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Apple verbietet Nacktheit iOS-Update stoppt Videoverbindung bei nackten Inhalten

Von ms - 19.05.2026 - 15:00 Uhr
Apple verbietet Nacktheit
Foto: iStock / LSOphoto
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Ein neues Sicherheitsfeature von Apple sorgt derzeit für hitzige Diskussionen unter FaceTime -Nutzern. Seit einem aktuellen iOS-Update werden Video- und Audioverbindungen bei iPhones automatisch pausiert, sobald das System während eines FaceTime-Anrufs Nacktheit erkennt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ein neues iPhone-Update unterbricht FaceTime-Anrufe bei erkannter Nacktheit automatisch.
  • Besonders Menschen in Fernbeziehungen kritisieren die neue Schutzfunktion.
  • Die Funktion soll ursprünglich Kinder vor sensiblen Inhalten schützen.
  • Homosexuelle Nutzer berichten verstärkt über Probleme mit dem System.
  • Die Erkennung basiert auf KI-Technologie, wie sie auch soziale Netzwerke einsetzen.

Bevormundung von Apple 

Vor allem Menschen in Fernbeziehungen berichten in sozialen Netzwerken über irritierende Erfahrungen mit der Funktion. Der britische schwule TikToker Jamie Knowles schilderte in einem Video, wie ein Gespräch mit seinem Freund plötzlich unterbrochen wurde. „Hat jemand seit dem neuen Update nackt auf FaceTime telefoniert?“, fragte er ironisch. Besonders frustrierend sei die Situation für ihn gewesen, weil er seinen Partner über längere Zeit nicht persönlich sehen könne. „Ich kann nicht vier Monate verbringen, ohne irgendetwas zu sehen“, sagte er. Die automatische Unterbrechung von Bild und Ton ist Teil einer neuen iOS-Funktion zum Schutz Minderjähriger. Erkennt das System sensible Inhalte, blendet FaceTime eine Warnung ein und stoppt den Anruf vorübergehend.

Zensur bei Homosexuellen 

In sozialen Netzwerken stößt die Neuerung jedoch auf sehr viel Kritik. Viele Nutzer empfinden die Funktion als zu invasiv. Ein User berichtet: „Meine Freundin und ich haben das neulich herausgefunden, weil wir eine Fernbeziehung führen. Wir mussten dann auf WhatsApp-Anrufe wechseln.“ Die Technologie hinter der Funktion basiert auf KI-gestützter Bilderkennung. Ähnliche Systeme kommen bereits seit Jahren bei Plattformen wie TikTok, Instagram oder Facebook zum Einsatz, um Nacktheit oder Verstöße gegen Richtlinien automatisch zu erkennen. Kritiker bemängeln allerdings, dass solche Algorithmen häufig fehleranfällig seien und insbesondere Frauen sowie homosexuelle Menschen überdurchschnittlich oft von Zensur betroffen seien. Verstärkt berichten darüber online schwule Männer. 

Apple und die Prüderie 

Erste Hinweise auf die neue FaceTime-Funktion gab es bereits während der Beta-Phase von iOS 26 im vergangenen Sommer. Damals war unklar, ob die Funktion ausschließlich für Minderjährige gedacht war oder versehentlich aktiviert wurde. Inzwischen berichten zahlreiche Nutzer, dass das Feature nun regulär verfügbar sei. Die Debatte um die neue Funktion löste auch eine breitere Diskussion über Datenerfassung und Algorithmen aus. Zudem sehen viele Kritiker darin einen direkten Eingriff in intime Persönlichkeitsrechte – es ist bisher nicht verboten, wenn sich zwei erwachsene Menschen nackt via FaceTime zeigen. Ein Apple-Kunde fragte online: „Wie prüde will das Unternehmen eigentlich noch werden?“  

Zudem gibt es Bedenken über den Datenschutz: In dem Bericht schilderte ein Nutzer etwa, TikTok habe ihn indirekt auf einen Seitensprung seines Freundes aufmerksam gemacht, weil ihm plötzlich zahlreiche Videos über heimliche Handy-Kontrollen vorgeschlagen worden seien. Bei einigen Nutzern besteht allerdings die Möglichkeit, die automatische Erkennung sensibler Inhalte zu deaktivieren, einige andere User schreiben indes, dies sei bei ihnen nicht möglich. Manche Nutzer weichen inzwischen allerdings ganz grundsätzlich auf andere Videodienste aus.

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