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Hass wegen Fingernagellack Borja Iglesias: Fans setzen Zeichen gegen Homofeindlichkeit

Von mr - 12.03.2026 - 16:30 Uhr
Borja Iglesias: Fans setzen Zeichen gegen Homofeindlichkeit
Foto: © facebook.com/biglesias9
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Im Januar 2026 sah sich Borja Iglesias, Stürmer von Celta Vigo, während des Auswärtsspiels gegen Sevilla erneut massiven homofeindlichen Anfeindungen ausgesetzt. Die Angriffe richteten sich abermals gegen die Tatsache, dass er seit Jahren seine Fingernägel lackiert – ein persönliches Stilmerkmal, das offenkundig weiterhin für Empörung in Teilen des spanischen Fußballs sorgt.

 

Homofeindlichkeit nach lackierten Nägeln

Die verbalen Angriffe von Fans im Stadion beleidigten den Fußballprofi mit homofeindlichen Ausdrücken. Diese Zwischenfälle setzten eine traurige Reihe fort: Bereits seit dem Jahr 2020, als Iglesias begann, Nägel in verschiedenen Farben zu tragen, wird er wegen dieses Erscheinungsbildes beschimpft. Nach dem jüngsten Vorfall reagierten der spanische Verband sowie sein Verein prompt: Am folgenden Spieltag, beim Heimspiel gegen Rayo Vallecano, demonstrierten zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer Solidarität, indem sie ebenfalls lackierte Nägel trugen – darunter Teamkolleginnen und sogar die Vereinspräsidentin. Das Statement: Homofeindlichkeit darf im Fußball keinen Platz haben.

 

Spieler widersetzt sich der Stigmatisierung

In mehreren Interviews – etwa mit der renommierten französischen Zeitung L’Equipe – machte Borja Iglesias deutlich, dass die Angriffe ihn zwar mitnehmen, er aber aus Überzeugung an seinem Ausdruck festhält. „Ich wäre stolzer, als ‚schwul‘ beschimpft zu werden, als voller Hass zu leben wie diejenigen, die mich beleidigen“, so Iglesias. Der 34-Jährige, der in der laufenden Saison bereits elf Tore erzielt hat und auf einen Einsatz bei der Sommer-WM mit der spanischen Nationalmannschaft hofft, betont, dass für ihn das Lackieren der Nägel eine Form persönlicher Freiheit und Sichtbarkeit darstellt. Er berichtet, dass einige schwule Männer ihm schrieben, sie hätten wegen der alltäglichen Ausgrenzung ihre Leidenschaft für Fußball verloren – seine sichtbare Andersartigkeit helfe ihnen, sich dem Sport wieder anzunähern.

 

Fußball und die Grenzen der Toleranz

Das Thema trifft einen Nerv: Homo- und trans* feindliche Vorfälle nehmen laut aktuellen Untersuchungen europaweit zu, insbesondere im Fußballstadion. In England werden erstmals gezielte Stadionverbote verhängt, während in Deutschland nach wie vor offen schwule Profis eine große Seltenheit sind. Spieler wie Josh Cavallo und Jakub Jankto, die sich öffentlich als schwul outeten, berichten von ähnlichen Schwierigkeiten und Rückzügen.

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