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Lance Bass erinnert sich

Lance Bass erinnert sich Ein geheimes Leben als schwuler Sänger der Boyband *NSYNC

ms - 15.04.2026 - 14:30 Uhr
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In der neuen Doku-Serie „Boy Bad Confidential“, die auf HBO Max gestreamt wird, teilt Lance Bass von *NSYNC intime Erinnerungen aus den frühen Jahren seiner Karriere, als er noch in der Öffentlichkeit seine Homosexualität verbergen musste. Bass, der 2006 als erster *NSYNC -Star öffentlich zu seiner Sexualität stand, reflektiert nun über die schwierige Zeit des Versteckens und den ersten Moment, als sein Bandkollege Joey Fatone sein Geheimnis entdeckte.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Lance Bass und seine Coming-Out-Geschichte: Der *NSYNC-Star spricht in der Doku "Boy Bad Confidential" über sein Coming-Out. 
  • Geheimes Leben: Bass erinnert sich an die Zeiten, als er seine Homosexualität vor den Bandkollegen verbarg. 
  • Joey Fatone entdeckte das Geheimnis: Der erste Moment, als ein Bandmitglied Bass’ Geheimnis erfuhr. 

Viele Jahre des Versteckspiels

Die 1990er und frühen 2000er Jahre waren eine goldene Ära für Boybands wie *NSYNC, den Backstreet Boys oder Take That. Sie prägten die Popmusik mit ihren eingängigen Melodien und perfekt synchronisierten Tanzbewegungen. Doch hinter den glatten Oberflächen der Boyband-Ära gab es auch viele Geheimnisse, besonders wenn es um die persönlichen Leben der Mitglieder ging. 

Bass, der 16-jährige Teenager aus dem konservativen Mississippi, trat 1995 der Band bei. In der Doku beschreibt er, wie er sich anfangs als Außenseiter fühlte, da er mit den anderen Bandmitgliedern, die bereits zusammen trainiert hatten, wenig Gemeinsamkeiten hatte. „Ich fühlte mich wie ein Schauspieler, der ständig etwas vorgab", so Bass über seine ersten Erfahrungen bei *NSYNC. In der Doku gibt Bass zu, dass er bereits als Kind wusste, dass er „anders“ war. Er beschreibt, wie er sich in einen Mitschüler verliebte und sofort merkte, dass dies „falsch“ war. Diese frühen Gefühle von Scham und Einsamkeit begleiteten ihn, während er versuchte, seine wahre Identität zu verbergen.

Unfreiwilliges Outing vor Band-Kollege 

Ein wichtiger Moment in Bass’ Leben war die Entscheidung, seine Sexualität zu verheimlichen, um seine Karriere zu schützen. „Wir sollten unsere Privatleben geheim halten, egal mit wem wir zusammen waren“, erinnert sich Bass. Dies sei die allgemeine Erwartung an die Bandmitglieder gewesen. Bass entschloss sich, sein Geheimnis für sich zu behalten, obwohl er wusste, dass es schwer war, dies über Jahre hinweg zu tun.

Der erste, der Bass' Geheimnis entdeckte, war Joe Mulvihill, der 1997 als persönlicher Assistent von *NSYNC arbeitete. Mulvihill erzählt in der Doku, dass er Bass' „besondere Methode“ bei der Zubereitung eines PB&J-Sandwiches entdeckte, was ihn auf die Spur brachte: „Das war das Schwulste, was ich je gesehen habe!“ Ein Moment, der heute ein humorvoller Rückblick ist, aber auch die ersten Anzeichen von Bass' Identität verriet.

Der wahre Wendepunkt kam jedoch, als Joey Fatone, ein enger Freund und Bandmitglied von Bass, eines Nachts in Bass' Gästezimmer übernachtete. Gegen 3 Uhr morgens wachte er auf und ging in Bass’ Büro – und erwischte ihn in einer sehr eindeutigen Situation. Bass, der mit seinem ersten Freund zusammen war, erinnert sich: „Es war nicht zu übersehen, aber es war nicht schlimm. Er machte einen Witz über meine Mutter, dass sie mich umbringen würde, aber ich sagte nur: 'Ich kümmere mich nicht darum.'“

Glückliches Leben nach Outing

Für Bass war dieser Moment ein Wendepunkt. Fatone zeigte sich verständnisvoll und versprach, Bass’ Geheimnis zu wahren, bis er selbst bereit war, es zu teilen. „Ich liebe dich, Lance, du bist mein Bruder. Lass mich wissen, wann es der richtige Zeitpunkt ist“, sagte Fatone. Dieser Moment, obwohl eher klein, war für Bass ein sehr wichtiger Schritt, da er wusste, dass sein Geheimnis sicher bei seinem Bandkollegen war.

Trotz dieses Vertrauens und der Unterstützung von Fatone dauerte es noch fast ein Jahrzehnt, bis Bass endlich öffentlich zu seiner Sexualität stand. Erst 2006, nach vielen Jahren des Erfolgs, des Ruhms und der Spekulationen, öffnete sich Bass in einem Interview und erklärte: „Ich habe nichts zu verbergen. Ich bin glücklicher und freier als je zuvor.“ Die Doku-Serie „Boy Bad Confidential“ geht weiter auf die dramatischen Erlebnisse der Bandmitglieder und deren Verhältnisse zueinander ein und beleuchtet nicht nur die Karriere von *NSYNC, sondern auch die persönlichen Herausforderungen und den Weg, den viele von ihnen im Stillen gegangen sind. 

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