Direkt zum Inhalt
Erotik in Köln

Viel Erotik in Köln Schlusslicht bei den erotischsten Städten ist Duisburg

ms - 22.01.2026 - 13:00 Uhr
Loading audio player...

Köln ist einer Untersuchung zufolge die erotischste Stadt Deutschlands. Im sogenannten „Sexy City Index“ des Online-Portals Erotik.com belegt die Rheinmetropole mit 36,9 von 60 möglichen Punkten den ersten Platz. Untersucht wurden 25 größere Städte bundesweit anhand von sechs Kriterien.

Köln schlägt Berlin 

„Die Domstadt beweist eine starke, erotische Infrastruktur. Erotik ist hier kein Randthema, sondern sichtbar, vielfältig und akzeptiert – ein Spiegel des offenen, urbanen Lebensgefühls der Stadt“, begründet Erotik.com das Ergebnis. Hinter Köln folgt Dresden (35,5 Punkte): „Dresden punktet vor allem mit einer auffällig hohen Anzahl an Swingerclubs und Pornokinos. Das Bild ist weniger laut als in anderen Metropolen, dafür konzentriert und konstant.“ 

Auf Platz 3 folgt dann Berlin mit 32,2 Punkten: „Die Hauptstadt zeigt vor allem eines: enorme Neugier. Das Suchinteresse rund um Erotik erreicht hier Spitzenwerte. Gleichzeitig bleibt der gemessene Konsum vergleichsweise moderat – ein Hinweis darauf, dass in Berlin viel ausprobiert, recherchiert und diskutiert wird, aber nicht alles zwangsläufig in Handlung übergeht.“ Der vierte Platz geht an Stuttgart (30,8 Punkte), die beiden LGBTIQ+-Hotspots München (25,8 Punkte) und Hamburg (26 Punkte) landeten dagegen nur im Mittelfeld. 

Kein Knistern im Pott 

Die fünf Städte mit dem wenigsten Sexappeal sind demnach Essen (16,8 Punkte), Bochum (12,1 Punkte), Bonn (11,1 Punkte), Wuppertal (9,4 Punkte) und Schlusslicht Duisburg (6,9 Punkte). „Die Stadt weist in fast allen Kategorien sehr niedrige Werte auf. Weder eine ausgeprägte erotische Infrastruktur noch nennenswerte digitale Aktivität sind messbar. Erotik spielt hier offensichtlich nur eine sehr geringe Rolle im öffentlichen und digitalen Raum und bleibt überwiegend Privatsache“, so das Fazit über die rheinische Stadt im Ruhrgebiet.  

Schwulensaunen als wichtiger Bewertungspunkt 

Die Angebote und Akzeptanz im Bereich LGBTIQ+ spielten bei der Bewertung eine wichtige Rolle, insbesondere der Blick auf Schwulensaunen: „Ihre Präsenz in einer Stadt ist ein Indikator für die LGBTQ+-Infrastruktur und die Akzeptanz alternativer Lebensstile“, so die Begründung. Ein Sprecher von Erotik.com betonte zudem: „Erotik gehört zum urbanen Lebensgefühl – mal sichtbar, mal verborgen, aber fast immer präsent. Der Sexy City Index 2026 wirft einen datenbasierten Blick darauf, wie unterschiedlich deutsche Städte mit Lust, Neugier und erotischem Angebot umgehen. Dabei geht es nicht um moralische Bewertungen, sondern um Lebensrealitäten: Wo ist Erotik Teil des Stadtbilds, wo eher Privatsache?“

Porno? Flaute in Berlin 

Weitere Aspekte neben Schwulensaunen waren unter anderem Sexshops, Swingerclubs, Pornokinos und Pornokonsum. Auch das Suchinteresse für sexuelle Inhalte bei Google wurde berücksichtigt. Die meisten Sexshops gibt es demnach in Köln und Karlsruhe, Swinger-Freunde werden indes in Dresden, Gelsenkirchen und Wiesbaden besonders glücklich. Mannheim und Frankfurt sind ein Mekka für Besucher von Schwulensaunen, während Pornokino-Fans Münster, Mannheim und Augsburg einen Besuch abstatten sollten. Einzig bei Google-Suchen nach sexueller Lust ist Berlin führend vor Dresden und Leipzig, beim Porno-Konsum indes herrscht in der Hauptstadt dann extreme Flaute. Hier sind die Frankfurter sowie die Jungs aus Köln und Stuttgart Spitzenreiter. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

LGBTQ Sports Hall of Fame

Ehrung von zehn queeren Sportlern

Zehn LGBTIQ+-Sportler werden 2026 neu in die LGBTQ Sports Hall of Fame aufgenommen, darunter die 95-jährige lesbische Baseballerin Maybelle Blair.
Social-Media-Verbot

Mehrheit im britischen Oberhaus

Die Mehrheit im britischen Oberhaus hat sich für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ausgesprochen. Der Druck auf die Regierung wächst.
Kritik an Bayerns Regierung

Aktionsplan enttäuscht mehrfach

Drei kleine Projekte hat Bayerns Regierung im Rahmen des Aktionsplans gestern vorgestellt. Viel zu wenig, protestiert der LSVD+ Bayern.
Koch zum Aktionsplan

Intensive Arbeit an Fortführung

Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch, will sich dafür einsetzen, dass der Nationale queere Aktionsplan doch fortgeführt wird.
Schwule Pandabären

Krisenstimmung in China

Zwei Blogger wurden in China jetzt inhaftiert, weil sie über zwei vermeintlich schwule Pandabären berichteten. Ihn drot nun eine Geldstrafe oder Haft.
Stress im Gesundheitswesen

LGBTIQ+-Beschäftige stark betroffen

LGBTIQ+-Angestellte im Gesundheitswesen leiden unter besonderem Stress und Diskriminierung, offenbart nun eine neue Studie aus Italien.
Gewalt gegen schwules Paar

Jugendliche Täter nicht gefasst

Drei Jugendliche haben am Sonntagabend in einer Kasseler Straßenbahn ein schwules Paar auf offener Strecke beleidigt, bespuckt und mit Gewalt bedroht.
Angst im Sport

LGBTIQ+ hemmt Teilnahme

Viele LGBTIQ+-Menschen schrecken vor Sport zurück, nicht ohne Grund: Rund jeder Dritte erlebte dabei bereits Diskriminierung, so eine neue Studie.