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Kuss von Freundin Vali Höll Freestyle-Skifahrerin Mathilde Gremaud zeigt ihre Liebe

Von tb - 12.02.2026 - 13:30 Uhr
Freestyle-Skifahrerin Mathilde Gremaud zeigt ihre Liebe
Foto: © instagram.com/valihoell
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Die Schweizer Freestyle-Skifahrerin Mathilde Gremaud hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina 2026 nicht nur sportlich für Schlagzeilen gesorgt, sondern auch ein starkes Zeichen für Sichtbarkeit queerer Athletinnen und Athleten gesetzt: Direkt nach ihrem Triumph im Slopestyle erhielt sie am Ziel einen Kuss von ihrer Partnerin, der österreichischen Mountainbike-Weltmeisterin Vali Höll.

 

Spannung im Kampf um Gold

Der Slopestyle-Wettbewerb der Frauen war geprägt von Höchstleistungen: Mathilde Gremaud, die 26-jährige Schweizerin, musste sich bis zur letzten Sekunde gegen Dauerrivalin Eileen Gu behaupten. Nach einer schwierigen Vorbereitung – Gremaud war im Training gestürzt und trat mit einer sichtbaren Hüftverletzung an – zeigte sie einen nahezu fehlerfreien Finallauf. Mit 86,96 Punkten lag sie winzige 0,38 Punkte vor der für China startenden Gu. Bemerkenswert: Bereits in Peking 2022 hatte Gremaud mit ähnlich knappem Vorsprung Gold gewonnen. Die Bronzemedaille ging an die Kanadierin Megan Oldham. Laut Sportexperten wird Gremaud dank ihrer Nervenstärke und technischen Präzision inzwischen als dominierende Slopestylerin weltweit betrachtet.

Ihr Sieg wurde nicht nur von ihrem Team gefeiert: Am Rand der Piste überreichte Vali Höll, vierfache Downhill-Weltmeisterin, Gremaud einen Kuss – ein Moment, der viral ging. Die beiden Weltklasse-Athletinnen machten Ende 2024 ihre Beziehung öffentlich. Gremaud erklärte, die Partnerschaft habe zu mehr Ausgeglichenheit geführt und ihr auch in mental schwierigen Phasen geholfen. Höll betonte, dass sie gegenseitige Neugier und gemeinsame neue Erfahrungen schätzen – der Spitzensport habe sie persönlich, aber nicht zwangsläufig ihre Ambitionen geprägt.

 

Queeres Olympia: Rekordbeteiligung und neue Vorbilder

Erstmals sind bei Olympischen Winterspielen fast 50 offen queere Sportlerinnen und Sportler aus diversen Nationen aktiv, darunter laut offiziellen Listen auch der erste offen trans* Athlet, Elis Lundholm. Die hohe Sichtbarkeit und Akzeptanz in Mailand-Cortina wird von Sportverbänden und Menschenrechtsgruppen als Meilenstein gefeiert. Beobachtende nennen den queeren Anteil unter den Sportlern so hoch wie nie zuvor – ein aktuelles Symbol für Fortschritt im Sport.

 

Was bleibt nach Mailand-Cortina?

Mathilde Gremauds historischer Sieg – nicht nur sportlich, sondern auch sichtbar queer und offen geliebt – gibt vielen anderen Hoffnung auf einen toleranteren Profisport. Werden die Erfahrungen und Bilder von Gremaud und Höll langfristig Vielfalt und Akzeptanz im internationalen Sport prägen? Die nächsten Jahre werden zeigen, ob der Olympia-Moment von Livigno einen neuen Standard setzen kann.

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