Direkt zum Inhalt
Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung Projekt Pride-Ability stärkt LGBTIQ+-Personen in Down Under

ms - 18.12.2025 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Die australische Initiative Pride-Ability setzt sich für LGBTIQ+-Personen mit geistiger oder psychosozialer Behinderung ein und bietet ihnen sichere Räume für Austausch, Identität und Gemeinschaft. Ende dieses Jahres feiert das Projekt jetzt ihr zehnjähriges Jubiläum. Die Gruppe wurde 2015 von einer Mutter und ihrem Sohn gegründet und startete als Rainbow Bridge Social Club. Heute organisiert sie soziale Aktivitäten, Bildungsangebote und Peer-Support.

Inklusive Gruppe für alle 

„Eine Behinderung ändert nicht deine Sexualität oder den Wunsch, sie auszudrücken“, erklärte Thom Chalma, Leiter für Wirkung und Wachstum bei SydWest Multicultural Services, einer Organisation, die das Projekt unterstützt. Viele Menschen, die an der Schnittstelle von Behinderung und LGBTIQI+ leben, hätten bisher keine Räume gehabt, in denen sie gesehen und unterstützt werden könnten, so Chalma weiter.

Mitglieder berichten von vielen positiven Erfahrungen, darunter auch Nel: „Es ist unglaublich, Teil einer so einladenden Gruppe zu sein. Ich habe neue Freundschaften geschlossen, neue Erfahrungen gemacht und ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit gefunden. Ich habe gelernt, dass ich ich selbst sein kann – mit mehr Vertrauen und Authentizität.“

Besonderes Jubiläum, besondere Aktionen 

Pride-Ability fördert zudem die Teilnahme an größeren queeren Veranstaltungen wie dem Mardi Gras, Drag-Bingo-Abenden oder Pride-Picknicks. Auch Bildung zu Themen wie Beziehungen und Identität gehört zum Angebot, um die Mitglieder zu stärken und zu informieren. Die Initiative zielt darauf ab, Vorurteile zu überwinden und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der LGBTIQI+-Gemeinschaft zu fördern. 

Im Jahr 2025 beteiligte sich Pride-Ability auch an der Kampagne Give-OUT Day, die über 635.000 australische Pfund für Beratung, Mentoring und spezialisierte Unterstützung sammelte. Pride-Ability will Menschen mit Behinderungen zeigen, dass sie das Recht haben, zu lieben, sich auszudrücken und zugehörig zu sein. „Viele denken, Menschen mit Behinderung könnten keine Liebe empfinden – Pride-Ability zeigt, dass das nicht stimmt“, so Nel abschließend. Mit großer Freude feiert das ganze Team daher in diesen Tagen das zehnjährige Jubiläum – ein Ende ist zum Glück nicht in Sicht. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Signal für Verfassungstreue

Polizeianwärter zu Recht entlassen

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass zwei Polizeikommissaranwärter wegen Homphopie zu Recht entlassen wurden.
Umsetzung von „Queer leben“

Verunsicherung in der Community

Die Umsetzung des Aktionsplans „Queer leben“ der Bundesregierung bleibt trotz gegenteiliger Behauptungen auf Kurs, so Queerbeauftragte Sophie Koch.
Krise der US-Filmstudios

Prüderie bei schwulen Produktionen

"Heated Rivalry" ist ein Serienhit, auch aufgrund seiner schwulen Sex-Szenen. In den USA wäre die Serie so nie entstanden, kritisieren Filmexperten.
Umfassender Aktionsplan

Strategie stärkt queere Rechte

Die Stadt Erlangen stärkt erstmals mit einem umfassenden Strategieplan gezielt die Rechte von queeren Menschen auf kommunaler Ebene.
Krieg im Regenbogenland

Festnahme wegen Zebrastreifen

In Dallas wurde ein schwuler Mann verhaftet, weil er einen regenbogenfarbenen Zebrastreifen wieder herstellte.
Ende einer Institution

Britischer LGBTIQ+-Verband schließt

Schock in der Community: Englands ältester LGBTIQ+-Wohltätigkeitsverein METRO muss nach über 40 Jahren aufgrund fehlender Gelder schließen.
Kurzes Aufatmen in Florida

Zuschüsse für HIV-Medikamente

Nach Stopp von Finanzhilfen für einkommensschwache Menschen mit HIV hat Floridas Gouverneur DeSantis nun doch neue Geldmittel für drei Monate zugesagt
Offline in Russland

Neue Angriffe auf LGBTIQ+

Russland sperrt gerade im Großraum Moskau wesentliche digitale Angebote, ein weiterer Angriff auf Kritiker und LGBTIQ+-Menschen.
Geldstrafe in Finnland

Homophobes Statement in der Politik

Die finnische Abgeordnete Päivi Räsänen muss eine Geldstrafe zahlen, nachdem sie Homosexualität als "Entwicklungsstörung" bezeichnete.