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Masters of the Universe

Masters of the Universe Vorfreude bei schwulen Fimfans, Debatten von Rechtsaußen

ms - 26.01.2026 - 16:00 Uhr
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Viel Aufregung um He-Man: Der vor wenigen Tagen veröffentlichte erste Trailer zum kommenden „Masters of the Universe“-Film sorgt einerseits für Herzflattern in der schwulen Community online und andererseits für heftige Diskussionen, nachdem in einer kurzen Szene He-Mans Pronomen gezeigt werden. 

Der ewige Kampf um die Macht

In der Live-Action-Verfilmung, die von Amazon MGM Studios produziert wird, spielt Nicholas Galitzine, bekannt aus „Red, White & Royal Blue“, die Rolle des Adam Glenn. Der Charakter verwandelt sich in den muskulösen und schwertschwingenden Helden He-Man. Der Film folgt dabei dem Alltag von Adam, der zunächst ein scheinbar gewöhnliches Leben auf der Erde führt. 

Doch bald erkennt er, dass er zurück auf seinen Heimatplaneten Eternia muss, um das Schwert der Macht wiederzuerlangen und zu dem mächtigen Helden zu werden, den die Welt als He-Man kennt. He-Man muss mit Unterstützung von Kriegern aus Eternia einmal mehr gegen Bösewicht Skeletor kämpfen, um das Schicksal seines Planeten zu retten.

Ein Wortspiel wird zum Aufreger 

Ende letzter Woche wurde der erste Trailer für den Film veröffentlicht. Der zweieinhalb-minütige Clip zeigt Galitzine als He-Man in einer actionreichen Szene mit Raumschiffen, Explosionen, Monstern und natürlich zahlreichen Schwertkämpfen. Trotz der beeindruckenden visuellen Effekte konzentrierten sich einige Zuschauer indes mehr auf eine unauffällige Szene, in der man Adam in der Welt der Menschen an seinem Schreibtisch im Büro sitzen sieht, vor ihm ein Schild mit seinem Namen und den Pronomen „He/Him“.

Die kurze Szene, die ganz offensichtlich als humorvolle Anspielung auf Adams spätere Identität als He-Man gedacht war, stieß derweil auf einige kritische Stimmen, die den Witz als unpassend empfanden. „Jetzt geben sie He-Man Pronomen. Diese Leute hören nicht auf, bis sie alles zerstören“, so ein Nutzer auf X. „Der neue Masters of the Universe-Film wird nur noch woker Müll sein“, befand ein anderer User. Immer wieder findet sich in weiteren Kommentaren Kritik an der „aufgezwungenen Vielfalt“ sowie Statements wie „Go woke, go broke“. Man werde, so ein Nutzer, „mit Sicherheit kein Geld für diesen Schwachsinn“ ausgeben. 

Humor und Herzflattern in der Community

Glücklicherweise betonten andere Nutzer den Humor und den klaren Witz hinter der Einbeziehung von He-Mans Pronomen: „He-Man. Sein Name ist He-Man. Die geben ihm keine Pronomen im Jahr 2026. Er ist ein buchstäbliches Pronomen mit Schwert. Das ist der Gag hier“, versuchte ein Nutzer die Lage für die humorbefreiten User zu erklären. 

Für die schwule Community indes liegt der Augenmerk definitiv nicht auf der Diskussion um Pronomen, sie wollen einfach wieder hören: „Bei der Macht von Grayskull – Ich habe die Kraft!“ und verlieben sich dabei offenbar gerade in Schauspieler Galitzine und seine beeindruckende Wandung vom britischen Kronprinzen zum muskulösen, leicht bekleideten und schwertschwingendem He-Man. Minuten nach der Veröffentlichung des Trailers füllten sich die Social-Media-Feeds der Community so bereits mit angehaltenen Screenshots, begeisterten Kommentaren und Reaktionen, die die körperliche Verwandlung feierten. 

Für viele Zuschauer kam die Nostalgie an zweiter Stelle, die Bauchmuskeln an erster. Die Reaktionen auf den Trailer reichten dabei von erstaunter Bewunderung bis zu ausgelassener Ungläubigkeit. Viele stellten fest, wie anders diese Rolle im Vergleich zu Galitzines früheren romantischen Hauptrollen wirkt – im letzten Jahr noch hatten einige ihm die Verwandlung gar nicht erst zugetraut

Spannendes Ensemble 

Obwohl Galitzine also ganz offensichtlich den Fokus auf sich zieht, fährt „Masters of the Universe“ ein Ensemble auf, das Franchise-Nostalgie mit zeitgenössischem Star-Potenzial vereint. Jared Leto übernimmt die Rolle von Skeletor, dem Bösewicht von Eternia, während Camila Mendes als Teela zu sehen ist. Alison Brie spielt Evil-Lyn, Morena Baccarin schlüpft in die Rolle der Zauberin. Die weitere Besetzung umfasst Idris Elba als Duncan, besser bekannt als Man-At-Arms, sowie James Purefoy und Charlotte Riley als König Randor und Königin Marlena. 

Die Live-Action-Verfilmung von Masters of the Universe hat dabei mehr als ein Jahrzehnt damit verbracht, durch verschiedene Studios und kreative Teams zu gehen, bevor das Projekt schlussendlich endlich 2023 bei Amazon MGM seinen Platz fand. Die Produktion begann im Januar 2025 in London unter der Regie von Travis Knight („Bumblebee“), der sich bestens im Action-Genre auskennt. 

Vom Kinderzimmer ins Kino 

He-Man selbst wurde erstmals 1982 als Teil der Masters of the Universe-Marke von Mattel eingeführt, ursprünglich als Actionfigur und Teil einer umfangreichen Spielzeugreihe. Die Figur wurde schnell populär, als sie in der gleichnamigen, animierten TV-Serie zu sehen war, die 1983 debütierte und He-Man zu einem der bekanntesten Helden der 1980er Jahre machte. 

Über die Jahre hinweg hat He-Man nicht nur die Spielzeugregale dominiert, sondern auch Comic-Bücher, Filme und Videospiele inspiriert, und bleibt bis heute ein Kultsymbol der Popkultur. 1987 folgte die erste Real-Verfilmung mit Dolph Lundgren in der Hauptrolle – der Film war sowohl bei Kritikern wie auch an den Kinokassen ein grandioser Flop und spielte weltweit nicht einmal die Produktionskosten von 22 Millionen US-Dollar ein. 

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