Überraschung bei US-Studie Zerrbild und Realität: Amerikaner unterstützen trans* Menschen
Eine neue Umfrage im Auftrag der queeren Human Rights Campaign (HRC) vom Februar dieses Jahres zeigt, dass eine Mehrheit der US-Bürger Gleichstellung und rechtlichen Schutz für trans* Personen unterstützt. Die Zustimmung erstreckte sich über verschiedene demografische Gruppen, einschließlich Republikanern.
Fairness in polarisiertem Klima
Die Unterstützung für trans* Gleichstellung sei demnach breit gefächert „über Parteien, Rassen und ethnische Gruppen sowie Geschlechter hinweg“, heißt es in der Studie. Mehr als die Hälfte der befragten Republikaner stimmte den positiven Statements zu. Die Autoren der Studie erklärten, dies zeige, dass Unterstützung für „grundlegende Fairness“ auch in einem politisch polarisierten Klima stark sei. Die Umfrage hob zudem die Bedeutung persönlicher Kontakte hervor. Von den 1.032 Befragten gaben 41 Prozent an, jemanden zu kennen, der trans* ist, und 27 Prozent berichteten, regelmäßig mit einer trans* Person zu sprechen. Menschen mit direktem Kontakt seien dabei durchgehend stärker für die Gleichstellung.
Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die öffentliche Meinung möglicherweise positiver sei, als es politische Debatten suggerieren, mit Mehrheitsunterstützung über politische Zugehörigkeit, Rasse, ethnische Herkunft und Geschlecht hinweg, einschließlich Republikanern, betont die HRC. Unter den Republikanern stimmten 76 Prozent gleichberechtigten Rechten für trans* Personen zu oder waren stark dafür, bei den Demokraten waren es 92 Prozent.
Persönliche Kontakte sind entscheidend
Die Human Rights Campaign erklärte: „Diese Umfrageergebnisse weisen auf zwei klare Schlussfolgerungen hin. Erstens: Die Unterstützung für Transgender-Gleichstellung ist landesweit bereits breit. Zweitens: Persönliche Kontakte sind entscheidend: Menschen, die trans* Personen kennen – und insbesondere diejenigen, die regelmäßig mit ihnen sprechen – unterstützen gleichberechtigte Behandlung und Schutz noch stärker. So trägt diese Erkenntnis eine einfache Botschaft: Sichtbarkeit zählt, ebenso wie Verbindung. Je mehr trans* Personen nicht als abstrakte Konzepte, sondern als Freunde, Familienmitglieder, Kolleginnen und Kollegen, Mitschüler und Nachbarn bekannt sind, desto stärker wird die öffentliche Unterstützung für Gleichstellung.“