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Eklat um Coachella Festival Finanzhilfen für streng konservative US-Verbände

Von ms - 17.04.2026 - 09:30 Uhr
Eklat um Coachella Festival
Foto: iStock / IMAGO / Pond5 Images
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Der Mutterkonzern des Coachella Valley Music and Arts Festivals hat in diesem Jahr nach US-Medienberichten insgesamt 850.000 US-Dollar an republikanische Organisationen gespendet, die teils Positionen gegen LGBTIQ+-Rechte vertreten. Die Empörung über die neusten Veröffentlichungen ist innerhalb der queeren Community groß. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Mutterkonzern des Coachella-Festivals spendete 850.000 US-Dollar an republikanische und stark konservative Gruppen.
  • Diese Organisationen werden teils mit Anti-LGBTIQ+-Politik in Verbindung gebracht.
  • Gleichzeitig treten beim Festival viele LGBTIQ+-freundliche Künstler auf, das Festival selbst ist ein Hotspot der queeren Community.
  • Die Unternehmensspenden sorgen erneut für Kritik an der Eigentümerstruktur.

Queere Community und das Festival

Das Festival im kalifornischen Indio ist derzeit in vollem Gange und war nach dem Start des Ticketverkaufs innerhalb einer Woche ausverkauft. Auf der Bühne stehen zahlreiche Künstlerinnen und Künstler mit LGBTIQ+-Bezug oder entsprechender Unterstützung, darunter etwa Sabrina Carpenter. Das Coachella-Festival gilt bei vielen queeren Menschen als besonders beliebt, weil es regelmäßig eine sehr diverse Künstlerauswahl bietet und zahlreiche queere Acts auftreten, zudem wird das Kulturevent selbst als Safe Space wahrgenommen. Hinzu kommt eine offene, kreative Festivalatmosphäre, die Vielfalt sichtbar macht und unterschiedliche Identitäten im Publikum und auf der Bühne selbstverständlich erscheinen lässt.

Spenden an streng konservative Gruppen

Die Einnahmen des Festivals gehen dabei an die Anschutz Corporation, die dem Unternehmer Philip Anschutz gehört. Nach Angaben der investigativen Plattform „Popular Information“ flossen in diesem Jahr dabei mehrere größere Summen an politische Organisationen der Republikaner. Demnach spendete die Anschutz Corporation 125.000 US-Dollar an die Republican Governors Association (RGA) sowie 100.000 US-Dollar an die Republican Attorneys General Association (RAGA). Vergleichbare Zahlungen an demokratische Organisationen habe es nicht gegeben. Darüber hinaus überwies das Unternehmen 250.000 US-Dollar an den Senate Leadership Fund (SLF), ein Spendenverein zur Sicherung republikanischer Mehrheiten im US-Senat, sowie 375.000 US-Dollar an den Congressional Leadership Fund (CLF), der republikanische Kandidaten im Repräsentantenhaus unterstützt.

Das Unternehmen erklärte, die Spenden stellten nicht zwangsläufig eine Zustimmung zu den politischen Positionen der jeweiligen Organisationen dar. Die Anschutz Corporation war bereits 2017 in die Kritik geraten, nachdem dort ebenso Spenden an LGBTIQ+-feindliche Gruppen geflossen waren, darunter die Alliance Defending Freedom und das Family Research Council. Unternehmensgründer Philip Anschutz erklärte damals, er habe „sofort alle Beiträge“ an solche Organisationen eingestellt und unterstütze „eindeutig die Rechte aller Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung“. Offenbar hat die Geschäftsleitung diesen Gedanken innerhalb der letzten neun Jahr wieder vergessen. 

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