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Zu kontrovers fürs Kino Expliziter schwuler Film sorgt in den USA für Diskussionen

Von ms - 02.04.2026 - 15:00 Uhr
Zu kontrovers fürs Kino
Foto: Obscured Releasing
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Schwuler SM-Sex und dominant-devote Männerliebe in „Pillion“, sexuell freizügige Szenen in „Heated Rivalry“ – kann es da noch eine Steigerung geben? Durchaus. Der schwule Film „Blue Film“ von Regisseur Elliot Tuttle galt über Monate hinweg seit seiner Weltpremiere beim Edinburgh International Filmfestival im August 2025 als „zu kontrovers“ fürs Kino. Jetzt hat sich doch ein Verleih gefunden und bringt den Film zunächst ab Mai in den USA in ausgewählte Kinos, Deutschland könnte folgen, möglicherweise auch direkt im Streaming. 

Sexarbeiter und alter Lehrer

„Ich freue mich sehr, mit Obscured Releasing beim Kinostart von ‚Blue Film‘ zusammenzuarbeiten“, sagte Tuttle laut Variety über die Verleihfirma. „Ihre Leidenschaft und ihr Engagement für ein langes Leben unseres Films haben diese Entscheidung leicht gemacht. Viele hatten Angst, aber Obscured nicht.“ Das Debütwerk mit Kieron Moore (bekannt aus der Netflix-Serie „Boots“) und Theaterschauspieler Reed Birney erzählt die Geschichte des Camboys und Sexarbeiters Aaron Eagle (Kieron Moore), der sich mit einem älteren Kunden, Hank Grant (Reed Birney), trifft – nach und nach stellt sich heraus, dass sich die beiden Männer unterschiedlichen Alters noch zu einer Zeit kennen, als Grant als Lehrer arbeitete. Der Film sprengt die Grenzen des Komforts vieler Zuschauer im Hinblick auf explizite schwule Sexualität und tabuisierte Beziehungen zwischen Alt und Jung – bei einigen Vorführungen verließen Zuschauer wegen der expliziten Inhalte den Saal.

Verleih lobt Mut des Filmemachers

Obscured Releasing wurde von den Hollywood-Veteranen RJ Millard und Bill Guentzler gegründet. In einer Stellungnahme erklärten sie: „Was Elliot erreicht, indem er die Geschichte erzählt, wie die Sexualität zweier Männer und ihre Verbindung ihre Zukunft prägt, ist zugleich menschlich und schockierend. Er stellt Fragen, die sich seit Jahrzehnten kein amerikanischer Filmemacher mehr zu stellen gewagt hat, und wir freuen uns, ‚Blue Film‘ in die Kinos zu bringen.“ 

„Das Drehbuch fühlt sich sehr persönlich an, so wie sich auch die Figur Aaron für mich sehr persönlich anfühlt“, sagte Autor und Regisseur Elliot Tuttle. Hank beschrieb er als ein „Gefäß, um Ideen über Sexualität zu erkunden, die ich untersuchen wollte“. Für Zuschauer, die sich für authentische Darstellungen, die Auseinandersetzung mit schwuler Sexualität und Begehren sowie für tabuisierte Themen interessieren, bietet der Film damit laut Aussage des Verleihers eine seltene Gelegenheit. „Blue Film“ startet am 8. Mai  in ausgewählten Kinos in New York und Los Angeles. Ein Termin für die Streaming-Veröffentlichung steht noch nicht fest. 

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