Direkt zum Inhalt
Pride-Chef gefeuert

Pride-Chef gefeuert Nach Veruntreuungsvorwürfen folgte der finale Schritt

ms - 07.04.2026 - 11:30 Uhr
Loading audio player...

Der Geschäftsführer von Pride in London, einem der größten Pride-Events weltweit, ist jetzt nach schwerwiegenden Vorwürfen entlassen worden – er soll Gelder und Gutscheine im großen Stil veruntreut haben und davon unter anderem persönliche Einkäufe im Wert von mehreren tausend britischen Pfund getätigt zu haben, die für Freiwillige vorgesehen waren.

Suspendierung bei vollem Gehalt 

Christopher Joell-Deshields, der die Vorwürfe zurückweist, war bereits im September letzten Jahres suspendiert worden, nachdem Anschuldigungen über sein Verhalten öffentlich wurden. Zu Jahresbeginn eskalierte die Situation seitdem schrittweise immer weiter. Nach Angaben von BBC News erhielt er während der siebenmonatigen Suspendierung bis zu seinem jetzigen Ausscheiden allerdings nach wie vor sein volles Jahresgehalt von 87.500 Pfund.

Konkret beschuldigte eine Gruppe ehrenamtlicher Direktoren der London LGBT Community Pride, der Organisation, die weite Teile des jährlichen Pride-Events organisiert, Joell-Deshields, Gutscheine im Wert von 7.000 Pfund, die von einem Sponsor gespendet worden seien, für Luxusparfums und Apple-Produkte ausgegeben zu haben. Die Gutscheine seien eigentlich für Verlosungen und Geschenke für Freiwillige vorgesehen gewesen.

Eskalation und Mobbing 

Der 55-Jährige befindet sich derzeit in einem laufenden Rechtsstreit mit Pride in London, weil ihm darüber hinaus vorgeworfen wird, versucht zu haben, die Untersuchung seines Verhaltens zu behindern. Im Januar dieses Jahres musste sich der damals noch suspendierte Pride-Chef erstmals vor dem High Court in London verantworten. Joell-Deshields soll sich so auch geweigert haben, Benutzernamen, Passwörter und persönliche Identifikationsnummern der Unternehmenssysteme zurückzugeben, sodass das Team über längere Zeit keinen Zugriff zum Konto und internen Systemen hatte. Darüber hinaus berichteten die ehrenamtlichen Direktoren in einer Whistleblower-Mitteilung von einer extremen „Mobbing-Kultur“ bei Pride in London.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Nur Asyl und Schutz offen

Drei Länder ganz vorn bei Rechten

Island hat sich 2026 in der Trans Rights Index & Map von Transgender Europe (TGEU) erneut als führendes Land Europas positioniert
Angst vor Heated Rivalry

NHL blickt mit Sorge auf Staffel 2

Die zweite Staffel der Erfolgsserie „Heated Rivalry“ beschäftigt schon vor ihrem Start 2027 die Führung der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL.
Reiseziele im Grindr-Trend

Wo gibt´s viele sexuelle Abenteuer?

Neue Daten von Grindr zeigen, welche Städte bei schwulen Reisenden besonders beliebt sind – und wie Dating-Apps das Reiseverhalten beeinflussen.
Historischer Sieg

Drag Queen wird Mr. Leather

Mit dem Gewinn des Titels „International Mr. Leather 2026“ sorgte Drag-Race-Star Honey Davenport für einen besonderen Moment in der queeren Geschichte
Überraschendes Coming-Out

Rechtspopulist ist schwul

Ein neu gewählter Abgeordneter der australischen Rechtsaußen-Partei One Nation hat mit einem persönlichen Bekenntnis für Aufmerksamkeit gesorgt.
Russland knallhart

13-jähriger Junge in Haft

Russland in aller Härte: Ein 13-jähriger Junge soll wegen der Verbreitung von "LGBTIQ+-Propaganda" ins Gefängnis.
Fortschritte bei HIV-Therapie

Virenlast nach Zelltherapie weg

Eine neue Form der Immuntherapie könnte die Behandlung von HIV künftig deutlich verändern. Neue US-Studien geben Hoffnung.