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Kriminalisierung von HIV

Kriminalisierung von HIV Rassismus gegenüber LGBTIQ+-Schwarzen in den USA

ms - 10.02.2026 - 12:00 Uhr
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Laut einer neuen Studie des Williams Institute an der UCLA School of Law sind schwarze Amerikanerinnen und Amerikaner in den USA überproportional oft von der Kriminalisierung von HIV betroffen. Die Forschung zeigt, dass diese Bevölkerungsgruppe nicht nur häufiger mit HIV diagnostiziert wird, sondern auch verstärkten Barrieren beim Zugang zu Prävention und Behandlung gegenübersteht. 

Opfer von HIV-Kriminalisierung 

Hinzu kommt, dass Schwarze in der Gesellschaft verstärkter Polizeikontrollen und strengen Strafen im Rahmen des Strafrechtssystems ausgesetzt sind. HIV-Kriminalisierung bezeichnet dabei Gesetze, die es ermöglichen, rechtmäßiges Verhalten zu kriminalisieren oder die Strafen für illegales Verhalten basierend auf dem HIV-Status einer Person zu verschärfen. Auf nationaler Ebene kriminalisieren derzeit 32 US-Bundesstaaten Menschen, die mit HIV leben.

Verhaftungen und Verurteilungen

Zwischen 2015 und 2025 analysierte das Williams Institute die Durchsetzung von HIV-bezogenen Strafgesetzen in 16 Bundesstaaten der USA. Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass schwarze Amerikaner in vielerlei Hinsicht noch immer überproportional betroffen sind – zu allererst kommt es dabei zu häufigeren Verhaftungen. In allen 16 untersuchten Bundesstaaten wurden Schwarze häufiger verhaftet als ihr Anteil an der Bevölkerung des jeweiligen Staates. In 64 Prozent dieser Staaten waren Schwarze bei HIV-bezogenen Vorwürfen häufiger betroffen als ihr Anteil an den Menschen, die mit HIV leben.

Dazu kommen höhere Verurteilungsraten laut dem Institut: In allen 16 Staaten wurden Schwarze häufiger verurteilt als ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung des Bundesstaates. In 75 Prozent der untersuchten Staaten waren sie bei HIV-bezogenen Verurteilungen überproportional vertreten. Zudem sehen sich Schwarze nach einer HIV-bezogenen Verurteilung häufig mit strengen Strafmaßnahmen auch im Anschluss ihrer Haft konfrontiert, wie etwa der Eintragung in das Sexstraftäter-Register. In allen untersuchten Staaten wurden sie in höherem Maße in diese Register aufgenommen.

Stigmatisierung bleibt bisher bestehen

„Die meisten HIV-Kriminalgesetze wurden zu einer Zeit erlassen, als effektive Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen für HIV noch nicht allgemein verfügbar waren“, erklärte Nathan Cisneros, Direktor des HIV Criminalization Project am Williams Institute. „In den letzten Jahren gibt es Bestrebungen, diese Gesetze zu reformieren oder abzuschaffen, da zunehmend anerkannt wird, dass diese Gesetze das Testen entmutigen, Stigmatisierung verstärken und bestehende Ungleichheiten verschärfen – insbesondere für schwarze Amerikaner.“

Die Studie unterstreicht die weiterhin bestehenden Herausforderungen, mit denen schwarze Menschen aus der Community konfrontiert sind, sowohl im Bereich der HIV-Prävention als auch im Umgang mit den rechtlichen und gesellschaftlichen Folgen der HIV-Kriminalisierung.

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