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Wien debattiert über queere Saunazeiten
Foto: © iStock/fotostorm
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Nach Awarenessaktion Wien debattiert über queere Saunazeiten

mr - 05.01.2026 - 14:30 Uhr
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Die öffentlichen Saunen der Stadt Wien stehen im Fokus einer neuen Debatte: Eine Initiative fordert spezielle queere Tage, um trans*, intersexuellen und nichtbinären Personen einen geschützten Raum zu ermöglichen. Diese Forderung folgt auf eine Awarenessaktion, mit der die Stadt Frauen bereits ungestörte Saunazeiten garantieren will. Nun melden sich weitere Gruppen aus der queeren Community zu Wort, die mehr Inklusion und Sicherheit im öffentlichen Schwitzbad wünschen.

 

Mehr Sensibilität in Wiens Saunen

Ziel der jüngsten Maßnahmen der Stadt Wien ist es, einem diskriminierungsfreien Zugang für alle Menschen gerecht zu werden. Die zuständige Magistratsabteilung hat neben der Awarenessaktion für Frauen neue Wege beschritten und klärt das Personal der Badebetriebe seit Wochen intensiver auf. Hinweisschilder informieren Gäste nun über das richtige Verhalten bei Übergriffen und über die Möglichkeit, sich jederzeit an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu wenden. Besonders gemischte Saunatage stehen laut Aktivistinnen und Aktivisten immer wieder in der Kritik, weil hier neben Frauen auch queere Personen Belästigungen erleben oder sich ausgeschlossen fühlen. Im Wiener Rathaus steht man dem Ansinnen jedoch ablehnend gegenüber, was auch an einigen Stimmen von SPÖ und Neos liegt, die sonst jedoch regelmäßig ihre Unterstützung für LGBTIQ+-Rechte betonen. SPÖ, Neos und ÖVP legen dafür einen deutlich unverbindlicheren Alternativantrag vor, der eben die Zusammenarbeit mit der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten (WASt) betont.

 

„Sichtbarkeit und Sicherheit fördern“

Die Diskussion um exklusive Zeiten für bestimmte Gruppen ist keineswegs neu. Deutschland und andere europäische Staaten verzeichnen seit Jahren einen wachsenden Wunsch nach differenzierten Lösungen in öffentlichen Freizeiteinrichtungen. Laut einer aktuellen Studie geben mehr als 40 Prozent der befragten trans* und nichtbinären Personen an, auf Saunabesuche ganz zu verzichten, aus Sorge vor Diskriminierung oder gewaltsamen Übergriffen.

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