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Kontroversen um Jackson Biopic Schlechte Kritiken, Hit an den Kinokassen

Von ms - 24.04.2026 - 13:00 Uhr
Kontroversen um Jackson Biopic
Foto: Universal Pictures Germany
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Die Veröffentlichung des Biopics über Michael Jackson sorgt für heftige Reaktionen. Kritiken zu dem Film „Michael“ fallen überwiegend negativ aus. Die Plattform Rotten Tomatoes weist aktuell eine Bewertung von lediglich 37 Prozent aus – damit gehört das Werk zu den am schlechtesten bewerteten Musikerbiografien der letzten Jahre. Im Kino selbst allerdings ist der Film sehr gefragt, online machen zahlreiche Videos von Kinobesuchern die Runde, die nach dem Abspann noch im Saal zu Jacksons Musik weiterfeiern. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Das Biopic über Michael Jackson, „Michael“, sorgt seit dem Kinostart für kontroverse Diskussionen.
  • Kritiken fallen überwiegend negativ aus, die Bewertung auf Rotten Tomatoes liegt bei nur 37 Prozent.
  • An den Kinokassen scheint das Biopic indes zum Hit zu werden, am Eröffnungswochenende ist ein Einspielergebnis von 150 Millionen US-Dollar realistisch 
  • Familienmitglieder, darunter Neffen TJ und Taj Jackson, äußern sich öffentlich zur Verteidigung des King of Pop.
  • Kritikpunkte beziehen sich vor allem auf das Auslassen der Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson.
  • Regisseur Antoine Fuqua verteidigt den Film und gibt an, selbst von den Anschuldigungen nicht überzeugt zu sein.

Reaktionen aus der Familie 

Der Film verzichtet weitgehend darauf, die Kindesmissbrauchsvorwürfe gegen den Popstar zu thematisieren, die Jacksons Karriere schwer erschütterten. Dies sorgt für Unmut bei Kritikern, während die Familie des Künstlers nun öffentlich Stellung bezieht. TJ Jackson, Sohn von Michael Jacksons Bruder Tito, äußerte sich auf der Plattform X: „Ich gehe in ein paar Stunden ins Kino, um einen Film zu sehen, den ich schon mehrmals gesehen habe. Warum? Weil ich stolz bin.“ Weiter erklärte er, sein Onkel habe die Ehrung durch das Biopic „verdient“, ebenso wie seine „treuen Fans“.

Taj Jackson, Bruder von TJ, meldete sich ebenfalls auf X zu Wort: „Tut mir leid, Medien, aber ihr habt nicht länger das Recht, die Geschichte darüber zu erzählen, wer Michael Jackson wirklich war.“ Er forderte das Publikum auf, sich nicht ausschließlich auf die Kritiker zu verlassen, die seiner Ansicht nach „nicht damit klarkommen“, dass Michael Jacksons Geschichte nun selbst bestimmt werden könne. Gerade im Schatten des Epstein-Skandals kamen in den letzten Wochen immer wieder Aussagen hoch, dass Jackson die Kinder und Jugendlichen damals vor den pädophilen Machenschaften rund um Epstein schützen wollte. Wo tatsächlich die Wahrheit liegt, bleibt wohl weiterhin offen. Kritiker bemängeln vor allem das Fehlen einer kritischen Auseinandersetzung mit Jacksons Leben. „The Wrap“ kommentierte, dass der Film „eine Legende schafft und alles ausblendet, was von dieser Legende ablenkt oder sie beeinträchtigt.“ Die Vorwürfe der Glorifizierung stehen dabei im Mittelpunkt der negativen Rezensionen.

Neuer Film-Liebling beim Publikum? 

Regisseur Antoine Fuqua verteidigt seinen Ansatz. In einem Interview mit dem „New Yorker“ erklärte er, dass er von den Anschuldigungen gegen den King of Pop „nicht überzeugt“ sei, auch wenn er die vollständige Wahrheit nicht kenne. Kommerziell indes scheint der Kinofilm trotz aller Negativ-Kritik ein Erfolg zu werden, laut dem US-Branchenmagazin „Variety“ rechnet der Verleih Lionsgate in Nordamerika mit einem Eröffnungswochenende zwischen 65 und 70 Millionen Dollar. Einige Kinobetreiber gehen aufgrund starker Vorverkaufszahlen sogar von bis zu 80 Millionen aus. Damit würde das Jackson-Biopic andere Künstler-Filme wie „Bohemian Rhapsody“ (51 Millionen Dollar) und „Straight Outta Compton“ (60 Millionen Dollar) weit hinter sich lassen. 

International übernimmt Universal den Vertrieb und erwartet Einnahmen von rund 80 Millionen Dollar. Damit könnte der Film weltweit bereits am ersten Wochenende bis zu 150 Millionen Dollar einspielen und hätte so nach nur einer Woche die Produktionskosten von rund 155 Millionen Dollar fast komplett eingespielt. Lionsgate erklärte, dass Ziel sei ein weltweites Einspielergebnis von mindestens 700 Millionen Dollar, ein zweiter Teil sei bereits in Planung. „Bohemian Rhapsody“ über Queen-Frontmann Freddy Mercury spielte 910 Millionen Dollar ein und gilt damit bis heute als das erfolgreichste Biopic über einen Musiker. Gut möglich, dass der King of Pop das toppen kann. 

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