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Pride Land in Israel

Pride Land in Israel Gigantisches LGBTIQ+-Festival am Toten Meer geplant

ms - 23.04.2026 - 11:00 Uhr
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Israel wird im Sommer Gastgeber des größten LGBTIQ-Festivals im Nahen Osten. Das Pride Land Festival soll einen Teil der judäischen Wüste am Toten Meer in ein Partyziel verwandeln. Geplant sind Strandanlagen sowie durchgehende Partys und Auftritte, 15 Hotel beteiligen sich daran, wie die Jerusalem Post berichtet. Das Festival soll am 1. Juni beginnen und vier Tage dauern. Die Organisatoren kündigten an, dass es das größte Event dieser Art in im Nahen Osten sein wird. 

 Das Wichtigste im Überblick:

  • Israel veranstaltet im Sommer das größte LGBTIQ-Festival im Nahen Osten
  • Das Festival „Pride Land“ findet am Toten Meer statt, vier Tage lang
  • Geplant sind Strandanlagen, Partys rund um die Uhr sowie Workshops und kulturelle Veranstaltungen, 15 Hotels beteiligen sich daran.
  • Ziel ist der Aufbau einer „Pride City“ für Einheimische und internationale Besucher.
  • Veranstaltung soll größer als die jährliche Pride-Parade in Tel Aviv werden.

Aufbau einer Pride-Stadt am Meer

Aaron Cohen, Hauptproduzent und Initiator des Festivals, erklärte: „Es erfordert eine Investition von Millionen, ganze Hotels für vier Tage zu mieten und eine Stadt mitten in der Wüste von Grund auf aufzubauen. Es ist ein Erlebnis rund um die Uhr, von ruhigen Besuchen bis zu nächtlichen Pride-Partys, mit einer lebendigen Atmosphäre aus Musik und Menschen.“ Neben Partys soll es auch Bereiche für Familien und Kinder geben, die Landschaft genießen sowie an kulturellen Veranstaltungen und Workshops teilnehmen können.

Das Festival hat das Ziel, eine mehrgenerationenübergreifende ‚Pride City‘ zu schaffen, die sowohl Einheimische als auch internationale Besucher vereint. Zudem soll das Tote Meer als bedeutendes Reiseziel für LGBTIQ+-Touristen hervorgehoben werden. Die Ankündigung erfolgt zu einem schwierigen Zeitpunkt für den israelischen Tourismus, der unter den anhaltenden Konflikten mit dem Iran und mit dem benachbarten Libanon leidet. Beide Konflikte stehen derzeit unter Waffenstillstand, Friedensgespräche laufen. Das US-Außenministerium warnt weiterhin vor Reisen nach Israel wegen erhöhter Risiken durch Terrorismus und Unruhen.

Zufluchtsort für queere Menschen

Israel gilt als der einzige Staat im Nahen Osten, in dem LGBTIQ+-Personen vergleichsweise offen und rechtlich geschützt leben können. Gleichgeschlechtliche Handlungen wurden bereits 1988 entkriminalisiert, Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ist in verschiedenen Gesetzen verboten, etwa im Arbeitsrecht und bei der medizinischen Versorgung. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden anerkannt, ausländische gleichgeschlechtliche Ehen seit 2006 ebenfalls, und lesbische Paare haben Zugang zu Adoption und In-vitro-Fertilisation. Trans* Personen können seit 2014 ihr rechtliches Geschlecht ändern, auch ohne Operation.

Städte wie Tel Aviv gelten als international führend für LGBTIQ+-freundlichen Lebensstil und Tourismus. Die Stadt bietet ein umfangreiches Angebot an LGBTIQ+-Zentren, Bars, Clubs und kulturellen Veranstaltungen und veranstaltet eine der größten Pride-Paraden weltweit. Homosexuelle Paare können im Militär dienen, was zusätzlich die gesellschaftliche Integration unterstreicht. Im Vergleich dazu ist die Situation in den meisten Nachbarstaaten extrem gefährlich. Länder wie Iran, Saudi-Arabien oder Jemen sehen für homosexuelle Handlungen die Todesstrafe vor, während in Irak, Syrien oder Sudan hohe Haftstrafen, Folter und gesellschaftliche Ächtung dokumentiert sind. Aktivismus oder öffentliche Sichtbarkeit von LGBTIQ+-Personen ist dort nahezu unmöglich, viele müssen ihre Identität verbergen oder ins Ausland fliehen. Israel fungiert daher als relativ sicherer Zufluchtsort für homosexuelle und queere Menschen in einer Region, in der sexuelle und geschlechtliche Minderheiten in vielen Staaten existenziell bedroht sind.

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