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Neue Erkenntnisse zu Mpox Erste Fälle von neuen Misch-Varianten des Virus aufgetreten

Von ms - 25.02.2026 - 09:30 Uhr
Neue Erkenntnisse zu Mpox
Foto: iStock / herstockart
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Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung berichten über neue Erkenntnisse zur Herkunft des Affenpockenvirus (Mpox). Demnach konnten Feuerfußhörnchen als natürliches Reservoir des Erregers identifiziert werden. 1970 wurde das Virus erstmals bei einem Menschen nachgewiesen. Im Jahr 2022 kam es zu einer weltweiten Pandemie von Mpox, wobei größtenteils schwule und bisexuelle Männer betroffen waren. Zuletzt stiegen die Fallzahlen Ende 2025 in Deutschland und insbesondere in Berlin erneut an. Die WHO warnte indes jetzt vor neuen Mix-Varianten der unterschiedlichen Mpox-Stämme. 

Verbreitung über Eichhörnchen 

Das Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) in Greifswald erforscht dabei, wie eng die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt miteinander verknüpft ist. Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten Zoonosen – Infektionskrankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können. Neben dem Coronavirus und der Vogelgrippe zählt auch Mpox dazu. Die Forscher konnten nachweisen, dass Mpox von den Eichhörnchen auf westafrikanische Primaten überging, die diese jagten und fraßen. Von dort gelangte das Virus schlussendlich zum Menschen, wobei in Afrika sowohl Hörnchen als auch Primaten in der Region von Einwohnern gejagt, auf Märkten verkauft und verzehrt werden. 

Übertragung und Ausbreitung 

Fachleute unterscheiden derzeit zwei genetische Hauptvarianten, sogenannte Kladen: die zentralafrikanische Klade I und die westafrikanische Klade II, jeweils mit weiteren Untergruppen. Die Subklade IIb war es, die 2022 weltweit zahlreiche Infektionen verursachte und Mpox zu einer Pandemie machte, insbesondere in der weltweiten schwulen Community. Einige Varianten sind dabei in puncto Infektion und Krankheitsverlauf deutlich gefährlicher als andere, insbesondere für Menschen mit Vorerkrankungen wie HIV – sie haben dabei ein deutlich erhöhtes Sterberisiko. 

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung konnte dabei nachweisen, dass bei den Tieren eine Übertragung ähnlich wie beim Menschen zwar auch über die Haut oder die Atemwege erfolgen kann, vor allem aber rektal oder vaginal infiziert wird. Die Schleimhäute in diesen Körperregionen böten dem Virus besonders günstige Bedingungen zur Vermehrung. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung beim Sex.

Seit dem Ausbruch von Mpox 2022 erkrankten weltweit weit über 100.000 Menschen daran, dabei kam es zu mindestens 220 Todesfällen. In Deutschland waren rund 3.800 Personen von der Klade IIb betroffen, seit 2024 gibt es auch erste Fälle der deutlich gefährlicheren Variante Klade Ib. Laut der WHO sind aktuell mit Stand von Januar 2026 insgesamt 16 bekannte Fälle davon in der Bundesrepublik dokumentiert. 

Neue Mix-Varianten des Virus 

Zuletzt wurden dabei jetzt auch Rekombinationen des Affenpockenvirus festgestellt, konkret zwei Fälle eines rekombinanten Stamms aus den Kladen Ib und IIb. „Rekombination ist ein natürlicher Prozess, der auftreten kann, wenn zwei verwandte Viren dieselbe Person infizieren und genetisches Material austauschen. Dabei entsteht ein neues Virus“, betont die WHO. Der erste Fall wurde dabei im Vereinigten Königreich festgestellt, der zweite in Indien. Die betroffenen Personen kamen aus Südostasien und von der arabischen Halbinsel. 

„Genomanalysen zeigen, dass beide Personen im Abstand von mehreren Wochen an demselben rekombinanten Stamm erkrankten. Dies deutet darauf hin, dass es möglicherweise mehr Fälle gibt als bislang bekannt“, betont die  Weltgesundheitsorganisation weiter und erklärt überdies zur Risikoeinschätzung: „Moderates Risiko für Männer, die Sex mit Männern haben und neue oder mehrere Partner haben, sowie für Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter oder andere Personen mit häufig wechselnden Sexualkontakten; geringes Risiko für die Allgemeinbevölkerung ohne spezifische Risikofaktoren.“ 

Darüber hinaus bekräftigt die WHO: „Wachsamkeit bleibt erforderlich“, da mehrere Mpox-Stämme in „weltweit vernetzten sexuellen Netzwerken zirkulieren. Herkunft und tatsächliche Verbreitung des rekombinanten Stamms sind bislang unklar; er könnte weiter verbreitet sein als dokumentiert.“

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