrahlung. Kapitäne, die selbst im Regen aussehen, als wäre das Teil einer Parfümwerbung. Und Spieler, bei denen man sich fragt, ob das Fitnessstudio eigentlich auch ein Schönheitssalon ist. Kurz gesagt: Das Scouting muss jetzt eben international werden.

Neue Fußball-Romanzen in Aussicht

Vielleicht entdeckt man plötzlich eine neue Lieblingsmannschaft. Vielleicht fiebert man auf einmal bei einem Viertelfinale mit, obwohl man vor zwei Wochen noch nicht einmal wusste, wie deren Nationalhymne klingt. So entstehen schließlich die schönsten Fußballromanzen: völlig unerwartet und mit erstaunlich viel Herzklopfen. Außerdem bietet die WM noch zahlreiche weitere Ablenkungen. Man kann mit Freunden Public Viewing besuchen, spontane Tippspiel-Wunder erleben, neue Flaggen lernen oder sich darüber austauschen, welches Trikot die beste Figur macht. Wissenschaftlich ist das zwar nicht belegt – Gesprächsstoff liefert es aber zuverlässig.

Eine Frage von Zentimetern 

Und nein: Das deutsche Aus macht die Mannschaft nicht schlechter. Fußball bleibt ein Sport, in dem manchmal ein paar wenige Zentimeter über Glück oder Unglück entscheiden – gerade schwulen Männern sollte das hinreichend bekannt sein. Dazu kommt ein simpler unglücklicher Moment oder einfach ein stärkerer Gegner, die den Unterschied machen. Das gehört dazu – auch wenn das Fanherz darüber regelmäßig anderer Meinung ist.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Stärke von Fußballfans: Nach jeder Enttäuschung wird wieder gehofft, wieder mitgefiebert und wieder davon geträumt, dass beim nächsten Turnier alles anders läuft. Bis dahin gilt für die queere Community: Der Fußballsommer ist keineswegs vorbei. Die Emotionen bleiben, die Stadien sind weiterhin voll, und auf den Fernsehbildschirmen werden noch genügend charmante Fußballer über den Rasen sprinten, um das gebrochene Fanherz zumindest ein kleines bisschen zu trösten. Deutschland ist ausgeschieden. Der Humor hoffentlich nicht.

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