Direkt zum Inhalt
Anklage nach Brandanschlag

Anklage nach Brandanschlag Aus Angst vor KI wollte ein Mann den OpenAI-Chef töten

ms - 21.04.2026 - 13:00 Uhr
Loading audio player...

Ein 20-jähriger Mann wurde in Kalifornien jetzt wegen eines Brandanschlags auf das Haus von Sam Altman (40), dem schwulen CEO von OpenAI, angeklagt. Der Angriff ereignete sich in den frühen Morgenstunden des 10. April, als der Verdächtige, Daniel Moreno-Gama, einen Molotow-Cocktail auf Altmans Anwesen in San Francisco geworfen haben soll. Nach dem Vorfall griff der Verdächtige laut Staatsanwälten auch die Zentrale von OpenAI am gleichen Morgen an.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Anklage gegen einen 20-jährigen Verdächtigen nach möglichen  Brandanschlag auf das Haus von OpenAI-CEO Sam Altman.
  • Verdächtiger, Daniel Moreno-Gama, wird wegen versuchten Mordes und Brandstiftung angeklagt.
  • Motiv des Angriffs laut Staatsanwaltschaft: Ängste des Verdächtigen vor Künstlicher Intelligenz.
  • Anschlag wurde als gezielter Angriff eingestuft, weitere Ermittlungen laufen.

Angst vor Künstlicher Intelligenz

Moreno-Gama wurde später am selben Tag von der Polizei festgenommen. Ihm wird unter anderem versuchter Mord und Brandstiftung vorgeworfen. Laut den Ermittlungsbehörden soll der Angriff durch die Ängste des Verdächtigen vor der Künstlichen Intelligenz motiviert gewesen sein. Der Vorfall wird von den Behörden als gezielter Angriff eingestuft. In den Gerichtsakten wird berichtet, dass der Verdächtige Schriften mitführte, in denen er Pläne zur Schädigung Altmans festhielt. Diese Dokumente enthielten auch Bedenken des Verdächtigen bezüglich der „drohenden Auslöschung“ durch Künstliche Intelligenz.

Drohungen gegen weitere Tech-Führungskräfte

Die Staatsanwaltschaft erklärte, dass die Papiere zudem Drohungen gegen weitere Tech-Führungskräfte und deren Adressen beinhalteten. Weitere Ermittlungen könnten zu zusätzlichen Anklagen, darunter möglicherweise auch wegen inländischen Terrorismus, führen, wenn das Motiv weiter geklärt wird. Die Situation eskalierte wenige Tage später, als Altmans Haus erneut Ziel eines Vorfalls wurde. Ein Schuss wurde aus einem vorbeifahrenden Auto abgefeuert. Zwei Personen wurden daraufhin festgenommen. Altman reagierte auf die Angriffe, indem er am 10. April ein Foto seiner Familie auf seinem Blog teilte. In dem Beitrag äußerte er die Hoffnung, dass weitere Gewalt verhindert werden könne und reflektierte über die Auswirkungen der zunehmend intensiven Debatten zu Künstlicher Intelligenz und deren Zukunft.

Einsatz für Community 

Altman ist seit 2019 CEO der Softwarefirma OpenAI, eines der führenden Unternehmen im Bereich Künstliche Intelligenz. Zuvor war er Präsident von Y-Combinator, einem der bekanntesten Startup-Inkubatoren weltweit, und spielte eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung zahlreicher erfolgreicher Technologie-Startups. Altman ist auch als Investor in mehreren großen Tech-Unternehmen tätig. Der 40-jährige ist mit dem australischen Softwareingenieur Oliver Mulherin verheiratet, 2025 gaben sie die Geburt ihres ersten Sohnes bekannt. Der US-Amerikaner engagiert sich seit Jahren für die LGBTIQ+-Community und tritt verstärkt für mehr Sichtbarkeit und Unterstützung von queeren Menschen in der Tech-Industrie ein. Sein Vermögen wird aktuell auf 2,2 Milliarden US-Dollar betitelt. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Pride Monat Juni

Protest und Gedenken

Der Pride Monat Juni erinnert an die LGBTIQ+-Bürgerrechtsbewegung und ist bis heute zugleich Protest, Gedenken und Feier der Vielfalt.
OnlyFans-Creator als Aufklärer

Neue Wege der HIV-Prävention

Ein neues Projekt setzt bei der HIV-Prävention auf vertraute Stimmen aus der queeren Community statt auf klassische Warnkampagnen.
EU-Gelder auf dem Spiel

Bis zu zwei Mio. Euro jährlich

Anti-LGBTIQ+-Rhetorik: Überwachungsbehörde nimmt Europapartei der AfD ins Visier, nun stehen EU-Gelder auf dem Spiel.
Hass-Konferenz in Afrika

Treffen Anti-LGBTIQ+-Verbände

In Ghana treffen sich kommende Woche Politiker und Organisationen aus mehreren afrikanischen Staaten zu einer Konferenz gegen LGBTIQ+-Rechte.
Pride-Parade in Budapest 2026

Polizei erteilt CSD-Genehmigung

Die Pride-Parade in Budapest soll in diesem Jahr stattfinden können, so die Polizei – trotz der umstrittenen Gesetzeslage in Ungarn.
Streit um Partnerschaftsgesetz

Widerstand von Polens Präsident

Polens Parlament hat die Einführung eingetragener Lebenspartnerschaften beschlossen – doch Präsident Karol Nawrocki will das Gesetz stoppen.
LGBTIQ+-Museum setzt Zeichen

Ehrung queerer US-Aktivisten

Trotz neuer Einschränkungen gegen Diversitätsprogramme in Florida baut ein großes LGBTIQ+-Museum seine Arbeit weiter aus und ehrt Helden der Community
Schwule Männer spenden Blut

Reform zeigt Zunahme in England

In England steigt die Zahl schwuler und bisexueller Männer, die Blut spenden, erstmals nach der Reform deutlich um mehr als 500 Prozent an.