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Neue schwule Dating-App

Neue schwule Dating-App Model Derek Chadwick baut eine Alternative zu Grindr auf

ms - 24.06.2026 - 14:00 Uhr
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Wenige Wochen nach der Ankündigung, dass die Dating-App Archer eingestellt wird, kündigt sich mit Goose bereits ein neues Angebot für schwule Männer an. Die Plattform soll sich deutlich von etablierten Apps wie Grindr oder Sniffies unterscheiden und stärker auf soziale Vernetzung und Dating ausgerichtet sein. Hinter dem Projekt steht der offen schwule US-Schauspieler und Model Derek Chadwick

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Schauspieler und Model Derek Chadwick entwickelt die neue App Goose.
  • Die Plattform richtet sich an schwule Männer und soll eine Alternative zu klassischen Hookup-Apps sein.
  • Goose bezeichnet sich als „anti-algorithmische Dating- und Lifestyle-Plattform“.
  • Nutzer sollen sich zunächst für die Community bewerben müssen.
  • Statt eines klassischen Matchings setzt die App auf ein „Winken“-System.
  • Ein offizieller Starttermin wurde bislang nicht bekanntgegeben.

 Wo sind die „coolen schwulen“ Datings-Apps?

Bekannt wurde Chadwick unter anderem durch die Serie „Scream Queens“, seine Kosmetikmarke Chaddy sowie seine Präsenz in sozialen Medien. Auf Instagram folgen ihm rund 1,7 Millionen Menschen. Öffentlich machte Chadwick das neue Projekt in den sozialen Medien mit einem oberkörperfreien Foto und der Bildunterschrift „Goose Boys Summer“. Bereits einen Monat zuvor hatte er in einem Video erklärt, seit zwei Jahren Single zu sein, und gefragt: „Warum gibt es 2026 eigentlich keine wirklich coolen schwulen Dating-Apps mehr?“ Bislang ist Goose weder im Apple App Store noch im Google Play Store verfügbar. Auch ein offizieller Starttermin wurde noch nicht angekündigt. Dennoch verzeichnet der Instagram-Account der Plattform bereits mehr als 12.500 Follower.

Speziell für schwule Jungs

Laut den bisherigen Presseinformationen versteht sich Goose als eine „anti-algorithmische Dating- und Lifestyle-Plattform für schwule Männer“, die speziell „für die Jungs“ entwickelt werde. Die App soll sich bewusst von klassischen Hookup-Angeboten abheben. Nach Angaben der Entwickler werde Goose „bewusst zuerst sozial gedacht“ und wolle schwulen Männern eine Alternative zu Apps bieten, die vor allem auf schnelle Kontakte ausgerichtet sind. Um dieses Ziel zu erreichen, soll eine kuratierte Community aufgebaut werden. Interessenten müssen sich demnach zunächst bewerben, um Zugang zur Plattform zu erhalten. Beobachter vergleichen das Konzept mit der exklusiven Dating-App Raya, bei der Interessierte teilweise jahrelang auf ihre Aufnahme warten mussten.

Kein Wischen, sondern Winken 

Im Statement heißt es weiter: „Sie ermutigt Männer dazu, so zu daten, wie sie tatsächlich leben – ohne endloses Wischen. Entstanden aus dem Kopf von jemandem, der all das selbst erlebt hat und sich etwas Besseres gewünscht hat.“ Anders als viele andere Dating-Apps plant Goose kein klassisches Matching-System. Stattdessen sollen Nutzer einander zuwinken können. Erst wenn beide Personen dies tun, entsteht eine Verbindung. Nach Angaben der Entwickler reicht dieses „Winken“ aus, um Interesse zu signalisieren.

Darüber hinaus soll die Plattform eine Live-Karte anbieten, auf der Nutzer sehen können, welche Personen sich in ihrer Nähe befinden. Gleichzeitig soll es möglich sein, auch außerhalb des eigenen Umfelds nach Kontakten zu suchen. Geplant sind zudem Profilfotos, Videos und persönliche Updates. Nutzer sollen dadurch nicht sofort festlegen müssen, wonach sie konkret suchen. Außerdem sind vergängliche Chats vorgesehen. Auch Schutzmechanismen gegen Screenshots sollen integriert werden, wobei die genauen Details bislang noch nicht bekannt sind. Ob Goose sich langfristig als Alternative zu etablierten Dating-Apps durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Schon vor dem offiziellen Start scheint das Interesse an dem Projekt jedoch groß zu sein. Die Plattform setzt dabei auf ein Konzept, das nach eigenen Angaben Gemeinschaft, soziale Kontakte und Dating stärker in den Mittelpunkt rücken soll als klassische Hookup-Angebote.

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