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Tag des Gesundheitsamtes

Tag des Gesundheitsamtes RKI betont Wichtigkeit von Diversität

ms - 19.03.2026 - 09:00 Uhr
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Mit zahlreichen Aktionen machen Gesundheitsämter heute bundesweit auf ihre Arbeit aufmerksam. Unter dem diesjährigen Motto „Vielfalt für Gesundheit“ geben sie Einblicke in ihre vielfältigen Aufgaben – etwa durch Wiederbelebungsübungen an Simulationspuppen, Blutzuckermessungen, Impfberatungen, Zahnputztrainings oder Angebote zur Rückengesundheit. Das Thema Diversität soll dabei im Mittelpunkt stehen. 

Fokus auf Vielfalt

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) steht dabei vor besonderen Herausforderungen. Unterschiedliche Lebenslagen, Herkunft, Altersgruppen, Geschlechteridentitäten sowie soziale und gesundheitliche Voraussetzungen müssten berücksichtigt werden, erklärte RKI-Präsident Prof. Dr. Lars Schaade. „Um die Bevölkerung vor Krankheiten zu schützen und ihren Gesundheitszustand zu verbessern, sind wir auf Vielfalt angewiesen“, betonte er. Auch Fachleute unterstreichen die Bedeutung eines sensiblen Umgangs mit gesellschaftlicher Vielfalt. In einer Veröffentlichung der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen heißt es: „Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, braucht es Strukturen und Mitarbeitende, die sensibel, kompetent und diskriminierungsfrei agieren“.

Gesundheitsämter nehmen im deutschen Gesundheitssystem eine zentrale Rolle ein. Anders als Krankenhäuser oder Arztpraxen, die vor allem einzelne Patienten behandeln, richtet sich ihre Arbeit auf die Gesundheit der gesamten Bevölkerung. Dabei stehen insbesondere Gruppen im Fokus, die nur eingeschränkten Zugang zur regulären medizinischen Versorgung haben. Bund und Länder hatten vor diesem Hintergrund den „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst 2021–2026“ beschlossen, um Personal und Digitalisierung zu stärken.

RKI betont Diversität 

Auch das Robert Koch-Institut (RKI) sieht Vielfalt als grundlegenden Bestandteil seiner Arbeit. „Vielfalt und Wertschätzung sind wesentliche Voraussetzungen für Wissenschaft und Forschung und damit auch für die Gesundheit der Bevölkerung“, sagte Schaade. Am Institut arbeiten rund 1.500 Menschen aus etwa 50 Nationen und rund 90 unterschiedlichen Berufen. Bereits 2017 unterzeichnete das RKI die Charta der Vielfalt und bekannte sich damit zu einer offenen Organisationskultur. Diese umfasst sieben Dimensionen: Alter, Migrationsgeschichte und Nationalität, Geschlecht und geschlechtliche Identität, körperliche und geistige Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexuelle Orientierung sowie soziale Herkunft.

Der Tag des Gesundheitsamtes wurde 2019 erstmals ausgerufen, um die Bedeutung der Einrichtungen hervorzuheben und auf ihren Unterstützungsbedarf aufmerksam zu machen. Das Datum erinnert an den Geburtstag des Arztes und Sozialmediziners Johann Peter Frank, der als Begründer des Öffentlichen Gesundheitsdienstes gilt. Leistungsfähige Gesundheitsbehörden vor Ort sind bis heute eine zentrale Grundlage für den Schutz der Bevölkerung.

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