Starkes Statement im Eishockey Kapitän der Montreal Canadiens heißt Homosexuelle willkommen
Der Kapitän des NHL-Teams Montreal Canadiens, Nick Suzuki, hat jetzt erklärt, dass seine Mannschaft bereit sei, einen offen homosexuellen Spieler im Team willkommen zu heißen. Hintergrund ist die aktuelle Debatte über sexuelle Vielfalt im Profi-Eishockey, die durch die kanadische Fernsehserie „Heated Rivalry“ massiv an Aufmerksamkeit gewonnen hat.
Ängste vieler Athleten im Spitzensport
Suzuki äußerte sich in der Sendung „Tout le monde en parle“ des öffentlich-rechtlichen Senders Radio-Canada. An der Runde nahmen auch seine Teamkollegen Juraj Slafkovský, Alexandre Texier und Oliver Kapanen teil. Alle vier bereiten sich derzeit auf ihre Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo vor.
Auf die kanadische Hit-Serie „Heated Rivalry“ angesprochen, die die geheime Liebesbeziehung zwischen zwei schwulen Profi-Eishockeyspielern thematisiert, sagte Suzuki: „Ich habe davon gehört, ich denke, wir alle haben davon gehört.“ Die Produktion beleuchte die Ängste vieler Athleten vor einem Coming-Out, etwa mit Blick auf Privatsphäre, öffentliche Reaktionen und mögliche Auswirkungen auf ihre Karriere, so Suzuki, der zudem betonte: „Sie hat die Welt im Sturm erobert und viele neue Zuschauer zum Eishockey gebracht, was großartig ist.“
Schwule Spieler sind willkommen
Der 26-jährige Stürmer beteuerte weiter, dass Respekt und Akzeptanz fest zur Kultur der Canadiens gehörten – auch wenn es bislang keinen offen schwulen Spieler in der NHL gegeben habe. „Als Team sind wir meiner Meinung nach gut darauf vorbereitet, jeden willkommen zu heißen, der sich outen würde. Da würde sich nichts ändern, wenn sich jemand outet, ganz gleich ob bei uns oder bei einem anderen Team“, so Suzuki.
Auch Teamkollege Alexandre Texier sprach sich für Offenheit aus. „Wir veranstalten Pride-Nights, um Unterstützung zu zeigen. Das ist wichtig – nicht nur im Sport, sondern im Leben insgesamt. Als Eishockeyspieler, als Spieler der Montreal Canadiens würden wir das akzeptieren. Es gibt kein Tabu“, bekräftigte Texier.
Das Schweigen brechen
Trotz Initiativen wie Pride-Spieltagen und Kampagnen zur Förderung von Vielfalt gilt das Profi-Eishockey der Männer weiterhin als zurückhaltend, wenn es um offen homosexuelle oder queere Athleten geht. Dieses Schweigen ist ein zentrales Thema der Serie „Heated Rivalry“, die auch außerhalb der klassischen Fangemeinde auf viel Resonanz stößt.
Im Dezember erklärte ein NHL-Vertreter, die Serie habe eine besondere Wirkung entfaltet. „Es gibt viele Wege, sich für Eishockey zu begeistern, und in der 108-jährigen Geschichte der NHL ist dies vielleicht der ungewöhnlichste Auslöser, um neue Fans zu gewinnen“, hieß es. „Wir sehen uns in der Arena.“ Auch aus der Führung der Liga kam positives Echo. NHL-Commissioner Gary Bettman sagte: „Ich habe sie in einer Nacht durchgeschaut.“ Die Kommunikations-Vizepräsidentin der Montreal Canadiens, Chantal Machabée, erklärte zudem: „Wir sind ein inklusives Team, wir heißen alle willkommen.“