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Eurovision Song Contest Wien

Eurovision Song Contest Wien Änderungen bei „Fire“, Einschätzungen von Hape Kerkeling

ms - 11.05.2026 - 08:00 Uhr
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Fünf Tage bis zum Finale des Eurovision Song Contest 2026 in Wien, gestern wurde mit der großen „Opening Ceremony“ am Wiener Rathausplatz der spektakuläre Auftakt des Eurovision Song Contest gesetzt. Heute nun beginnt die entscheidende Phase der Wettbewerbswoche. Rund um die Wiener Stadthalle sowie an mehreren Veranstaltungsorten in der österreichischen Hauptstadt erwartet Fans und Delegationen ein umfangreiches Programm aus Proben, Konzerten, Interviews und TV-Sendungen. Derweil wurde jetzt bekannt, dass Deutschlands Songbeitrag „Fire“ noch einmal überarbeitet wurde. 

Das Wichtigste im Überblick

  • In Wien startet die heiße Phase des Eurovision Song Contest 2026 mit den ersten kompletten Showproben.
  • Beim ersten Halbfinale zählt bereits die Abendshow für die Jurywertung in Europa.
  • Im Eurofan House und im Eurovision Village stehen zahlreiche Fan-Events und Live-Auftritte auf dem Programm. Der Euroclub im Prater Dome öffnet erstmals seine Türen.
  • Auch im Fernsehen dominiert der ESC das Programm, unter anderem mit einer ARD-Dokumentation und einer „Hart aber fair“-Diskussion.
  • Sarah Engels veränderte kurzfristig ihren ESC-Song „Fire“ für den Auftritt in Wien. Der Beitrag beginnt nun mit einer Piano-Balladenversion.
  • Hape Kerkeling beteuert: Nur mit Tränen schafft es Deutschland zum Sieg 

Komplette Halbfinal-Proben starten

Die bisherigen Einzelproben der Teilnehmerländer gehören in diesem Jahr der Vergangenheit an. Stattdessen werden nun die gesamten Liveshows unter realen Bedingungen geprobt. Den Auftakt macht heute das erste Halbfinale. Am Nachmittag findet zunächst ein interner Durchlauf statt, der ausschließlich für akkreditierte Medienvertreter zugänglich ist. Am Abend folgt die sogenannte „Evening Preview“, für die weiterhin Eintrittskarten erhältlich sind. Diese Probe gilt zugleich als Juryshow: Die nationalen Jurys in Europa vergeben auf Basis dieser Aufführung bereits einen großen Teil ihrer Punkte für das erste Halbfinale  - die Live-Show dazu findet morgen statt, dann treten 15 Länder gegeneinander an. Die zweite Halbfinalshow folgt dann am Donnerstag, bevor das große Finale am Samstag startet. 

Fanprogramm in der Stadt

Im Eurovision Village am Wiener Rathausplatz beginnt das Tagesprogramm bereits am heutigen Nachmittag. Vorgesehen sind unter anderem Rückblicke auf „70 Years ESC“, mehrere ESC-Quizrunden sowie Auftritte aktueller ESC-Künstler und Gewinner des Shooting Star Awards. Am Abend öffnet zudem erstmals der Euroclub im Prater Dome. Die Eröffnung steht unter dem Motto „Opening Night“, neben mehreren bekannten DJs treten auch ehemalige ESC-Künstler wie Abor & Tynna (Deutschland 2025), Eric Papilaya (Österreich 2007), Nadine Beiler (Österreich 2011), Kaleen (Österreich 2024) und Go-Jo (Australien 2025) auf. 

TV-Doku mit Hape Kerkeling 

Nicht nur in Wien selbst steht der Eurovision Song Contest im Fokus. Auch mehrere TV-Sender widmen sich dem Musikwettbewerb mit Sondersendungen und Dokumentationen. Der ORF zelebriert das Groß-Event mit mehreren Dokumentationen und Reportagen, die ARD startet ihre ESC-Woche heute mit „70 Jahre ESC – More than Music“ zur Primetime. Die 90-minütige Produktion ist seit dem 8. Mai bereits auch in der ARD-Mediathek abrufbar. Zu den prominentesten Stimmen der Dokumentation gehört Entertainer Hape Kerkeling. Der 61-Jährige beschreibt, warum der Eurovision Song Contest seiner Ansicht nach über Jahrzehnte hinweg erfolgreich geblieben ist. 

Der Wettbewerb habe sich immer wieder neu erfunden, so Kerkeling: „In dem Wechsel von einem - ich sag’ mal - eleganten Orchester-Club-Event hin zu einem europäischen Großereignis.“ Auch Deutschlands Außenseiterrolle beim ESC wird in der Dokumentation thematisiert. Kerkeling formuliert dazu eine klare Einschätzung: „Mit Lustig lassen sie uns nicht gewinnen. Deutschland ist nicht lustig in den Augen der anderen Europäer. Wir können nur zu Tränen rühren in Unschuld. Dann vergibt man uns alles.“ Im Anschluss an die Dokumentation diskutiert die Talksendung „Hart aber fair“ über den Eurovision Song Contest und dessen gesellschaftliche Bedeutung. Als Gäste angekündigt sind Katja Ebstein, Hubert Aiwanger, Ronen Steinke, Marie-Agnes Strack-Zimmermann sowie Caro Worbs und Miguel Robitzky.

Sarah Engels verändert „Fire“-Song

Final bekannt wurde gestern auch, dass Sarah Engels ihren ESC-Song „Fire“ für das Finale noch einmal geändert hat und damit auf die vielen positiven Feedbacks der Fans eingeht. Das wurde nach der ersten Probe in der Wiener Stadthalle deutlich. Der Song, der bislang als Dance-Pop-Track bekannt war, beginnt beim Auftritt nun zunächst in einer reduzierten Piano-Version. Erst im weiteren Verlauf geht „Fire“ in die bisherige Fassung über.

Bereits seit mehreren Wochen hatte Sarah Engels Hinweise auf mögliche Änderungen an ihrem ESC-Beitrag gegeben. Gegenüber dem Fachportal „ESC kompakt“ erklärte sie zuvor, dass an „Fire“ noch Anpassungen vorgenommen werden könnten. Konkrete Details nannte sie damals allerdings nicht. Wie aus Berichten zur Probe hervorgeht, startet die Sängerin ihren Auftritt liegend auf einem würfelförmigen Bühnenelement. Dabei singt sie die Balladenversion direkt in eine über ihr platzierte Kamera. Im Anschluss folgt der Übergang zur bekannten Dance-Pop-Inszenierung.

Die Idee für die Änderung entstand nach einer früheren TV-Performance. Sarah Engels hatte eine akustische Klavierversion von „Fire“ bereits im „ARD-Morgenmagazin“ vorgestellt. Die Reaktionen darauf seien überwiegend positiv ausgefallen. Daraufhin wurde vielfach gefordert, Elemente dieser Version auch in den ESC-Auftritt einzubauen. Bisher rangiert Deutschlands ESC-Beitrag für dieses Jahr bei den Wettquoten auf den hinteren Plätzen, vielleicht lässt sich das in letzter Minute noch einmal ändern. 

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