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In Frankfurt verliehen: Max-Spohr-Preis 2026 für Vielfalt

Impuls für mehr Inklusion In Frankfurt verliehen: Max-Spohr-Preis 2026 für Vielfalt

mr - 21.04.2026 - 15:00 Uhr
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In Frankfurt am Main hat der Berufsverband VK am vergangenen Wochenende den Max-Spohr-Preis 2026 verliehen und damit herausragende Leistungen im Einsatz für Gleichbehandlung und Vielfalt gegenüber queeren Menschen ausgezeichnet. Die Preisverleihung, die in den Türmen der Deutschen Bank stattfand, würdigt Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft, die sich nachhaltig und strukturell für eine offene Unternehmenskultur und LGBTIQ+-Inklusion stark machen.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Max-Spohr-Preis 2026 wurde in Frankfurt am Main feierlich verliehen.
  • Die Hays AG (Mannheim) als bestes Großunternehmen und das Allround-Team (Köln) als bestes KMU wurden geehrt.
  • Preisträger bei Kommunen ist die Stadtverwaltung Bielefeld, beim öffentlichen Dienst das Bundeskriminalamt.
  • Sonderpreise gingen an Einzelpersonen, Projekte und den Verein Out in Church sowie an Ukrainian LGBT+ Military.
  • Der Preis wird seit 2001 alle zwei Jahre durch eine unabhängige Jury des Berufsverbandes VK vergeben.

 

Preisträgerinnen sowie Träger und ausgezeichnete Initiativen

Die Liste der Ausgezeichneten spiegelt die zunehmende Bedeutung von Diversität und Gleichbehandlung in Deutschland wider. Die Hays AG, ein international tätiges Personalberatungsunternehmen mit Sitz in Mannheim, wurde als Großunternehmen gewürdigt, da sie Diversity-Strategien erfolgreich im gesamten Unternehmen verankert hat. In der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen überzeugte die Kölner Agentur Allround-Team mit innovativen Maßnahmen sowie konsequenter Förderung von Vielfalt am Arbeitsplatz. Bei den Kommunen wurde die Stadtverwaltung Bielefeld ausgezeichnet, während im öffentlichen Dienst das Bundeskriminalamt für seine deutlichen Fortschritte beim LGBTIQ+-Engagement geehrt wurde.

Neben den Hauptpreisen wurden auch Sonderpreise ausgelobt: Der Publizist Michel Friedman erhielt eine Auszeichnung für seine klare Haltung gegen Hass und für gesellschaftliche Offenheit. Im Bereich Kommunalpolitik wurden Simon Blümcke (Friedrichshafen), Dirk Gene Hagelstein (Neu-Isenburg) und Thomas Kufen (Essen) für Ihr Engagement ausgezeichnet. Der gemeinnützige Verein Out in Church sowie die Initiative Welcoming Out aus Hamburg spielen wichtige Rollen bei der Sichtbarmachung queeren Lebens und wurden hierfür ebenfalls geehrt. Der internationale Preis ging an Ukrainian LGBT+ Military, die trotz Krieg und Diskriminierung für queere Rechte kämpfen.

 

Bedeutung der Auszeichnung

Der Max-Spohr-Preis steht für strukturelle und nachhaltige Veränderungen im Umgang mit Vielfalt und sexueller Identität. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden auf Basis transparenter Kriterien ausgewählt, wobei etwa die strukturelle Verankerung von Diversität, die Integration von LGBTIQ+-Anliegen in der Unternehmenskultur und eine glaubwürdige externe Kommunikation zählen. Die Auszeichnung ist nach dem historischen Verleger Max Spohr benannt, der Pionierarbeit für die Rechte homosexueller Menschen leistete und 1897 gemeinsam mit Magnus Hirschfeld das Wissenschaftlich-humanitäre Komitee gründete.

 

Kontinuität und Ausblick

Mit der nunmehr 13. Verleihung zeigt sich, dass der Einsatz für Vielfalt im beruflichen und öffentlichen Leben zunehmend Anerkennung und Nachahmung findet. Die unabhängige Jury des Berufsverbandes VK möchte mit dem Preis auch künftig innovative Ansätze hervorheben und die Sichtbarkeit von Diversitätsbemühungen stärken. Für viele Unternehmen, Verwaltungen und Initiativen ist und bleibt die Auszeichnung ein bedeutender Anreiz, Maßnahmen zur Inklusion weiterzuentwickeln.

 

Wichtige Fragen zum Thema

Wie werden die Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt? Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige Jury, die festgelegte Kriterien wie nachhaltige Diversity-Strategien und LGBTIQ+-Inklusion prüft.

Wer kann sich für den Max-Spohr-Preis bewerben? Unternehmen, Organisationen, Städte und Einzelpersonen, die sich aktiv für die Rechte queerer Menschen engagieren, können nominiert werden oder sich bewerben.

Wie lange gibt es den Max-Spohr-Preis schon? Die Ehrung besteht seit 2001 und wird alle zwei Jahre vom Berufsverband VK vergeben.

Die nächste Bewerbungsrunde für die Auszeichnung wird voraussichtlich Anfang 2028 ausgelobt und dürfte erneut wichtige Impulse für gesellschaftliche Veränderungen setzen.

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