Direkt zum Inhalt
Potsdam: Erste Wolfgang-Joop-Retrospektive
ANZEIGE

81. Geburtstag der Designikone Potsdam: Erste Wolfgang-Joop-Retrospektive

kw - 19.11.2025 - 22:30 Uhr
Loading audio player...

Die erste große Retrospektive zum Werk von Wolfgang Joop in seiner Heimatstadt Potsdam übertraf mit mehr als 25.000 Besucherinnen und Besuchern alle Erwartungen. Mit dem Abschluss der Schau feierte der international angesehene Designer zugleich seinen 81. Geburtstag – ein doppelter Grund, auf sein vielfältiges Wirken und dessen Bedeutung für die queere Kultur zurückzublicken.

 

Kunst und Identität – Joops vielschichtiges Schaffen

Schon lange zählt Joop zu den wichtigsten internationalen Akteurinnen und Akteuren im Mode- und Kulturbetrieb. Was die Ausstellung im Kunstraum Potsdam jedoch so besonders machte, war die umfassende Präsentation: Erstmals wurden nicht nur seine Entwürfe für Prêt-à-porter und Haute Couture gezeigt, sondern auch Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen. Diese Vielseitigkeit ist bezeichnend für Joops Karriere – von der Gründung des Labels „Wunderkind“ bis zu den zahlreichen Impulsen in der Zusammenarbeit mit renommierten Häusern. Kunsthistoriker und Kunsthistorikerinnen heben immer wieder hervor, wie Joop mit seinen kreativen Positionen gesellschaftliche Debatten um Diversität, Geschlechtsidentität und queeres Leben maßgeblich geprägt hat.

Potsdam steht dabei nicht nur symbolisch im Zentrum seines Schaffens. Die enge Verbindung des Designers zur eigenen Herkunft und deren kreativen Potenzialen wurde in der Ausstellung immer wieder spürbar: Viele Werke nehmen auf Motive und Stimmungen der Stadt Bezug, andere setzen sich spielerisch mit Themen wie Zugehörigkeit und Anderssein auseinander. Joop selbst lebt mit seinem Partner Edwin Lemberg, der die Ausstellung maßgeblich mitkuratiert hat, weiterhin in Potsdam und bleibt aktiv im Dialog mit lokalen Akteurinnen und Akteuren.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Queer und glamourös

Premiere am 18. September 2026

Die Berliner Drag-Performer Pink Grimm starten in Berlin mit ihrer neuen Show „Shakesqueer: God Save the Queens“.
Mahnmal gegen Verfolgung

Für 9.000 Betroffene

In Ottawa, Kanada wurde nun das erste nationale Denkmal Kanadas zur Ehrung der queeren Community eingeweiht.
Schwuler Kult-Comic-Autor

Zeichen für queere Sichtbarkeit

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst verleiht dem Comiczeichner Ralf König den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.
Horror und sexuelle Begierde

Cannes-Film startet im Kino

Der neue Kinofilm „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ verbindet Horror, Feminismus und queere Selbstreflexion zu einem ungewöhnlichen Experiment.
Tom Neuwirth als Schauspieler

21 Shows in Düsseldorf und Wien

Tom Neuwirth, bekannt als Conchita Wurst, übernimmt erneut die Rolle des Todesengels im Musical „Romeo & Julia – Liebe ist alles”.
Signal für queere Sichtbarkeit

Münchner Institution seit 1996

Die Münchner Galerie Kunstbehandlung begeht ihr 30-jähriges Bestehen mit einer Jubiläumsausstellung mit homoerotischem Fokus auf männliche Darstellungen.
Queere Fotokunst im Fokus

Bis September 2026 zu sehen

Der niederländische Fotograf Erwin Olaf, der 2023 verstarb, erhält in Berlin mit der Ausstellung „Muses“ eine umfassende Werkschau zu seinem Schaffen.
Kostenlos bis August 2026

30 Künstlerinnen und Künstler

Die Smithsonian Institution in Washington, D.C. setzt mit der queeren Ausstellung „Here: Pride and Belonging in African Art“ ein kraftvolles Zeichen