Direkt zum Inhalt
Schulden beim Online-Shopping

Schulden beim Online-Shopping Queerer Weihnachtseinkauf sorgt für Minus auf dem Konto

ms - 22.12.2025 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Nur noch zwei Tage bis Weihnachten, für viele die schönste Zeit des Jahres – insbesondere für die Händler. Weihnachten ist nebst Ostern jene Jahreszeit, in der der Handel den größten Umsatz macht. Mittendrin statt nur dabei ist auch die kaufaffine queere Community, insbesondere junge LGBTIQ+-Menschen. Die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen dabei die Negativseiten der Shoppinglust auf. 

Online-Schulden der queeren Gen-Z

Die junge queere Community shoppt größtenteils online und wird dabei durch besondere Kauftage mit reduzierten Preisen überdies gelockt. Rund jeder Dritte (29%) Deutsche, der im letzten Jahr bei einer Schuldnerberatungsstelle war, hat Schulden genau hier – bei Online- und Versandhändlern. Der Anteil der Betroffenen hat in den letzten fünf Jahren zugenommen. Und: Am stärksten betroffen ist die junge Generation Z, die sich zu 22 Prozent als LGBTIQ+ in Deutschland definiert (Ipsos Studie) – mehr als jede andere Generation. 40 Prozent der 20- bis 24-Jährigen unter Beratung haben Schulden aufgrund von Online-Shopping. Bei den jungen Erwachsenen bis 34 Jahre sind es immerhin noch 37 Prozent. 

Mehr Minus bei Frauen 

Die einzig positive Nachricht: Die Schulden halten sich einigermaßen im Rahmen, zumindest im Durchschnitt – hier steht jeder Betroffene mit 644 Euro in der Kreide. Bei Schulden im Online-Sektor sind Frauen (834 €) stärker betroffen als Männer (463 €). Zum Vergleich: Die durchschnittlichen Schulden von betroffenen Personen lagen im letzten Jahr bei fast 33.000 Euro. Bereits im letzten Jahr zeigten die Daten dabei auf, dass beim Thema Schulden gerade auch schwule Männer besonders gefährdet sind. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Warnungen vor Überwachung

Über 100 queere Bücher betroffen

Die Leiterin der Rutherford County Library wurde von der Bibliotheksführung entlassen, weil sie sich weigerte, LGBTIQ+-Bücher zu entfernen.
Miersch und Spahn

Debatte übers eigene Schwulsein

Im Interview mit der Zeit diskutieren Jens Spahn (CDU) und Matthias Miersch (SPD) über ihre Selbstdefinition als schwule Männer.
Aufsehen um neue HBO-Serie

Schwules Leben und Lieben in Polen

Die neue polnische Serie "Proud" porträtiert das Leben von jungen Schwulen und sorgt im Land derzeit für viel Aufregung.
Prominente Kritik an US-Agenda

Im Fokus ICE-Jugendhaftzentrum

Über 200 Prominente, darunter Madonna, Billy Porter oder Javier Bardem, fordern die Schließung einer ICE-Haftanstalt für Kinder und Familien in Texas.
HIV in Schottland

Keine neue Infektionen bis 2030?

Schottland ist auf dem Weg, HIV-Übertragungen bis 2030 ganz zu beenden, dazu bedarf es allerdings jetzt mehr Einsatz der Regierung, so Fachverbände.
Schwere Lage in Australien

Queere Menschen in Down Under

Die Lage für queere Menschen in Australien habe sich innerhalb von knapp zehn Jahren verschlechtert, betonte jetzt die Menschenrechtskommission.
Depressionen bei Jugendlichen

Erneute Zunahme der Fallzahlen

Abermals sind die Fälle von Depressionen bei Jugendlichen angestiegen, besonders belastet sind dabei queere Minderjährige.
Anhörung im Fall Uganda

Sitzung im kanadischen Parlament

Homosexuelle aus Uganda haben sich in einer Anhörung an Kanada gewandt und erhoffen sich mehr Schutz für Schwule und Lesben.
Japan prüft Öffnung der Ehe

Beratungen des Obersten Gerichts

Seit Jahren wird in Japan über die Einführung der Ehe für alle gestritten, nun hat sich endlich das Oberste Gericht der Sache angenommen.