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LGBTIQ+-Athleten bei Olympia Queere Spitzensportler freuen sich auf den Start der Spiele

Von ms - 30.01.2026 - 13:00 Uhr
LGBTIQ+-Athleten bei Olympia
Foto: IMAGO / NurPhoto
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Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo treten nach Angaben mehrerer Medien mindestens 41 offen lesbische, schwule, bisexuelle oder queere Athletinnen und Athleten an. Damit sind bei den diesjährigen Winterspielen in zahlreichen Disziplinen Sportlerinnen und Sportler aus der Community vertreten.

Vorreiter USA und Kanada 

Zwar liegt die Zahl deutlich unter jener der Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris, bei denen 193 queere und homosexuelle Sportler starteten, dennoch ist die Sichtbarkeit bei den Winterspielen hoch. Besonders viele offen LGBTIQ+-Athletinnen und -Athleten stellen die Teams der USA und Kanadas. Nach Angaben von Outsports sind rund drei Prozent des gesamten US-Teams offen queer.

Queere Sportlerinnen und Sportler gehen unter anderem im Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, alpinen Skisport, Snowboard, Freestyle-Skiing, Curling, Skeleton und Biathlon an den Start. In mehreren Fällen konkurrieren Paare entweder im selben Team oder als direkte Gegner für unterschiedliche Nationen.

Im US-Team zählen unter anderem die fünfmalige Olympiateilnehmerin Hilary Knight und Eisschnellläuferin Brittany Bowe zum Aufgebot. Knight gewann 2018 Gold sowie 2010, 2014 und 2022 Silber im Eishockey. Bowe ist vierfache Olympiateilnehmerin und hält den Weltrekord über 1.000 Meter. Ebenfalls für die USA startet die pansexuelle Eiskunstläuferin Amber Glenn, die als erste offen queere Frau im Einzel bei Olympischen Spielen für die USA antritt.

Sichtbarkeit verstärken

US-Skirennläuferin Breezy Johnson, die 2022 verletzungsbedingt nicht starten konnte, tritt 2026 ebenfalls an. Sie hatte sich 2022 als bisexuell geoutet und schrieb damals auf Instagram: „An all jene da draußen, die sich ein wenig anders fühlen und Menschen wie sich selbst an der Spitze sehen wollen: Ich bin hier, um zu zeigen, dass es uns gibt, dass wir normal sind und dass wir alles erreichen können, was wir wollen.“

Auch im kanadischen Team sind zahlreiche offen queere Athletinnen vertreten, vor allem im Frauen-Eishockey. Dazu zählen Marie-Philip Poulin und Laura Stacey, die gemeinsam mehrere olympische Medaillen gewonnen haben und verheiratet sind. Poulin ist die einzige Eishockeyspielerin, die in vier olympischen Goldmedaillenspielen getroffen hat.

Internationale LGBTIQ+-Sport-Community

Großbritannien wird unter anderem durch den offen schwulen Eistänzer Lewis Gibson, Freestyle-Skifahrer Gus Kenworthy und Curler Bruce Mouat vertreten. Kenworthy nimmt nach einer mehrjährigen Pause an seinen vierten Olympischen Winterspielen teil.

Für Finnland, Schweden, Frankreich, Italien, die Schweiz, Tschechien, Belgien und Brasilien gehen ebenfalls offen queere und homosexuelle Athletinnen und Athleten an den Start. Dazu zählen unter anderem die finnische Eishockeyspielerin Ronja Savolainen, die bei den Spielen auf ihre Verlobte Anna Kjellbin aus Schweden trifft, sowie die Skeletonfahrerinnen Nicole Silveira aus Brasilien und Kim Meylemans aus Belgien, die miteinander verheiratet sind.

Deutschland und Österreich 

Die österreichische Freestyle-Skifahrerin Laura Wolf wird bei den Olympischen Winterspielen zum dritten Mal an den Start gehen, nachdem sie ihr Heimatland bereits 2018 und 2022 vertreten hat. Wolf begann ihre sportliche Laufbahn als alpine Rennläuferin, wechselte jedoch im Alter von zehn Jahren zum Freestyle-Skiing – und blieb dabei.

Die deutsche Eishockeyspielerin Nina Jobst-Smith hat sich für die Olympischen Winterspiele 2026 qualifiziert und wird dort ihr Heimatland vertreten. In der Profiliga PWHL spielt sie normalerweise für die Vancouver Goldeneyes, wo sie gemeinsam mit ihrer Partnerin Ashton Bell auf dem Eis steht. Für Jobst-Smith sind es die ersten Olympischen Spiele. Die Olympischen Winterspiele 2026 finden vom 6. bis 22. Februar in Italien statt.

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