Fortschreitende Demenz? Rosie O’Donnell zweifelt Donald Trumps geistige Fitness an
Die US-amerikanische Schauspielerin und Moderatorin Rosie O’Donnell hat mit einem Video auf TikTok scharfe Zweifel an der geistigen Verfassung von Präsident Donald Trump öffentlich gemacht. In ihrer am 19. Mai 2026 veröffentlichten Botschaft warf O’Donnell Trump unter anderem vor, er zeige deutliche Anzeichen einer fortschreitenden Demenzerkrankung. Die Äußerungen stoßen in den USA auf große Aufmerksamkeit, weil die mentale Fitness von Spitzenpolitikerinnen und Spitzenpolitikern in Wahljahren immer wieder kritisch beleuchtet wird.
Das Wichtigste im Überblick
- Rosie O’Donnell veröffentlichte am 19. Mai 2026 ein kritisches Video auf TikTok.
- Sie spricht von auffälligen Verhaltensänderungen und bezeichnet Trump als „dementen reichen Jungen“.
- Im Präsidentschaftswahljahr nimmt die Debatte um Trumps Gesundheit erneut Fahrt auf.
Rosie O’Donnell kritisiert Trumps Verhalten öffentlich
O’Donnell, die seit Jahren immer wieder öffentlich Trump kritisiert, beschreibt im Video ihr Unbehagen bezüglich dessen Auftretens im Weißen Haus. Sie warnt ausdrücklich vor einem möglichen Atomkrieg und nennt Trumps Zustand „frontale temporale Lappen-Demenz“. Auch Trumps Umgang mit Reporterinnen bewertet sie als besorgniserregend: „Habt ihr gesehen, wie er eingeschlafen ist? Wie er rumschreit, flucht und Reporterinnen herabwürdigt?“, fragt O’Donnell ihre Anhängerschaft.
Mentale Gesundheit als Wahlkampfthema
Im laufenden Präsidentschaftswahlkampf rücken Fragen nach der geistigen Fitness von Donald Trump erneut in den Fokus. Bereits frühere Auftritte des Republikaners wurden von Kritikern häufig auf etwaige Aussetzer oder Gedächtnislücken untersucht. Unabhängige ärztliche Belege für eine Demenzdiagnose bei Trump gibt es jedoch nicht. Bereits während seiner Amtszeit zwischen 2017 und 2021 kamen – wie auch bei anderen US-Präsidenten – immer wieder Spekulationen zu Gesundheitsthemen in Umlauf, etwa nach unvollständigen Sätzen oder ungeplantem Verhalten auf der Bühne.
Direkte Ansprache an Trumps Unterstützerinnen und Unterstützer
O’Donnell spricht in ihrem Video gezielt die Anhängerinnen und Anhänger Trumps an und bezeichnet diese als Teil einer „Sektenstruktur“, aus der viele erst nach der Abwahl des Präsidenten herausfänden, dass sie laut O’Donnell „belogen und getäuscht“ wurden. Besonders verweist sie auf Trumps frühere Darstellung als erfolgreicher Geschäftsmann in der Fernsehshow „The Apprentice“, die mit seiner wahren wirtschaftlichen Bilanz kaum vereinbar sei:
„Er war nie ein erfolgreicher Geschäftsmann, sondern immer nur ein reicher Junge, der die Menschen um sich herum und die Nation geschadet hat.“
Hintergrund: Wer kontrolliert die geistige Gesundheit von US-Präsidenten?
In den USA sind Präsidentschaftskandidierende und deren Gesundheit seit jeher Medienthema. Es existieren allerdings in der US-Verfassung keine klaren Regeln, die eine regelmäßige, unabhängige Überprüfung der körperlichen oder geistigen Fitness vorschreiben. Im Ernstfall müsste das Kabinett auf Grundlage des 25. Zusatzartikels der Verfassung tätig werden, was in der Praxis jedoch äußert selten geschieht.
Wichtige Fragen zum Thema
Wie reagiert Trump auf solche Vorwürfe?
Trump und sein Team weisen öffentlich regelmäßig Vorwürfe zur geistigen Gesundheit zurück und bezeichnen sie als politisch motivierte Angriffe.
Welche Konsequenzen hätten tatsächliche gesundheitliche Einschränkungen für einen amtierenden Präsidenten?
Sollte der Präsident wegen schwerer Krankheit dauerhaft amtsunfähig sein, kann das Kabinett mit Mehrheit und Zustimmung des Kongresses den 25. Verfassungszusatz anwenden.
Während konkrete Hinweise auf eine Demenzerkrankung bei Donald Trump bislang fehlen, macht die Zuspitzung solcher Vorwürfe deutlich, wie stark Gesundheit und Auftreten der Kandidierenden im Wahljahr 2026 thematisiert werden. Eine offizielle medizinische Prüfung Trumps steht weiterhin aus.