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LGBTIQ+-Rede geht viral

LGBTIQ+-Rede geht viral US-Demokrat James Talarico begeistert die queere Community

ms - 04.03.2026 - 14:00 Uhr
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Ein Ausschnitt aus einer Rede des texanischen Abgeordneten James Talarico gegen christliche Nationalisten verbreitet sich derzeit in sozialen Medien, fast ein Jahr nachdem er sie gehalten hat. Die Ansprache stammt vom April vergangenen Jahres und wurde bei einer Veranstaltung der Human Rights Campaign aufgezeichnet.

Nationalisten missbrauchen die Religion

Talarico, ein erklärter Unterstützer der LGBTIQ+-Gemeinschaft, setzt sich seit Jahren gegen homophobe, sexistische und rassistische Gesetzesinitiativen ein. In seiner Rede kritisierte der Demokrat, der aktuell für den US-Senat kandidiert, religiöse Führer, die ihre Macht nutzen, um anderen zu schaden, und stellte das Verhalten christlicher Nationalisten grundsätzlich infrage.

„In der Schrift war Jesus mit Menschen befreundet, die andere Sünder nannten. Die einzigen Menschen in der Bibel, die Jesus verurteilte, waren religiöse Führer, die die Religion nutzten, um anderen zu schaden. Christ zu sein bedeutet, deinen Nächsten zu lieben, nicht LGBTIQ+-Personen zu schikanieren, schwangere Frauen über Staatsgrenzen hinweg zu verfolgen, Bibliothekare zu belästigen, Lehrer zum Schweigen zu bringen und unsere Schulen einzuschränken. Ich weigere mich, christliche Nationalisten eine Religion der Liebe verdrehen zu lassen, um ihren Hass zu rechtfertigen.“

Viel Lob, Dankbarkeit und Zustimmung 

Der Clip wurde von der Kampagnen-Seite Team Talarico auf X geteilt und erreichte binnen kurzer Zeit mehrere Zehntausende Aufrufe. Unter den Kommentaren zeigten sich viele Nutzer positiv beeindruckt. Ein Nutzer schrieb: „Love this guy!“, während ein anderer Talarico als besonders effektiven Kritiker weißer christlicher Nationalisten bezeichnete. Die virale Verbreitung des Clips zeigt die anhaltende Relevanz von Talaricos Kritik an religiösem Extremismus in der politischen Debatte. Beobachter werten seine Rede als Ausdruck einer wachsenden Gegenbewegung zu Versuchen, Religion für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Viele Aktivisten aus der queeren Community haben sich in Statements online für die klaren Worte des Demokraten aus Texas eindringlich bedankt. 

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