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Streit-Debatte auf den Philippinen

Debatte auf den Philippinen Beliebter Schauspieler hetzt in Gottes Namen gegen Community

ms - 10.03.2026 - 14:00 Uhr
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Alvin Aragon (36) ist ein philippinischer Schauspieler und eine TV-Persönlichkeit, der in Asien vor allem durch die Reality-Show „Star Struck“ sehr bekannt wurde. Danach spielte er in einigen Kinoproduktionen mit und hat sich seitdem auch international einen Namen als Influencer gemacht. Jetzt schockte der 36-Jährige seine Fans, weil er erklärte, Homosexualität sei eine Sünde und LGBTIQ+-Menschen sollten auf ihren Glauben zurückgreifen, um „geheilt“ zu werden. Homosexualität ist auf den Philippinen gesellschaftlich weitgehend akzeptiert und das Land gilt als eines der LGBTIQ+-freundlichsten in ganz Asien. Seine Aussagen haben daher in der queeren Community sowohl in seiner Heimat wie auch international viel Empörung ausgelöst. 

Schwuler Sex in jungen Jahren 

Aragon erklärte weiter, er sei angeblich in jungen Jahren von einer homosexuellen Person sexuell missbraucht worden: „Wenn ich mich nicht irre, war ich sechs oder fünf Jahre alt, als ich in einer Gasse von einem Transvestiten gewaltsam zu Boden gerissen und sexuell missbraucht wurde. Ich habe niemandem davon erzählt. Ich habe nicht verstanden, dass es sich dabei um Kindesmissbrauch handelte, dass es ein Verbrechen war.“ Später habe er dann eine Beziehung zu einem bestimmten „schwulen Fernsehmoderator” gehabt, der ihn „in solche Dinge“ eingeführt habe. Gleichzeitig habe er aber auch Beziehungen zu Frauen gehabt und sei drogenabhängig gewesen. 

Der Weg zu Gott 

Im März 2009 sei er dann allerdings Christ geworden, habe Buße getan: „Ich schluchzte: ‚Herr, lass mich spüren, wie sehr du mich liebst. Ich verdiene es nicht zu leben. Ich bin so schmutzig.“ Dabei betonte der beliebte Influencer weiter: „In dieser Nacht habe ich mein Leben Jesus übergeben. Ich habe so viele Dinge getan, die Gott verärgern mussten. Ich hätte in die Hölle geworfen werden müssen, aber er hat mir vergeben.“ Umso strikter fordert der bekannte Schauspieler nun deswegen alle Schwulen, Lesben und queeren Menschen dazu auf, von der „Sünde“ abzulassen – das betrifft auch seine Stieftochter. Aragon ist mit Izzy Trazona verheiratet, einem ehemaligen Mitglied der Band „Sex Bomb Girls“. Diese hat mit ihrem ersten Ehemann ein gemeinsames Kind, eine homosexuelle trans* Frau. 

Angriff auf Stieftochter 

Zuletzt machte Aragon nun Schlagzeilen, indem er auch seiner Stieftochter erklärte: „Gott hat Homosexualität verurteilt. Ein guter Elternteil sagt seinem Kind, was es nicht tun soll, oder? Denn wenn du es tust, wirst du in Gefahr geraten. Gott wird dich in die Hölle werfen, wenn du Homosexualität weiterhin praktizierst. Lebe dein Leben, aber wenn du nicht an Jesus glaubst, werde ich dir versichern, dass Gott dich in die Hölle werfen wird.“ 

Seitdem ist der Schauspieler und seine Familie Gesprächsthema Nummer Eins auf den Philippinen. Viele Fans fragen sich mit Blick auf Izzy Trazona, was sie nur an ihrem aktuellen Ehemann finde. Andere beglückwünschen den Influencer, Gott gefunden zu haben. Die Mehrheit indes stellt sich hinter die Aussage eines Fans online: „Ein guter Elternteil liebt sein Kind, egal, was es ist.“ Zu so viel Nächstenliebe scheint der christliche Influencer indes nicht fähig zu sein. 

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