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Kritik an Hamburger Hochbahn Verkehrsbetriebe wehren sich gegen verbale AfD-Angriffe

Von ms - 27.01.2026 - 07:50 Uhr
AfD kritisiert Hamburger Hochbahn
Foto: IMAGO / S. Gottschalk
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Die AfD-Bürgerschaftsfraktion hat die Teilnahme der Hamburger Hochbahn AG am CSD im vergangenen Jahr scharf kritisiert. Fraktionschef Dirk Nockemann sprach von einer „grotesken Geldverschwendung“ für „links-ideologische Genderkampagnen“. Die Verkehrsbetriebe weisen die Kritik von sich. 

33.000 Euro für CSD

Hintergrund ist die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der AfD zu den Kosten der CSD-Beteiligung des städtischen Verkehrsunternehmens. Demnach beliefen sich die Gesamtausgaben auf rund 33.000 Euro. Der größte Einzelposten entfiel mit etwa 12.500 Euro auf die Teilnahme am Straßenfest, unter anderem für Standgebühren sowie Ausstattung und Technik. Für die Beteiligung an der Demonstration fielen rund 8.000 Euro an, eine Regenbogen-Beklebung einer Haltestelle am Jungfernstieg kostete rund 5.700 Euro.

Nockemann erklärte, die Hochbahn schreibe regelmäßig Verluste und werde mit hohen Zuschüssen der Stadt unterstützt, gebe jedoch dennoch Steuergelder für „ideologische Zwecke“ aus. „Während Pendler unter vollen Zügen und steigenden Preisen leiden, fordert die AfD ein Ende derartiger Ausgaben und einen klaren Fokus auf bezahlbare, funktionierende und zuverlässige Verkehrsmittel“, sagte er. Nach Angaben des Senats benötigt die Hochbahn in diesem Jahr Zuschüsse in Höhe von rund 390 Millionen Euro. Als Gründe werden unter anderem Investitionen in Elektrobusse sowie Einnahmeausfälle durch das vergleichsweise günstige Deutschlandticket genannt. 

Hochbahn betont Vielfalt 

Das Unternehmen wies die Kritik zurück. „Die Hochbahn bekennt sich als öffentliches Unternehmen klar zu einer Haltung der Vielfalt und Chancengleichheit“, sagte Unternehmenssprecher Andreas Ernst dem „Hamburger Abendblatt“. Die Teilnahme an der Pride Week sei ein bewusster Ausdruck des Engagements für ein diskriminierungsfreies Umfeld sowie für Respekt und Gleichbehandlung. Die Vielfalt innerhalb der Belegschaft sei ein zentraler Erfolgsfaktor.

In der Senatsantwort wird zudem der Darstellung der AfD widersprochen, es habe sich beim CSD lediglich um eine Parade gehandelt. „Am 2. August 2025 fand eine Demonstration im Rahmen der Pride Week statt. Hierbei handelte es sich nicht um eine Parade“, heißt es wörtlich. Nach Angaben der Hochbahn nahmen Mitarbeiter in ihrer Freizeit an den Veranstaltungen teil. Eine Bezahlung erfolgte nicht; lediglich entstandene Kosten seien erstattet worden. Als Arbeitszeit sei die Teilnahme ausschließlich für die Diversity-Beauftragte gewertet worden.

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