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Kein Pride-Festival in Zürich v
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Kein Pride-Festival in Zürich Festival abgesagt, Demonstration bleibt bestehen

ms - 19.02.2026 - 13:00 Uhr
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Die Organisatoren der Zurich Pride haben entschieden, das Festival 2026 nicht stattfinden zu lassen. Gründe für die Absage sind in erster Linie finanzielle Herausforderungen, nachdem mehrere Sponsoren die Gelder gestrichen hatten. Die politische Demonstration und die Pride-Partys bleiben jedoch wie geplant bestehen. In einer Versammlung mit 186 stimmberechtigten Mitgliedern stimmte eine klare Mehrheit gegen die Durchführung des Festivals. 

Sponsoren-Gelder sind weggefallen  

Vor der Entscheidung hatte der Vorstand versucht, auf die angespannte finanzielle Lage zu reagieren. Geplant war so zunächst, das Festival auf den Turbinenplatz zu verlegen und erstmals Eintritt zu verlangen. Außerdem sollte die Veranstaltung verkleinert werden, sodass nur noch etwa 12.000 Besucher Platz gehabt hätten. Auf der bisherigen Landiwiese fanden in den vergangenen Jahren bis zu 17.000 Menschen Platz.

Dieses neue Konzept stieß jedoch auf massiven Widerstand. Viele Mitglieder lehnten sowohl den Eintritt als auch die Reduzierung der Besucherzahl ab. Darüber hinaus gab es Bedenken, dass das Festival trotzdem erneut ein Defizit einfahren würde. Im aktuellen Budget klafft bereits ein großes Loch, nachdem aufgrund weggefallener Sponsoren über 164.000 Euro fehlen.

Befürchtung einer Spaltung der Community

Die Diskussionen um das neue Konzept vorab waren intensiv. Die Grünen-Politikerin Lea Herzig brachte die Sorgen so auf den Punkt: „Wo zur Hölle soll die ganze Community Platz finden? Lassen wir uns als Community spalten? Dann gehen wir auf die Landiwiese mit Picknickdecke. Wir nehmen uns den Raum!“ Ein Ausweichen auf die Landiwiese war jedoch nicht ohne Hürden möglich. Die Stadt verlangte unter anderem eine Einzäunung sowie Einlasskontrollen, bot jedoch nur geringe finanzielle Unterstützung an. 

Demonstration und Partys bleiben

Von der Absage des Festivals nicht betroffen ist die politische Demonstration, die wie geplant am 20. Juni 2026 stattfinden wird. Mit bis zu 40.000 Teilnehmern zählt diese zu den größten Pride-Demonstrationen der Schweiz. Auch die Partys rund um das Pride-Wochenende werden durchgeführt. Für 2027 kündigte der Verein an, das Festival in neuer Form und mit einer überarbeiteten Struktur zu organisieren. Bis dahin soll sich der Pride in Zürich organisatorisch und finanziell neu aufstellen. Man wolle „durchatmen, Kräfte sammeln und sich neu orientieren“, so der Pride-Vorstand. 

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